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Die Eintracht mit Tempo und Jugend


Von Jan Steinigeweg

(13.10.20) Der Fuß war auf dem Gaspedal! Schon früh zog die Eintracht im Heimspiel gegen den BSV Roxel das Tempo an und spielte sich eine Vier-Tore-Führung heraus. Doch die Gäste kamen wieder heran. Das allerdings auch nur kurz, denn Hiltrup gönnte sich lediglich eine etwa zehnminütige Phase, in der nicht unbedingt die besten Entscheidungen getroffen wurden. "Es ist klar, dass nach sieben Monaten Pause ein paar Schwankungen drin sind", stellte ein durchaus zufriedener Eintracht-Coach Marcel Graefer nach dem Auftakt heraus. Hiltrup bezwang den BSV Roxel letztlich mit 28:23 (13:10).

Einmal Tim Rickling und dreimal Daniel Brocks, schon stand ein 4:0 auf dem Tacho (5.). Konsequent spielte die Eintracht ihre Angriffe mit viel Tempo bis zur besten Chance aus und legte richtig stark los. Da musste sich der BSV direkt schütteln, ließ sich aber nur kurz beeindrucken und glich beim 10:10 durch Jonas Groneick aus. Die Graefer-Sieben agierte nach dem hervorragenden Start kurzzeitig etwas schludriger und nahm nun auch Würfe aus weniger vielversprechenden Positionen. Das sprach der Coach in einer Auszeit an und bläute seinen Jungs ein, dass "das im Vorbeigehen hier nichts wird". Es war dafür wieder ein Tacken mehr Geduld beim Abschluss gefragt. Und bis zur Pause führte die Eintracht wieder mit 13:10.

Dieckmann mit starkem Debüt

Und auch im zweiten Durchgang zahlte sich die Konsequenz bei der Chancensuche für die Hausherren aus. Besonders der Rückraum präsentierte sich gegen Roxel sehr treffsicher. Maurice Heuser und Daniel Brocks netzten jeweils siebenmal. Und für einen seiner Jungs, der gerade frisch aus der A-Jugend zum Kader gestoßen ist, hatte Graefer ein Sonderlob parat. Christoph Dieckmann erzielte bei seinem Debüt sechs Treffer und benötigte dafür lediglich sechs Versuche. "Das ist schon nicht üblich, wenn man gerade aus der A-Jugend kommt", so Graefer. Und fünf seiner Treffer markierte er allein in Halbzeit zwei.

Hiltrup setzte sich von 14:11 auf 18:11 ab. Und als dieser Vorsprung erst mal herausgespielt war, wurde es auch nicht mehr wirklich gefährlich. Durch Christian Winkler verkürzten die Gäste noch einmal auf 20:24 (55.). Doch das war auch schon das Höchste der Gefühle in Sachen Aufholjagd. Die Eintracht brachte die Partie souverän über die Bühne und hat nun direkt nach dem ersten Einsatz wieder 14 Tage Pause. Das sei natürlich nicht optimal für den Rhythmus, aber so könne man auch noch das ein oder andere Wehwehchen auskurieren, sah Graefer auch das Positive.

Tore für Hiltrup: Heuser (7), Brocks (7/4), Dieckmann (6), Rickling (3), Nienkamp (1), Dahlhaus (1), Röhr (1), Spaedtke (1), Schöttke (1)

Tore für Roxel: Krummenerl (7/4), Winkler (5), Schwenk (4), Groneick (2), Hoferichter (2), Röesmann (1), Zendeh (1)



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