Kreisliga A
Klein-Reesink: "Wollen offensiver spielen"
(07.07.10) Christoph Klein-Reesink hat in seiner Fußballer-Karriere viel erlebt und erreicht. Zur kommenden Saison hängt er seine Fußballschuhe zwar noch nicht ganz an den Nagel, aber er wechselt vom Neu-Landesligisten SV Burgsteinfurt in die Kreisliga A zu Germania Horstmar und wird dort Spielertrainer. Was ihn dazu bewogen hat, wie seine Ziele für die kommende Saison aussehen und was sich in Horstmar sonst so tut, verriet er im Interview gegenüber heimspiel-online.
Christoph, Sie sind jetzt 33 Jahre alt. Wie haben sie ihr bisheriges Fußballerleben verbracht?
Klein-Reesink: Ich war bis zur B-Jugend beim SV Burgsteinfurt aktiv, bin dann zu Borussia Emsdetten gewechselt und habe dort in der Verbandsliga gespielt. Später habe ich sowohl bei Eintracht Nordhorn als auch beim FC Eintracht Rheine viele Jahre in der alten Oberliga gekickt. Vor einem Jahr bin ich dann zum SV Burgsteinfurt zurückgekehrt und mit der Mannschaft aus der Bezirks- in die Landesliga aufgestiegen.
Ab der neuen Saison sind Sie Trainer bei Germania Horstmar. Wie ist es dazu gekommen?
Klein-Reesink: Ich hatte vorher keinen Kontakt nach Horstmar, wollte aber nach der abgelaufenen Saison ins Trainergeschäft wechseln. Der Kontakt kam Mitte Februar über Bernhard Haumering zustande. Ich denke, dass Germania mir den idealen Einstieg bieten kann.
Germania Horstmar wollte in der vergangenen Saison aufsteigen, dieses Ziel wurde deutlich verfehlt. Bleibt das Ziel Meisterschaft auch in der kommenden Spielzeit bestehen?
Klein-Reesink: Diesen totalen Druck werde ich uns sicher nicht auferlegen. Zum einen, weil ich weiß, wie schwer dieses Ziel zu erreichen ist. Das hat man in der letzten Saison gesehen. Zum anderen haben wir mit dem SV Wilmsberg einen absoluten Topfavoriten mit in der Liga. Auch Ochtrup, Metelen und Borussia Emsdetten II werden da oben mitmischen. Deswegen lautet unser Ziel, besser zu sein als in der letzten Saison.
Um dieses Ziel zu erreichen, haben Sie einige Spieler aus Burgsteinfurt mitgebracht. In wieweit werden diese Spieler dem Team weiterhelfen?
Klein-Reesink: Mitgebracht hört sich immer so an, als hätte ich sie dem SV Burgsteinfurt einfach weggenommen. Aber man muss bedenken, dass Spieler wie Sven Sunke oder Stefan Gremplinski bis vor einem Jahr in Horstmar gespielt haben. Sie kehren also zu ihrem Stammverein zurück. Dazu kommen der A-Jugendlichen Timo Lindstroth, der keine Perspektive in der Landesliga gesehen hat und Tobias Ravert, der in der abgelaufenen Hinrunde wenig Einsatzzeit hatte. Alle werden uns sicher weiterhelfen.
Was wird unter Ihnen denn neu in Horstmar, und was tut sich derzeit auch ohne Ihr mitwirken im Verein?
Klein-Reesink: Spielerisch wollen wir sicher ein wenig offensiver spielen. Wie das vom Spielsystem genau aussieht, dass entscheidet sich erst nach der Vorbereitung. Da müssen alle sehr viel arbeiten. Im Verein merkt man die Aufbruchstimmung, die sicher auch mit der 100-Jahr-Feier in diesen Tagen zusammenhängt. Es gibt einen neuen Kunstrasenplatz, und auch andere Neuerungen werden ausprobiert. Ich will einiges bewegen und merke, dass meine Wünsche angenommen werden. Trotzdem werde ich nicht den kompletten Verein umkrempeln. Germania Horstmar ist Germania Horstmar - und bleibt das auch.








