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Bezirksliga Münsterland 2

In seine Timouts gibt es für niemanden lange zu überlegen, was Trainer Jörg Kries wohl gemeint hat. Dafür ist der neue Coach der HSG Preußen/Borussia zu gerade heraus. Foto: Teipel

Kriens erhebt klare Worte zum Prinzip


Von Andreas Teipel

(23.11.20) Man muss nicht lange in der Halle suchen, um herauszufinden, wer Trainer der HSG Preußen/Münster ist. Noch bevor man ihn sieht, hat man ihn wahrscheinlich schon gehört: Jörg Kriens ist seit dem Sommer neuer Trainer des Münsteraner Bezirksligisten und seine Art kommt an. Denn sooo schlimm, wie eingangs beschrieben ist er nun auch wieder nicht. Erst im Sommer gekommen hat er schnell im Team der HSG seinen Respekt verdient: "Jörg macht klare Ansagen und kommt auch über Authorität - was die Mannschaft durchaus zu schätzen weiß", so Florian Jonitz, Ex-Spieler und amtierender Vorsitzender der Spielgemeinschaft. 

Jonitz hatte sich vor rund einem Jahr auf die Suche nach einem Nachfolger für den langjährigen aber nun scheidenden Trainer Bastian Constapel gemacht. Dabei kam er auch ins Gespräch mit dem heute 46-jährigen Kriens. "Ein paar Nordwalder Bekannte von mir haben den Daumen gleich hochgehoben, als ich nach seinem Namen fragte", so Jonitz. Wieso Nordwalde? Nun, hier liegt Kriens' Handball-Heimat. Hier warf er seine ersten Bälle, und hier wurde er als Kreisläufer und Innenblocker Teil eines Aufstiegs in die Landesliga. "Das muss so 1999 gewesen sein", verblasst das Zahlengedächtnis noch ein wenig nach all den Jahren (der Klub hat recherchiert: es war im Frühjahr 2002). Er selbst bezeichnet seine Aufgabe im Kader ganz charakteristisch: "Ich wurde meistens dann ins Spiel gebracht, wenn die Mannschaften gepusht werden musste. Der Begnadetste war ich weiß Gott nicht", so Kriens. Aber Mentalität, die hatte er.

Und diese Mentalität brachte er auch mit in den Trainer-Job. "Ich habe schon häufig erlebt, dass man ein Spiel auch durch Kampfgeist noch umbiegen kann", sagt er. Handball lebe von der Emotion, und diese lebte und lebt er stets vor. "Er ist sicher auch ein Typ der alten Schule", findet Jonitz das aber gerade passen für die "Akademiker-Truppe" der HSG. Gleich im ersten Probetraining waren alle voll dabei und zogen mit. Die Entscheidung pro Kriens war schnell gefallen. Und auch Kriens, der als Nordwalder B- und A-Jugend-Trainer sowie bei seiner letzten Station beim TV Borghorst eigentlich immer sehr junge Spieler trainierte, sieht Lernpotenzial für sich selbst: "Die Spieler hier sind doch überwiegend deutlich älter als 20 oder 24." Ein Team, dass bis zur letzten Minute an den Sieg glaubt, muss man da ganz anders anpacken, als die jungen Burschen.

Mit der B-Jugend in Nordwalde wurde er Meister, ein später in der A-Jugend Vize-Meister. Und auch bei den Senioren in Borghorst feierte er als Trainer den Aufstieg in die Bezirksliga, musste dann aber nach einem personellen Umbruch seinen Stuhl im Abstiegskampf wieder räumen. Nun also Preußen/Borussia. Das bislang einzige Spiel war zwar eine Niederlage gegen Mitaufsteiger Gremmendorf/Angelmodde. Doch die hat noch nichts zu bedeuten. "Mit der Mannschaft sollte der Ligaverbleib überhaupt kein Thema sein", so Kriens, "erstmal ist aber wichtig, dass wir in der Corona-Zeit den Spaß nicht verlieren." Und den bekommt man am leichtesten durch Siege. Daran wird Kriens sein Jungs schon erinnern. Und zwar unüberhörbar.



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