Kreisliga A
Doppelinterview zum Abstiegskracher
(18.02.11) Wer kennt es nicht, das Böse A-Wort „Abstieg“. Doch bevor dieses in den Mund genommen wird, steht der Abstiegskampf bevor. Dort befinden sich aktuell der Tabellen-16. der Kreisliga A, Eintracht Rodde, und Vorwärts Wettringen II (14.). Beide Teams treffen am Wochenende in Rodde aufeinander. Vor dem Sechs-Punkte-Spiel sprachen wir mit den beiden Coaches Marc Wiethölter (Rodde) und Carsten Hewing (Wettringen).
Hallo Carsten, hallo Marc. Ihre Teams stecken beide im Tabellenkeller der Liga. Nun treffen sie am Sonntag im direkten Duell aufeinander. Wie groß ist die Bedeutung dieses Spiels für Sie und Ihre Teams?
Hewing: Natürlich ist das Spiel wichtig, da es gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf geht. Aber es ist auch nur ein einziges Fußballspiel, deswegen dürfen wir uns auch nicht zu viele Gedanken machen. Trotzdem: wer verliert, steht weiter tief unten drin.
Wiethölter: Die Partie ist sicherlich sehr wichtig, trotzdem darf man es nicht überbewerten, da uns insgesamt ja noch 15 Spiele bevorstehen. Allerdings muss ich zugeben, dass es sehr eng für uns wird in den kommenden Wochen, wenn wir verlieren sollten.
Wie gehen Sie und Ihre Mannschaft mit der aktuellen Situation um?
Hewing: Wir schauen von Spiel zu Spiel und wollen weiter Punkte sammeln. Ganz sicher werden wir uns nicht die Tabelle in die Kabine hängen und immer wieder darauf schauen. Die Jungs wissen schon lange, worum es geht. Wir standen ja schon den gesamten Winter über ganz unten drin.
Wiethölter: Die Verunsicherung im Team ist zu spüren, aber das ist normal in so einer Situation. Leider werfen wir uns immer wieder selber Knüppel zwischen die Beine, machen individuelle Fehler oder holen uns dumme Rote Karten ab. Wir als Mannschaft müssen uns jetzt wieder auf die Grundtugenden des Fußballs besinnen: kämpfen, kratzen, beißen. Ich persönlich versuche im Training Spaß zu vermitteln. Wir machen viel auf’s Tor und spielen, um die Stimmung weiter hoch zu halten. Ich sehe eben auch viele positive Dinge. Die Jungs ziehen super mit.
Was erwarten sie am Wochenende für einen Gegner?
Hewing: Rodde hat die beiden Spiele im neuen Jahre verloren. Deswegen werden sie kämpferisch und körperlich sicher alles in die Wagschale werfen. Wenn wir auch nur ein paar Prozent weniger geben als der Gegner, dann wird es für uns in Rodde ganz sicher nichts zu holen geben.
Wiethölter: Mit Dirk Schophuis hat Vorwärts einen überragenden Torhüter, ich frage mich, warum der nicht mehr in der Ersten spielt. Ich erwarte einen defensiv eingestellten Gegner, der aber trotzdem immer wieder gefährlich und schnell nach vorne spielt. Wir müssen dagegenhalten, dürfen aber nicht ins offene Messer laufen.








