Kreisliga A
Hauenhorst, Wettringen und Portu die Gewinner des Spieltags
(03.05.10) Auf einen Ausrutscher des Tabellenführers aus Hauenhorst hatte die Liga am 27. Spieltag heimlich gehofft. Daraus wurde nichts, denn die Germania siegte ebenso, wie Wettringen II und Portu Rheine auf der anderen Seite der Tabelle einen Riesensatz in Richtung Klassenverbleib machten. Hier nun die Spiele im einzelnen:
Sechsmal Alu in einem „super Spiel“
„Das war ein super Spiel von beiden“, freute sich Arminen-Coach Stefan Dinkhoff nach der Partie, die „auch hätte 6:4 ausgehen können“. Damit spielte Dinkhoff auf die sechs Aluminium-Treffer in der Partie an. Auf Seiten der Ochtruper waren Björn Stoth (20./55.) und Matthias Ransmann (25.) im Pech. Umso größer fiel der Jubel aus, als Ransmann fünf Minuten vor dem Abpfiff doch noch den 2:1-Siegtreffer erzielte. Steffen Beckmann hatte zuvor weit eingeworfen, Ransmann drehte sich zum Tor und traf ins Netz (85.).
In der ersten Halbzeit, die Ochtrup dominierte, hatte Pawel Ozog sein Team früh in Front geschossen (8.). Neuenkirchens Daniel Ross glich per „Super-Freistoß“ (Dinkhoff) nach 19 Minuten aus. „Trotzdem war das Spiel wirklich hervorragend von uns“, so Dinkhoff. Da auch Konkurrent Germania Hauenhorst mit 3:0 gegen Laer gewann, bleibt der Coach pessimistisch in Sachen Meisterschaft. „Die werden sich das jetzt nicht mehr nehmen lassen.“
Auch SuS-Trainer Manfred Köning sah ein „klasse Kreisliga A-Spiel, sogar der Schiedsrichter hat gut gepfiffen.“ Bitter für Neuenkrichen, dass die SuS-Spieler Thomas Kahlert (55./Pfosten), Christian Stegemann (59./Latte) und Daniel Ross (61./Lattenkreuz) dreimal binnen kürzester Zeit mit dem Torgerüst Bekanntschaft machten. „Ich bin mit der Leistung sehr zufrieden. Heute hat die glücklichere Mannschaft gewonnen“, findet Köning.
SuS Neuenkirchen II – Arminia Ochtrup 1:2 (1:1)
0:1 Ozog (8.) 1:1 Ross (19.)
1:2 M. Ransmann (85.)
Hauenhorst setzt Ausrufezeichen
Germania Hauenhorst bleibt nach dem 3:0 (1:0)-Erfolg über den TuS Laer 08 weiter auf Kurs Bezirksliga-Aufstieg. „Mit dem Sieg haben wir sicherlich ein Ausrufezeichen gesetzt. Das war auch ein Sieg für die Psyche“, freute sich Germania-Trainer Claus Fischer nach dem Erfolg über den Tabellensiebten. „Alle haben gekämpft, deswegen haben wir verdient gewonnen“, so Fischer weiter.
Dabei fiel das 1:0 nur, weil Laer-Libero Daniel Daßmann im eigenen Strafraum zu lautstark meckerte. Folglich entschied Schiedsrichter Wilfried Helmer auf indirekten Freistoß. „Daniel weiß, dass das nicht in Ordnung war“, erklärte TuS-Spielertrainer Thomas Fraundörfer zu der Szene. Germanen-Stürmer Daniel Kühs nahm die Einladung an und hämmerte den Ball aus 14 Metern in die Maschen. Später traf wieder Kühs (65.) zur Vorentscheidung, André Bischoff hatte ihn diesmal frei gespielt. Den Schlusspunkt setzte Boris Vandeck, der eine Freistoß-Flanke per Kopf in den Torwinkel beförderte (76.).
„Wir waren hier lange Zeit ebenbürtig. Hauenhorst hat aufgrund der zweiten Halbzeit sicherlich verdient gewonnen, auch wenn das Ergebnis unter dem Strich vielleicht zu hoch ausgefallen ist“, bilanzierte Fraundörfer nach der Partie. Besonders in der Phase kurz vor dem Seitenwechsel dominierte sein Team, doch Florian Faune (38.) und Kai Bröker (40.) verfehlten das gegnerische Gehäuse jeweils knapp.
Germania Hauenhorst – TuS Laer 08 3:0 (1:0)
1:0 Kühs (13.) 2:0 Kühs (65.)
3:0 Vandeck (76.)
Vorwärts macht ganz großen Schritt
Vorwärts Wettringen II hat mit dem 3:0 (0:0)-Erfolg beim SC Altenrheine einen ganz großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. „Jetzt haben wir wirklich eine sehr gute Ausgangsposition für die letzten Spiele“, freut sich Carsten Hewing, Co-Trainer der Vorwärts-Reserve, nach dem Spiel.
Dabei brachten die Wettringer aus dem Spiel heraus nicht wirklich viel zustande, denn alle drei Treffer fielen bei Standart-Situationen. Erst traf Frank Wellkamp im Nachsetzen nach einer Ecke von Sven Kronfeld (58.). Dann traf Kronfeld selbst, als er einen Freistoß von der halblinken Seite mit seinem starken linken Fuß um die Mauer herum ins Eck zirkelte (67.). Nur kurze Zeit später war es Timo Berning, der wieder nach einem Eckball traf (70.).
„Ich habe mein Team vor den Standards gewarnt“, ärgerte sich SCA-Trainer Frank Karlisch über die drei Gegentreffer. In der ersten Halbzeit hätte sein Team auch in Führung gehen können, doch Pascal Garnings scheiterte im Eins-Gegen-Eins am gegnerischen Schlussmann (25.). Knapp zehn Minuten vor dem Ende sah Wettringens Simon Hüwe die Ampelkarte (wied. Foul.).
SC Altenrheine – Vorwärts Wettringen II 0:3 (0:0)
0:1 Wellkamp (58.) 0:2 Kronfeld (67.)
0:3 Berning (70.)
Erster großer Fehler entscheidet
Hätte Westfalia Bilk bei Portu Rheine gewonnen, so wäre das Team von Heinz Feitel in der Tabelle an den Portugiesen vorbeigezogen. Doch durch den Treffer von Helga Coelho (78.) trennen beide Teams im Abstiegskampf nun fünf Punkte. „Das ist natürlich sehr ärgerlich. Wir haben versäumt, die Tore zu schießen und einen dummen Fehler gemacht. Vor dem Gegentreffer haben wir die Gelegenheit zu klären, schlagen aber den Ball nicht hinten raus“, ärgerte sich Feitel noch lange nach der Partie über Coelhos Siegtreffer.
„Wir hätten auch schon früher in Führung gehen können. Natürlich ist der Sieg absolut verdient, denn wir haben hinten wenig zugelassen und das Spiel immer im Griff gehabt“, bilanzierte Portu-Trainer Dirk Koralewski nach dem wichtigen Dreier. Die größten Gelegenheiten der Gäste vergaben Manfred Voss und Daniel Feitel Mitte der zweiten Halbzeit, aber beide verfehlten das Portu-Gehäuse knapp.
Portu Rheine hat mit dem Erfolg gegen die direkte Konkurrenz einen großen Schritt in in Richtung Klassenverbleib gemacht, denn das Koralewski-Team hat noch ein Nachholspiel in petto und bereits sechs Punkte Vorsprung auf Rang 14. Westfalia hat drei Spieltage vor dem Saisonende weiterhin einen Zähler mehr als der SV Mesum II, die auf dem ersten Abstiegsplatz rangieren.
Portu Rheine – Westfalia Bilk 1:0 (0:0)
1:0 Coelho (78.)
Matellia siegt im Derby
Matellia Metelen hat am Sonntag einen 4:2 (0:1)-Derbysieg über Germania Horstmar gefeiert. Matchwinner war Matellias Bernd Weßeling, der das Spiel beim Stande von 0:2 mit einem lupenreinen Hattrick drehte, und das, nachdem er im ersten Durchgang noch einen Elfmeter verschossen hatte (33.). Dabei traf Weßeling erst zweimal per Kopf (64./66.). Wiederum nur wenige Minuten später verwandelte er einen Eckball direkt ins Tor (73.).
Schon zu Beginn der Partie bestimmte die Elf von Markus Pels das Geschehen, scheiterte aber mit ihren guten Möglichkeiten immer wieder an Michael Schenkwald, der das Germanen-Tor nach den Ausfällen der beiden Stamm-Keeper hütete, obwohl er eigentlich Feldspieler ist. Schenkwald gelang sogar das Künststück, den Weßeling-Strafstoß zu halten. „Michael hat uns in der ersten Halbzeit lange im Spiel gehalten“, freute sich Horstmar-Trainer Boris Wellermann über die Leistung seines Not-Torhüters.
„Wenn du vorne die Dinger nicht machst, wirst du halt bestraft“, analysierte Metelen-Trainer Pels den Verlauf der ersten Halbzeit, denn Germania traf durch Tim Hellenkamp zur schmeichelhaften 1:0-Pausenfürhung (44./FE). Als nach dem Seitenwechsel Marc Hammering sogar zum 2:0 traf (52.), schien der Spielverlauf völlig auf den Kopf gestellt. Nach Weßelings-Hattrick und dem späten 4:2 durch Laurenz musste aber auch Wellermann zugeben: „Die Niederlage ist zwar ärgerlich, aber verdient.“
Matellia Metelen – Germania Horstmar 4:2 (0:1)
0:1 Hellenkamp (44./FE) 0:2 Hammering (52.)
1:2 Weßeling (64.) 2:2 Weßeling (66.)
3:2 Weßeling (73.) 4:2 Laurenz (83.)
Krümbergs großer Wille
„Der wollte das Ding einfach machen“, beschreibt Eintracht Rodde-Trainer Markus Hunz die Szene kurz vor der Pause: Nach einer tollen Kombination tauchte Eintracht-Verteidiger Henning Krümberg auf einmal vor dem Mesumer Tor auf und versenkte das Leder in Gerd-Müller-Manier gegen seinen Gegenspieler (45.). Zuvor hatte Matthias Heeke die Gäste per Rechtsschuss in Front geschossen (19.), Mesums Brüning besorgte den Ausgleich, nachdem Rodde-Libero Tobias Walters den Ball vertändelt hatte (25.).
Das vorentscheidende dritte Tor fiel über die rechte Seite. Michael Machritzke hatte sich gegen seinen Gegenspieler durchgesetzt und quergelegt. Heeke hatte aus fünf Metern keine Mühe, seinen zweiten Treffer zu erzielen (68.). Für Rodde war der 3:1 (2:1)-Erfolg bei der Mesumer Reserve der erste Sieg der Rückrunde. „Den haben wir uns aber so was von redlich verdient“, so Hunz.
Mesum bleibt durch die Niederlage weiterhin auf dem ersten Abstiegsrang der Kreisliga A. SV II-Coach Ralf Schipp hofft nun darauf, dass sein Team in den kommenden drei Spielen doch noch den Klassenverbleib unter Dach und Fach bringt.
SV Mesum II – Eintracht Rodde 1:3 (1:2)
0:1 Heeke (19.) 1:1 Brüning (25.)
1:2 Krümberg (45.) 1:3 Heeke (68.)
Frühe Weichenstellung von Borussia III
„Das war ein großer Schritt, aber noch nicht die Entscheidung“, freute sich Jörg Sievers, Trainer der dritten Mannschaft von Borussia Emsdetten über den 5:1 (3:0)-Erfolg bei Schlusslicht GW Rheine II. „Durch die günstigen anderen Ergebnisse an diesem Wochenende haben wir nun ein Fünf-Punkte-Polster auf die Abstiegszone“, weiß Sievers.
Gegen schwache Rheinenser stellte Borussia III bereits in der ersten Hälfte die Weichen auf Sieg. Nils Krampe (11.) und Thorsten Recker (45.) trafen für Emsdetten, außerdem steuerte Grün-Weiß ein Eigentor (22.) bei. „Nach der Pause haben wir etwas den Faden verloren, aber das war nicht schlimm, weil GW heute wirklich schlecht war“, erklärte Sievers nach der Partie.
Nach dem 1:3-Anschlusstreffer (65.) warf Rheine alles nach vorne, und wurde postwendend durch Reckers 4:1 (66.) bestraft. Den 5:1-Endstand besorgte Marko Lohaus, denn sein Flankenversuch verunglückte – und senkte sich am langen Pfosten ins Netz (85.). „Der Sieg geht absolut in Ordnung, ich bin zufrieden mit der Leistung und dem Ergebnis“, so Sievers abschließend.
GW Rheine II – Borussia Emsdetten III 1:5 (0:3)
0:1 Krampe (11.), 0:2 (22./ET)
0:3 Recker (45./FE), 1:3 (65.)
1:4 Recker (66.), 1:5 Lohaus (85.)
Weitere Spielberichte folgen in Kürze








