Bezirksliga 10
Einmal Ochtrup, immer Ochtrup
von Matthias Brockhoff
(23.08.11) Zu Hause ist's doch am schönsten. Diese Redewendung könnte der Leitsatz des Bezirksliga-Aufsteigers Arminia Ochtrup sein. Spielen doch in der Truppe von Trainer Stefan Dinkhoff ausschließlich Ochtruper, von denen viele in den letzten Jahren zu ihrem Heimatverein zurückgekehrt sind. "Die Philosophie ist nun eine andere", spielt Dinkhoff - selbst natürlich auch aus Ochtrup - auf das letzte Landesliga-Jahr der Arminia in der Saison 2005/06 an. Damals stieg die Mannschaft sang- und klanglos ab. Viele Auswärtige spielten zu jener Zeit in dem 19.000-Einwohner-Ort.
Doch mit Dinkhoff begann eine große Rückholaktion. "Es gibt so viele Ochtruper, die in der Jugend weggehen. Die sollen aber wieder bei uns spielen", so der 42-Jährige, der in den letzten Jahren unter anderem Nico Schmerling, Marcel Pöhlker oder Torwart Rezan Osmanoglu zurück an der Ackerstraße begrüßen durfte. Alle sind waschechte Ochtruper, alle sind nun Führungsspieler im Team.
Mannschaftliche Geschlossenheit die große Stärke
Mit der gestiegenen Vereinsidentifikation kam auch der Erfolg zurück, nachdem man vorher von der Landesliga bis in die Kreisliga A durchgereicht wurde. "Die mannschaftliche Geschlossenheit ist unsere große Stärke", so Dinkhoff, der selbst unter anderem für Preußen Lengerich in der Verbandsliga gegen das Leder trat. Und Nils Texeira, Kapitän zusammen mit Markus Wülker und André Dinkhoff, ergänzt: "Wir kennen uns alle schon so lange und unternehmen auch privat viel. Das hat uns in der letzten Saison stark gemacht." Texeira spielt - man ahnt es schon - seit der F-Jugend im Verein. Der mittlerweile 28-Jährige war einer der Aufstiegshelden. Nach einem verkorksten Saisonbeginn startete die Mannschaft eine Serie. "Wir haben uns irgendwie zusammengerauft und ein Spiel nach dem anderen gewonnen", erzählt Texeira, der in dieser Saison den vielen jungen Spielern - Stürmer Jannick Holtmann ist erst 17 - die Gewöhnung an den Seniorenfußball erleichtern soll.
Nun steht der Mannschaft nämlich eine schwierige erste Bezirksliga-Saison bevor. Einen einstelligen Tabellenplatz gibt Dinkhoff als Ziel aus, welcher in dieser Saison aufgrund der Ligareform mit bis zu sechs Absteigern gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt wäre. Helfen soll dabei das eingespielte 3-4-3-System, welches in den vergangenen beiden Kreisliga-Spielzeiten 171 Treffer ermöglichte. Doch beim Bezirksliga-Auftakt geizte der Offensiv-Verbund noch mit Toren. Gegen den direkten Konkurrenten TuS Altenberge gab es eine unglückliche 0:1-Niederlage. Das Gegentor fiel nach einem Standard. "Wir sind im Durchschnitt nicht sehr groß", gibt der Trainer eine vermeintliche Schwäche preis, der mit dem Spiel seiner Mannschaft trotz der Niederlage zufrieden war.
Zufrieden ist man in Ochtrup auch mit der Einteilung in die Bezirksliga-Staffel 10, spielte man früher doch auch schon in der Staffel 11. "Mit den Rheinenser Mannschaften oder auch Wettringen haben wir schon schöne Gegner in der Liga", hofft Dinkhoff der Bezirksliga möglichst lange erhalten zu bleiben - mit einer Mannschaft voller Ochtruper natürlich.








































