Bezirksliga 10
Sadovic-Effekt vorm Nienberge-Spiel
(31.03.10) Vielleicht ist es die letzte Möglichkeit für den SV Wilmsberg, das Ruder doch noch herumzureißen. Seit vergangenem Sonntag ist der Aufsteiger Ligaschlusslicht der Bezirksliga 10. Der Vorstand handelte, stellte Rüdiger Wamelink als Trainer frei und engagierte Suad Sadovic, mit dem der Klub schon vor zwei Jahren in einer ähnlichen Situation beste Erfahrungen machte.
Damals erfolgte der Wechsel auf der Trainerbank, nachdem Wilmsberg in der Winterpause mit nur zwei Zählern auf Rang 16 dahindümpelte. Mit Sadovic holte die Mannschaft noch beachtliche 27 Punkte in der Rückrunde, stieg trotzdem ab, schaffte dann aber den direkten Wiederaufstieg. Danach aber legte er aus beruflichen Gründen seine Tätigkeit in Wilmsberg nieder, woraufhin Wamelink das Amt übernahm.
„Wir haben uns jetzt für einen Trainerwechsel entschieden, um vielleicht noch einen letzten Impuls zu geben“, meint Stephan Fischer, 3. Vorsitzender des SVW vor den Spielen gegen Nienberge (13. Platz), Eintracht Rheine II (10.) und den FC Nordwalde (15.). „Hier waren die Blicke der Spieler irgendwie nur noch nach unten gerichtet, und die Hoffnungen richteten sich einfach immer nur noch auf das nächste Spiel und wieder das nächste Spiel.“
Für Wamelink ist die Entlassung natürlich eine Enttäuschung, nachdem er erst im Sommer von GW Rheine nach Wilmsberg gewechselt war. „Es ist das erste Mal, dass ich vorzeitig gehen muss“, sagt dieser in der Münsterschen Zeitung von heute, er müsse jetzt erst nachdenken und analysieren, was da eigentlich schief gegangen sei.
Sadovic selbst hätte vor diesen drei wichtigen Spielen gerne etwas mehr Zeit gehabt: „Ich muss mir jetzt erst einen Überblick über die Mannschaft verschaffen. Aber zunächst ist es vor allem wichtig, die Köpfe frei zu bekommen.“ In welcher Verfassung der Kader „körperlich und geistig“ sei, wisse er jetzt noch nicht. Heute Abend im Training – nachdem die Mannschaft gestern Abend informiert wurde, verlegte Sadovic die erste Trainingseinheit auf heute – werden Gespräche wohl im Vordergrund stehen. Und hier ist sicherlich auch eine der Stärken des Neuen zu sehen, denn er versteht es, den Fußballern mitten ins Herz zu reden und sie ganz neu zu motivieren.
Wie gut das jetzt schon gelingt, davon kann sich jeder morgen Abend ab 18 Uhr beim Heimspiel gegen Nienberge selbst ein Bild machen.








































