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Sassenbergs Momente der Niederlage


Von Andreas Teipel

(06.10.11) Es war ein mit Spannung erwartetes Spitzenspiel, dass gestern Abend in Sassenberg nachgeholt wurde. Gastgeber VfL empfing als Bezirksliga-Absteiger einen der Titelfavoriten, den bislang noch ungeschlagenen SV Drensteinfurt. "Wir hatten uns viel vorgenommen", meinte Sassenbergs Trainer Hubert Fuchs nach dem Spiel, "doch irgendwie ging in den entscheidenden Momenten alles schief." Die Gäste gewannen am Ende verdient mit 4:2 (3:1).

Moment 1: Sassenberg war ins Spiel gestartet mit der Absicht, offensiv und mit Pressing Drensteinfurt in Nöte zu versetzen. SVD-Trainer Ivo Kolobaric brauchte jedoch nur noch diese eine Information, um sein eigenes Spiel auszurichten. Als er erkannt, wie Sassenberg vorgehen wollte, ließ er sofort auf Konter spielen. Patrick Kowalik und Dennis Wagner schlugen zu. Kowalik nach Zuspiel von Matthias Gerigk, Wagner mit einem direkten Freistoß, der VfL-Torwart Marvin Westing vom Pfosten springend unglücklich in den Rücken und dann ins Tor hüpfte. Sassenberg war konsterniert.

Moment 2: Im Laufe der ersten Hälfte fing sich Sassenberg wieder, kam auf und durch Johannes Vogelsang auch wieder auf 1:2 heran. Aus kurzer Distanz hatte der Stürmer eingeschobe. Hoffnung keimte auf und gedieh. Bis direkt vor dem Pausenpfiff erneut Kowalik seine Abschlussstärke bewies. Ihm war ein Pfostenschuss direkt vor den Füßen gelandet. Er ließ sich nicht lange bitten und schickte Sassenberg mit einem 1:3 und jeder Menge Denkstoff in die Kabine.

Moment 3: Mit frischem Mut kehrte der VfL auf das Spielfeld zurück, baute Druck auf und saugte sich durch ein Tor von Igor Wagner erneut an Drensteinfurt heran. In der 65. Minute hatte Wagner den Ball ins lange Eck gezirkelt. Ein schönes Tor. Keine Frage. Doch zehn Minuten später trat Drensteinfurts spielender Co-Trainer Gerigk selbst auf den Plan und zerschlug mit dem vierten Treffer für sein Team endgültig die Ambitionen der Gegner für dieses Spiel.

Drensteinfurt war es über 90 Minuten hinweg gelungen, Sassenberg auszuspielen, nutzte die großen Räume für seine gefährlichen Angriff und entwickelte eine enorme Effizienz bei der Chancenentwicklung und -verwertung. "Taktisch war das vielleicht unser bestes Spiel", kehrt Kolobaric mit seinem Team nun wieder punktgleich mit dem TSV Handorf an die Tabellenspitze zurück.

VfL Sassenberg - SV Drensteinfurt     2:4 (1:3)
0:1 Kowalik (7.), 0:2 D. Wagner (10.),
1:2 Vogelsang (39.), 1:3 Kowalik (45.),
2:3 I. Wagner (65.), 2:4 Gerigk (75.)

Kreisliga A2, Nachholspiel



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