Bezirksliga Münsterland
Havixbeck gehen die Körner aus
Von Nils Uhlig
(01.03.26) Cleverer Schachzug! Die HSG NRG lief am Anfang hinterher. Nach 20 Minuten hatte SW Havixbeck die Partie vollkommen im Griff. Dann beorderte Uwe Dornbusch zwei Mann nach vorne, um Johannes Beumer und Joshua Schmidt in Manndeckung zu nehmen. Und plötzlich lief es. Den Habichten ging, fast ohne Wechselspieler, bei der 42:40-Niederlage die Kraft aus.
"Wir sind gestartet wie die Feuerwehr. Das war richtig top", schwärmte SW-Coach Roesmann in der Anfangsphase noch. Kein Wunder, stand es nach sechseinhalb Minuten bereite 2:7 für sein Team, dass wie aus einem Guss spielte. Nach 20 Minuten war immer noch alles in bester Habicht-Ordnung als Frederick Leusmann zum 10:18 netzte.
Die NRG-Abwehrumstellung ist entscheidend
Doch dann stellte Uwe Dornbusch seine Deckung um und nahm Johannes Beumer und Joshua Schmidt in Manndeckung. "Das haben wir letzte Woche schon im Training geübt", verriet der NRG-Trainer. Und es zeigte Wirkung. Per 4:0-Lauf kamen die Hausherren auf 14:18 heran. Diesen Vorsprung hielten die Gäste bis zum 18:22 zur Pause, doch die Laufintensität gegen die offensive Abwehr sollte noch ihren Tribut zollen.
Denn fast ohne Wechselspieler waren die vier übrig gebliebenen Angreifer gezwungen durchgehend zu agieren und das zerrte an den Kräften. NRG nutzte nun jeden Fehler der Gäste und war nach 35 Minuten auf 23:24 dran. Nach 42 Minuten gelang Rico Flothkötter schließlich beim 29:28 die erste Führung. Bis zum 35:35 schaffte Havixbeck immer wieder den Ausgleich, doch dann traf die HSG zehn Minuten vor Ende doppelt. Die Führung gaben die Hausherren nicht mehr ab und Mats Kemper sorgte mit dem 42:40-Endstand für den umjubelten Sieg gegen das Spitzenteam.
"Da fehlte uns dann die Puste."
"Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen. Ochtrup verliert in Sparta und Telgte holt auch nur einen Punkt. Wir standen anfags gut in der Abwehr, sind ins Tempo gekommen, haben von allen Positionen getroffen. Dann gab es die Abwehrumstellung. Und da fehlte uns dann die Puste, weil wir quasi nicht wechseln konnten und wir technische Fehler gemacht haben", haderte Rolf Roesmann mit der schmalen Bank.
"Die ersten 20 Minuten sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Im 4-gegen-4 sind wir rangekommen. Es war dann eine überragende Mannschaftsleistung. Timo und Mats haben überragend den Ball verteilt. Wir haben unser Heimgesicht gezeigt. Das war richtig gut. Wir müssen einfach unsere Auswärtsschwäche mal ablegen", glaubt Uwe Dornbusch, dass deutlich mehr drin wäre, wenn sein Team auch mal in der Fremde punkten würde.
Tore für NRG: Timo Burkert (9), Mats Kemper (6), Rico Flothkötter (5), Tobias Liesenkötter (4), Leon Fehlauer (3), Henning Otte (3), Marc Schulze Temming Hanhoff (3), Noah Dornbusch (3), Mattis Dömer (3), Sven Hülskötter (1), Oliver Möllers (1), Noel Kratz (1).
Tore für Havixbeck: Johannes Beumer (9), Joshua Schmidt (9), Frederick Leusmann (8), Max Beumer (7), Simon Fengler (6), Julian Steens (1).





































