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Landesliga 2

Als torgefährlicher Mann im Rückraum fehlt Thomas Cervenka (v.) an allen Ecken und Enden. Foto: Lacroix

Und plötzlich steckt Sendenhorst mittendrin


Von Andreas Teipel

(07.05.18) Was ist da eigentlich los in der Abstiegszone der Landesliga? Schon seit geraumer Zeit schien klar, dass neben der Ibbenbürener SV und dem SC Everswinkel auch die Verbandsliga-Reserve der SpVg. Steinhagen die Klasse nicht würde halten können. Das Polster schien bei fünf Punkten Vorsprung komfortabel, eine Bedrohung für die SG Sendenhorst nicht vorhanden. Seit Sonntag ist das anders. Nach der bitteren 29:35 (16:21)-Niederlage gegen die bereits abgestiegene Ibbenbürener SV steht Sendenhorst punktgleich mit Steinhagen auf Rang 12, der eine Relegation um einen Nicht-Abstiegsplatz aus vier Kandidaten bedeuten würde. Am letzten Spieltag, dem Heimspiel gegen den 1. HC Ibbenbüren, muss ein Sieg gelingen, dann hat Sendenhorst es auf den letzten Drücker doch noch geschafft, muss nicht weiterbangen.

Doch was ist da passiert, dass es überhaupt nochmal so eng werden würde? Die Antwort ist fast zu einfach: Verletzungspech. Schon seit Wochen muss SG-Trainer Claudius Heyna improvisieren. So fielen ihm die beiden flinken Brüder Hunkemöller aus, erst Jörg, dann Jens. Dann verletzte sich auch Rückraumspieler Thomas Cervenka und kann für den Rest der Saison nicht mehr spielen. Das Ganze gipfelte darin, dass Sendenhorst ohne seinen etatmäßigen Keeper Christopher Cooper am Sonntag antrat. Just aber, als Sendenhorst, das zur Pause schon mit fünf Tore hinten lag, wieder auf zwei Zähler heran war, erwischte es auch Henning Schöne, den Ersatzmann. Sprengung des Schulter-Eckgelenks. Und als wäre das nicht noch schlimm genug, knickte Kreisläufer und zentraler Abwehrmann Martin Kleikamp auf dem Fuß eines Gegners um. Nix mehr zu retten an diesem Tag. Steinhagen hatte gleich gezogen.

Und jetzt hat Sendenhorst nichts weiter, als die Hoffnung, nach dem letzten Spieltag am Samstag immer noch punktgleich mit Steinhagen zu sein. Dann hätte womöglich ein einziges Tor über den direkten Verbleib in der Liga entschieden. Denn bei Punktgleichheit zählt der direkte Vergleich. Und weil Sendenhorst in der Summe ein Tor mehr in den beiden Spielen erzielt hat, ist dieses kleine Törchen womöglich Gold wert. 

Aber wenn nicht? Der kommende Gast aus Ibbenbüren (HC) ist Tabellensiebter, hat sein Heimspiel gegen Hörste nur knapp mit zwei Toren verloren, Platz sechs ist aber noch erreichbar. Und Steinhagen? Die spielen nun ebenfalls gegen die Ibbenbürener SV. Ob die der jungen gut trainierten Steinhagener Mannschaft noch Paroli bieten kann? Es hilft nicht, ein Sieg muss her. "Ich habe immer gesagt, dass die letzten vier Spiele für uns entscheidend sein werden", sieht SG-Trainer Claudius Heyna seine Befürchtungen bestätigt, "aber man kann es sich nicht aussuchen. Immerhin brauche ich meine Spieler bei einem Heimspiel nicht extra zu motivieren." Doch auch dieser Mythos ist inzwischen angekratzt: In den fünf Heimspielen der Rückrunde gewann Sendenhorst nur zweimal. 

Panik scheint indes nicht ausgebrochen zu sein. Abteilungsleiterin Elisabeth Hunkemöller jedenfalls ist von der plötzlichen Lage selbst so überrascht, dass zum Reagieren noch gar keine Zeit war: "Es ist natürlich bitter, dass es jetzt so knapp geworden ist. Aber es ist halt auch nur ein Spiel, wir werden sehen wie es ausgeht. So oder so: Die Welt wird deswegen nicht untergehen." Und Erfahrung hat der Klub mit Abstiegen in der jüngeren Geschichte genug gesammelt. Vor drei Jahren hatte die SG den direkten Wiederaufstieg auf Anhieb geschafft. Doch bis es soweit kommt, wird Heyna all sein Erfahrung und Trainerschläue in die Waagschale werfen: "Entmutigen lassen wir uns jedenfalls ganz bestimmt nicht."



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