Bezirksliga 10
Dütschke: „Aufstiegseuphorie nutzen“
von Sascha Keirat
(18.08.11) Wie es ist, aus der Kreisliga A aufzusteigen, weiß Carsten Dütschke nur allzu gut. Der Sportliche Leiter von Westfalia Kinderhaus wirft mit uns einen Ausblick auf die am Sonntag startende Saison.
Carsten, nur wenige wissen ähnlich gut wie Du, wie es ist, in die Bezirksliga aufzusteigen. Viermal ist es Dir als Spieler geglückt. Was sind die wichtigsten „Regeln“ für einen Liga-Neuling?
Erstmal sollte man sich nicht zurücknehmen, sondern versuchen, die Aufstiegseuphorie so lange wie möglich zu nutzen. Andrerseits muss man sich nach drei Jahren, in denen man eigentlich nur Siege gewohnt ist, daran gewöhnen, dass es jetzt auch andere Zeiten geben kann. Außerdem darf man sich potenziellen Abstiegs-Kandidaten gegenüber nicht hochnäsig verhalten.
Wie ordnest Du die Qualität der Westfalia im Vergleich zu den letzten münsterschen Aufsteigern Borussia (2009), Nienberge (2008) und Sprakel (2007) ein?
Bei Sprakel war ich damals selbst Spielertrainer. Da kann ich definitiv sagen, dass es ein Riesen-Unterschied ist – der Kinderhauser Kader ist sowohl in der Qualität als auch Quantität deutlich besser. Im Vergleich zu Nienberge sehe ich das ähnlich. Wir haben jetzt einen großen Kader, in dem wir eigentlich auf jeder Position blind wechseln können, weil sich sehr viele Spieler auf einem Level bewegen. Auch wenn die Ausfälle von Jan Knemeyer und Marco Malcangi zum Auftakt sicher weh tun.
Wo siehst Du eure größten Stärken auf dem Spielfeld?
Ich denke, die liegen im Spielerischen. Wir versuchen, einen sauberen Ball zu spielen und möglicht offensiv zu agieren.
In der Vorbereitung habt ihr hinten die Viererkette installiert. Funktioniert sie schon so, wie ihr es euch vorstellt?
Es läuft akzeptabel. Die Rädchen greifen natürlich noch nicht zu 100 Prozent ineinander, die Automatismen müssen sich noch weiter einspielen. Dennoch haben wir zum Beispiel mit Gerrit Göcking, Matthias Brockhoff oder Norman Sikalieh Leute die, die entweder schon Kette gespielt haben oder zumindest das nötige Spielverständnis mitbringen.
Zum Auftakt am Sonntag geht es gegen Wacker. Was erwartest Du von der Partie?
Ich sehe Wacker als eine der drei, vier besten Mannschaften der Liga. Besonders in der Offensive haben sie mit Wilpsbäumer, Schwinning oder Zellner hohe Qualität. Außerdem mit Bodo Gadomski einen Trainer, der meistens sehr erfolgreich arbeitet. Generell mag ich den Verein sehr gern.
Du selbst hast die Schuhe ja an den Nagel gehängt. Schon dran gewöhnt, nur noch passiv dabei zu sein?
Ja. Bei jeder Einheit, in der ich kurz mitmache, habe ich sofort wieder Probleme mit dem Knorpel im Knie. Ich bin froh über diesen Schritt und hätte ihn schon ein Jahr vorher machen sollen.
Wo siehst Du die Westfalia am Saisonende und wer ist für Dich Titelfavorit?
Ich denke, wir werden 40 Punkte brauchen, um Zehnter zu werden und nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Wenn alles gut läuft, können wir vielleicht das obere Mittelfeld anvisieren. In Sachen Meister tippe ich auf Eintracht Rheine II oder eine Überraschungsmannschaft.









































