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Ismail Atalan erwartet mit Lotte am Dienstag Borussia Dortmund. Foto: Peperhowe

"Nie vergessen, wo man herkommt"


Von Alex Piccin

(27.02.17) Die Gemeinde steht Kopf, seitdem am späten Abend des 8. Februars das dicke DFB-Pokal-Los gezogen worden ist. Die Sportfreunde aus Lotte empfangen Borussia Dortmund im Viertelfinale des nationalen Pokalwettbewerbs. Es sei jedoch gar nicht das wichtigste Spiel der Vereinsgeschichte. Das betont Coach Ismail Atalan gleich. Welchen Stellenwert dieses Match hat, was es für den Verein bedeutet, seine eigene Zukunft, das schnelllebige Geschäft und seine Zeit im Münsteraner Amateurfußball – darüber spricht Atalan im Interview.

Herr Atalan, wie viele Freikarten mussten Sie für die Partie gegen Dortmund besorgen?

Ismail Atalan: Ich glaube, ich werde viele Freunde verlieren in nächster Zeit (lacht). Es ist schon der Wahnsinn. Ich hätte ohne Probleme 250, 350 Karten gebrauchen können. Es tut mir auch sehr leid, dass ich nicht alle zufrieden stellen kann. Am liebsten würde ich alle einladen.

Welches Adjektiv würden Sie wählen, um die Partie gegen Dortmund zu umschreiben?

Atalan: Das ist nicht so einfach. Jedenfalls ist es nicht das wichtigste Spiel. Das war jenes gegen Mannheim (Bei Waldhof machten die Sportfreunde in der Vorsaison den Aufstieg in die Dritte Liga klar – Anm. d. Red.). Das Spiel gegen Dortmund ist auch kein Bonusspiel, denn wir werden es angehen wie jedes andere auch.

Wird Lotte von diesem Saisonhighlight auch in Zukunft zehren können? Wie sind die Sportfreunde aufgestellt?

Atalan: Der Verein muss sich zunächst an die Umgebung gewöhnen. Alles, was zu schnell geht, fällt auch sehr schnell. Deswegen sollte man sich jetzt behutsam aufbauen, in dieser Saison die Liga halten und sich in ein, zwei Jahren etwas aufbauen. Ich glaube, finanziell haben wir dieses Jahr eine sehr, sehr gute Basis gelegt, so dass man im Sommer ein bisschen mehr Qualität holen kann.

Und wie sieht es strukturell im Verein aus?

Atalan: Mit den zusätzlichen Einnahmen sollte man auch etwas für die Infrastruktur tun. Solange sie so bleibt, wie sie jetzt ist, wird es schwer sein. Noch sehe ich keine große Zukunft, es kann aber was werden.

Wie fühlt man sich als kleine Gemeinde zwischen zwei großen Städten – sprich als „kleine“ Sportfreunde zwischen den großen Teams VfL Osnabrück und Preußen Münster?

Atalan: Wir fühlen uns sehr wohl. Es ist nun mal so, das sind die großen Nachbarn. Das haben sich der VfL wie Preußen über 50, 60, 70 Jahre erarbeitet und das ist auch gut so. Unser Ziel ist es, das Maximale aus dem Dorf, aus dem, was uns zur Verfügung steht, herauszuholen. Das machen wir ganz gut. Aber es ist trotzdem für uns schwer, weil die ganzen Zuschauer zu Preußen Münster oder nach Osnabrück gehen. Wir versuchen, mit attraktivem Fußball ein paar Zuschauer mehr zu bekommen. Die Rolle ist okay, damit können wir leben. Im Endeffekt können wir nur die Leistung bringen. Aber wir blicken auch nicht neidisch rüber, denn sie haben es sich über viele Jahre erarbeitet. Wer weiß, wenn Lotte auch über einen längeren Zeitraum in diese Arbeit investiert, können wir vielleicht auch mal sagen: „Wir sind ein großer Nachbar.“ Stand jetzt sind wir jedoch meilenweit davon entfernt.

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