Bezirksliga 10
In der Phrasen-Schule nicht aufgepasst
(29.08.10) "Wer seine Chancen nicht nutzt, wird dafür bestraft", lautet eine alte Fußballweisheit. Der Spruch ist fast so alt, wie Sepp Herbergers berühmt gewordener Auspruch: "Ein Spiel dauert 90 Minuten." Hätten sich die Spieler von Arminia Ibbenbüren nur eine dieser Aussagen zu Herzen genommen. Sie hätten ihrem Trainer Peter Schmidt eine Menge Ärger erspart.
So aber mussten sich die Ibbenbürener bei Eintracht Rheine II mit einem 2:2-Unentschieden begnügen. "Wir hatten so viele Riesenchancen und müssen unsere Führung nach der Pause einfach ausbauen", haderte Schmidt. "Wer solche Dinger auslässt, darf sich nachher nicht beschweren, wenn der Ausgleich fällt."
Schon der Start ging für die Ibbenbürener gehörig in die Hose. Michael Bronswick traf wenige Sekunden nach dem Anpfiff ins eigene Netz. Ein Auftakt nach Maß sieht anders aus. Ein langweiliges Spiel auch. Nur drei Minuten nach dem ersten Treffer schepperte es auch auf der Gegenseite zum ersten Mal. Henrik Sandherm schloss eine schöne Kombination über Philipp Spalleck und Mark Walkenhorst mit dem 1:1 ab.
Knapp zehn Minuten später gelang Sebastian Ullrich aus halblinker Position der Ibbenbürener Führungstreffer. Wiederum kam die Vorarbeit von Walkenhorst. Auch in der Folge hatten beide Teams zahlreiche Chancen. Zählbares sprang dabei zunächst aber nicht mehr heraus. Bis zur 76. Minute, als Igor Ramanov zum 2:2-Endstand einschoss. "Danach waren wir total platt und hatten nichts mehr entgegenzusetzen. Wir haben in der Schlussphase kaum noch für Entlastung gesorgt und müssen am Ende froh sein, dass wir uns nicht noch einen eingefangen haben", so Trainer Peter Schmidt.
Hätten seine Spieler in der Phrasen-Schule des Fußballsspiels doch besser aufgepasst...
Eintracht Rheine II - Arminia Ibbenbüren 2:2 (1:2)
1:0 Eigentor (1.), 1:1 Sandherm (4.),
1:2 Ullrich (15.), 2:2 Romanov (76.)































