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Stimmen nach Hitzeschlachten: "Riesenskandal"


Von Nicolas Hendricks und Lutz Hackmann

(20.08.12) In einem Punkt waren sich alle Beteiligten einig: Gestern war kein normaler Spieltag. Auf 38,5 Grad kletterte beispielsweise das Thermometer bei der Begegnung zwischen GW Rheine und Wacker Mecklenbeck. Mit Michael Fleddermann und Bodo Gadomski fragten sich beide Coaches nach dem Sinn, den Spieltag überhaupt durchzuziehen. Ähnliches geschah auch auf den anderen Bezirksliga-12-Plätzen. Vor allem aufgrund der Tatsache, dass nur wenige Kilometer entfernt die Begegnung zwischen dem SV Burgsteinfurt und Borussia Münster abgesagt wurde.

In Steinfurt nämlich setzte sich Schiedsrichter Christian Rübenstahl mit den Trainern Dirk Bültbrun (SV Burgsteinfurt) und Andrea Balderi (Borussia Münster) zusammen und entschied sich kurzfristig dazu, die Begegnung abzusagen. „Ich will nicht die Verantwortung dafür übernehmen, dass den Jungs bei der Hitze etwas passiert“, teilte Balderi dem Schiedsrichter mit. Dieser stimmte zu, kurz darauf traten die Borussen unverrichteter Dinge die Heimreise an. Nicht zu Unrecht, wie sich später herausstellte. So brach beispielsweise bei der Westfalenliga-Begegnung zwischen dem SV Herbern und dem SuS Stadtlohn Gäste-Akteur Jan-Niklas Temme nach 85 Minuten zusammen. Zum Glück verließ der Abwehrmann noch am selben Abend das Krankenhaus.

Mail an die Schiedsrichter

Zum Hintergrund: Die Verantwortlichen des FLVW setzten sich am Freitagabend zusammen und entschlossen sich aufgrund der zu erwartenden Hitze, alle Schiedsrichter per Mail zu informieren, dass diese gemeinsam mit den Trainern vor Ort entscheiden sollen, ob ein Spiel stattfinden solle – oder eben nicht. Allerdings verschickte der FLVW diese Mails erst am Samstagmorgen. Nicht rechtzeitig genug, um damit jeden Schiedsrichter zu erreichen.

„Für mich ist das immer noch ein Riesenskandal“, schimpfte Gadomski einen Tag nach dem Spiel. „Entweder es spielen alle um 15 Uhr, alle um 18 Uhr - oder es spielt gar keiner. Das grenzt an Wettbewerbsverzerrung. Ein denkbar schlechter Start dieser tollen Liga“, so Gadomski.

Keine Info an Medien oder Vereine

„Ich mache den Schiedsrichtern keinen Vorwurf, frage mich aber, warum man nicht auch die Vereine mit angeschrieben hat. Oder ganz einfach die Medien. So wäre die Nachricht umgehend verbreitet worden“, so Wackers Sportlicher Leiter Jan Lauhoff. Am Schotthock in Rheine wusste jedenfalls niemand von der Mail. Dafür zollte Lauhoff dem Ausrichter aber ein dickes Sonderlob: „Eines muss auch mal gesagt werden: Grün-Weiß Rheine hat hier mit Wasserschläuchen, Flaschen und Eimern für beide Mannschaften alles dafür getan, um das Spiel bestmöglich über die Bühne gehen zu lassen.“

Beim Favoritentreffen zwischen dem SC Münster 08 und Emsdetten 05 sprach 08-Trainer Thomas Höppner von „grenzwertigen Bedingungen. Ich musste als Trainer immer wieder in den Schatten gehen. Ich habe echt Respekt vor den Spielern, die sind läuferisch über sich hinaus gewachsen“, so Höppner. Auch am Nullacht-Sportplatz standen Wassereimer bereit, darüber hinaus räumte Schiedsrichter Henning Off aus Herbern pro Halbzeit eine zusätzliche Trinkpause ein.

Lösung mit Weitsicht

Stefan Henning von der SG Telgte kann „die Aufregung von einigen Kollegen überhaupt nicht verstehen.“ Henning händelte die Wetterproblematik mit Weitsicht, einigte sich in kürzester Frist mit Gegner GW Gelmer auf eine Verlegung in die Abendstunden. „Dass es so knallheiß werde würde, stand doch schon am Dienstag fest“, so der Telgter. Am Mittwoch kontaktierte Henning GWG-Sportleiter Boris Wellermann mit dem Gedanken, die Partie von 15 Uhr auf 18.30 Uhr zu verlegen.

Wellermann war sofort d´accord, am Donnerstag gab Staffelleiter Friedel Upmann Grünes Licht, und auch der angesetzte Schiedsrichter – der musste immerhin aus Höxter anreisen – hatte Verständnis für diese Idee und willigte umgehend ein. „So etwas war doch für jeden anderen Verein auch machbar.“ Zumal Upmann noch bestätigte, dass eine Verlegung um ein paar Stunden nach hinten am  Spieltag selbst noch problemlos möglich gewesen wäre. „Daher verstehe ich auch nicht, wie man da den Verband kritisieren kann. Das finde ich schon reichlich anmaßend!“



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