Kreisliga A
Stephan Sloot coacht A-Ligisten
von Nicolas Hendricks
(15.06.11) Den meisten Fußballern im Münsterland ist er ein Begriff. Nicht nur in seiner Heimatstadt Rheine kennt man ihn, auch in Münster machte er sich als Regionalliga-Spieler beim SC Preußen zwischen 2001 und 2003 und später beim 1.FC Gievenbeck in der Landesliga einen Namen. Die Rede ist von Stephan Sloot, der vor gut einem Jahr beim FC Eintracht Rheine seine aktive Karriere als Spieler aufgrund von anhaltenden Verletzungsproblemen beenden musste.
Jetzt sucht der 29-Jährige eine neue sportliche Perspektive und wechselt ins Trainergeschäft. Ab der kommenden Saison coacht der Ex-Preuße den Steinfurter A-Ligisten Portu Rheine. „Natürlich sind die Bedingungen dort anders und der Wechsel zu Portu wird für mich eine Umstellung sein – aber eben auch eine neue Herausforderung“, sagt Sloot. „Viele Portugiesen kenne ich seit vielen Jahren, es gibt einige Talente in der Mannschaft. Wir wollen dort gemeinsam wachsen“, hofft der ehemalige Mittelfeldspieler auf eine langfristige Zusammenarbeit.
Dabei konnte der aktuelle Kader bis auf Selim Iflazoglu (wechselt zu SF Gellendorf) gehalten werden. Darüber hinaus verstärken sechs Neuzugänge das Team. So kommen Kevin Osagie, Jan-Henrik Borchading (beide SV Mesum II) und Christoph Rading (SV Wilmsberg) für die zentralen Positionen im Mittelfeld. Außerdem reaktivierte Sloot Keeper André Liebich aus Neuenkirchen und verpflichtete mit Salih Beyaz von Türk Rheine einen richtigen Knipser aus der Kreisliga B, der in der abgelaufenen Spielzeit insgesamt 24-Treffer erzielte. Für die linke Außenbahn wird außerdem Yigit Ersen aus der Portu-Reserve hochgezogen.
Wohl kein Comeback auf dem Platz
Sloot selbst will zwar „topfit“ in die Saison-Vorbereitung gehen, denk aber eher nicht an ein Comeback auf dem grünen Rasen. „Mal sehen, ob das der Fuß zulässt, ich denke aber nicht“, deutet Sloot auf gleich mehrere Bänderrisse im Sprunggelenk hin, die er sich in den letzten Jahren immer wieder zuzog. Als Coach will der Rheinenser vor allem das spielerische Element fördern und wann immer es geht „das Spiel machen“. „Ich denke, wir werden in einem 3-5-2-System auflaufen“, verrät der BWL-Student. Als Co-Trainer wird ihm sein Kumpel Christian Ahrens zur Seite stehen, der als sehr gelassen gilt, aber über einen enormen Fußball-Sachverstand verfügt.
Nelson Gomez aus dem Portu-Vorstand freut sich auf die kommende Spielzeit und die Sloot-Ära: „Stephan ist schon jetzt sehr fleißig und hat von uns freie Hand bekommen. Er setzt sehr hohe Maßstäbe. Wir konnten ihn eher durch Zufall für uns gewinnen, jetzt wollen wir in der kommenden Saison oben mitspielen“. Noch-Trainer Dirk Koralewski hatte bereits vor Monaten seinen Abschied angekündigt, um eine Pause einzulegen.








