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Witali Ganske (h.) brachte Mesum früh in Führung.

Mesum siegt trotz Freitag-Festspielen


von Fabian Renger

(04.10.15) Wenn es für jede vergebene Torchance eine Prämie geben würde, dann wäre das Heimspiel des SV Mesum gegen den SV Herbern für die Offensiv-Abteilung aus Rheines Süden ein voller Erfolg gewesen. Letztlich war das 2:1 (1:0) jedoch eine denkbar knappe Angelegenheit, bei der die Mesumer reihenweise todsichere Dinger kläglich vergaben oder an den Pranken des hervorragend aufgelegten Gäste-Schnappers Sven Freitag scheiterten. Aber auch Mesums Keeper Max Schmalz muss lobend erwähnt werden, schließlich wehrte der Schlussmann kurz vor der Halbzeitpause einen Elfer in glänzender Manier ab.

Mesum war im Gegensatz zur Vorwoche, wo man in Gemen erst in allerletzter Sekunde den Sack zumachte, kaum wieder zu erkennen und legte prompt los wie von der Tarantel gestochen. In der vierten Minute machte das SVM-Offensivduo das Spiel schnell. Vitali Ganske spielte auf links das Leder gescheit auf Felix Stehr, doch der Zehner scheiterte mit seinem Abschluss an Freitag. Ganske stand in der Mitte goldrichtig und staubte zur frühen Führung ab – 1:0. Drei Minuten darauf wurschtelte sich Stehr durch die gesamte Herbern-Defensive, doch wieder war bei Freitag Endstation. Das war noch lange nicht alles in der turbulenten Anfangsphase, denn nur 60 Sekunden später hatte Stefan Gradert das 2:0 auf den Fuß. Wunderbar frei gespielt von Julian Wolf lief er alleine aufs Gäste-Gehäuse zu und hätte eigentlich nur noch querlegen müssen – das misslang völlig, die Murmel rollte am Tor vorbei.

 

Turbulenter Beginn

 

Auch die Gäste waren kaum wiederzuerkennen. Immerhin vier Pflichtspiel-Siege in Folge konnten die Jungs von Christian Bentrup zuletzt verbuchen, doch heute sah der Coach davon gar nichts. „Wir haben alles vermissen lassen, was zum Fußball gehört“, ging er mit seiner Elf hart ins Gericht. Viel ging anfangs über die rechte Seite, wo sich der bärenstarke Dominick Lünnemann dumm und dämlich ackerte und ständig seinen Mannschaftskameraden Daniel Krüger suchte. Nach 13 Minuten hätte das dann auch beinahe geklappt, doch Krüger semmelte das Leder aus kurzer Distanz in den Mesumer Nachmittagshimmel. 

 

Nach der ansehnlichen ersten Viertelstunde verflachte das Spiel vorerst zusehends, beide Seiten waren zwar bemüht, doch wirklich Zwingendes spielte sich hüben wie drüben nicht mehr ab. Bis die letzten zehn Minuten anbrachen. Der mal wieder sich seine Lunge aus dem Hals rackernde David „Champ“ Rieke steckte durch auf Tobias Göttlich, doch dessen flache Hereingabe verpasste sowohl Freund als auch Feind. Auf der Gegenseite bekam es Max Schmalz erst mit einem Freistoß von Dennis Hölscher zutun, den er aber ebenso entschärfte wie im 1:1-Duell gegen Krüger. Wenig später gab's dieses Duell wieder. Der Heim-Torwart rettete gegen den aufmüpfigen Angreifer, der fiel nach einer leichten Berührung direkt. Referee Christoph Drastig zeigte auf den Punkt. Konnte man, musste man aber nicht geben. Philipp Dubicki schnappte sich den Ball, jagte ihn in die linke Ecke – gar nicht schlecht geschossen, aber Schmalz parierte ganz, ganz stark (40.).

 

Schmalz pariert Elfer

 

Nach der Pause durften die Gelb-Blauen Gäste dann aber doch noch die Arme hochreißen. Nach müdem Beginn musste dabei ein Freistoß aus gut 20 Metern in halbrechter Position herhalten. Sebastian Schütte nagelte ihn in die Maschen – 1:1 (53.). Herbern riss das Spiel kurzzeitig an sich, ohne jedoch irgendwie dem Tor wieder nahe zu kommen. Und dann forderte Guido Göcke auf Mesumer Seite lauthals, dass man die Ruhe bewahren müsse. Es dauerte, aber nach einer guten Stunde waren seine Kollegen wirklich wieder zurück. Erst schnibbelte man Stehr den Ball auf der linken Seite nach einem feinen Alleingang im letzten Moment noch weg, aber kurz darauf war der „Champ“ alleine auf weiter Flur, nachdem er von Göcke geschickt wurde. Das blonde Kampfschwein hatte leichtes Spiel und ließ Freitag keine Abwehrchance – 2:1 (62.).  

 

120 Sekunden später war es dann soweit: Die Freitag-Festspiele begannen. Erst vereitelte er im1:1 gegen Ganske eine weitere 1000%ige, den Nachschuss haute Julian Wolf meilenweit drüber. In der 67. macht Freitag auch Wolf wahnsinnig und wieder nur eine Minute später war nochmal Stehr der Unglücksrabe. Freitag hielt einfach (fast) alles an diesem Tag.

 

Freitag-Festspiele

 

Als sich dann Ganske 14 Minuten vorm Abpfiff auf rechts durchtankte und Stehr völlig frei in der Mitte stand, hatten die anwesenden knapp achtzig Gäste einmal mehr den Torschrei auf den Lippen. Diesmal scheiterte Stehr aber an sich selbst und dribbelte sich selbst schwindelig, statt den Ball einfach reinzuschieben. Es blieb beim 2:1, das Mesums Coach Norbert Tillar nach Abpfiff als „das beste Spiel seit Monaten bezeichnete. Kompliment an meine Jungs.“ Und beide Übungsleiter waren sich in einem einig: Mesums Sieg war hochverdient – und Freitags Form unfassbar.

 

SV Mesum – SV Herbern    2:1 (1:0)
1:0 Ganske (4.), 1:1 Schütte (53.)
2:1 Rieke (62.)



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