Gewinnspiel
Gelb-Rot und Rot hinterher - geht das?
von Nicolas Hendricks
(04.05.11) Marc Rohrsen ist Kapitän von Marathon Münster und konnte es am Wochenende beim 2:0-Auswärtssieg seiner Elf beim SC Müssingen II nicht lassen, sich über Schiedsrichter Dominik Rielmann aufzuregen. Zuvor hatte der Referee Rohrsen wegen wiederholtem Foulspiels kurz nach dem Seitenwechsel die Gelb-Rote Karte gezeigt.
Nach einer anschließenden Beleidigung des Spielers zeigte Rielmann dem Akteur vor Verlassen des Platzes auch noch die glatt Rote Karte hinterher. „Erst habe ich ihm Gelb-Rot gezeigt, dann hat er mich beleidigt, also gab ich ihm Rot“, berichtet Schiri Rielmann. Klingt erstmal logisch, denn eine verbale Entgleisung gegenüber eines Schiedsrichters soll nicht unbestraft bleiben und eine zuvor gezeigte Ampelkarte darf kein Schutzschild für den Straftäter darstellen.
Aber, geht das regeltechnisch überhaupt?
Nein, es geht nicht. „Dem Schiedsrichter ist dort wohl ein kleiner formeller Fehler unterlaufen, der aber für das Strafmaß des Spielers keinen Unterschied machen wird“, erklärt Schiedsrichter-Lehrwart Jörg Baberschke. Im Klartext bedeutet das, dass der Schiedsrichter den Vorfall wohl melden und einen Sonderbericht anfertigen wird. Rohrsen droht also eine Sperre wegen Schiedsrichterbeleidigung. Die Rote Karte war deshalb überfällig, weil der Spieler durch die ihm gezeigte Ampelkarte schon von dem Spiel ausgeschlossen wurde.








































