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Landesliga 2

Einlaufen wie der Großen - zusammen mit den Kleinen. In Ladbergen werden die Heimspiele zelebriert. Die Zuschauer danken es mit reichlich Stimmung. Foto: Teipel

Landesliga 2

Fünf Fragen an die Trainer


Von Andreas Teipel

(29.11.18) Es ist eins der Top-Derbys in der Handball-Landesliga. Der TSV Ladbergen empfängt Westfalia Kinderhaus. Der Ligadritte empfängt den Vierten. Und zum ersten Mal wird sich auch Tino Wermeling, der fullminante Video-Reporter von Heimspiel-online, an ein Handball-Spiel wagen. Wird er die Stimmung, die zweifelsohne überkochen wird in Ladbergen, filmisch einfangen? Mit was für Erwartungen und Seitenblicken gehen beide Seiten in dieses Match? Heimspiel-online fühlt schon mal bei den Trainern vor, stellt beiden fünfmal dieselben Fragen und ist gespannt darauf, wie sich ihre Sichtweisen voneinander unterscheiden. Ach ja, Ladbergens Trainer heißt Holger Kaiser; Westfalia wird von Sebstian Dreiszis gecoacht.


Frage 1:Was macht das Spiel zu einem besonderen?

Kaiser: Erstmal sind wir Tabellennachbarn, dann auch ein Münsterland-Derby - nicht nur räumlich, denn viele Spieler kennen sich, treffen sich auch mal draußen zum Feiern oder über Social Media. Für uns ist es auch wichtig in dieser Liga am Ende die beste Mannschaft aus dem Münsterland zu sein. Das hab' ich so auch ausgegeben als Zielsetzung für meine Mannschaft.

Dreiszis: Zum einen ist es ein Spiel auf Augenhöhe von zwei guten Mannschaften. Und Ladbergen zähle ich immer noch als Derby. Die Fans dort in der Halle sind zudem absolut positiv verrückt. Den ein oder anderen Spieler kenne ich auch noch aus meiner Zeit als Aktiver: Mit Jens Giesbert habe ich zusammen beim ASV Senden in der Oberliga gespielt - und Thomas Cervenka war früher häufig Gegner, als ich auch noch in Hamm gespielt habe in der Oberliga. Mit Holger Kaiser hat der TSV zudem auch einen bekannten Trainer, sodass dieses Spiel aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet interessant ist. 


Frage 2: Worin siehst Du die Stärken der gegnerischen Mannschaft?

Kaiser: Da gibt es sicher mehrere Sachen. Kinderhaus ist ein eingespieltes Team, eine gestandene Mannschaft mit herausragenden Torschützen. Auch stechen einige Spielerpersönlichkeiten hervor, und die können 60 Minuten konstant durchspielen. Das fehlt bei uns noch, wir haben da durchaus mal den ein oder anderen Durchhänger gehabt.

Dreiszis: Ladbergen hat einen sehr ausgeglichenen Kader, vielleicht ein bisschen rückraumlastig. Aber Neuzugänge wie Giesbert, Cervenka oder Schedeit sind sofort eingeschlagen. Das sind schon Hausnummern. Schedeit ist letzte Saison bei der Ibbenbürener SV immerhin Torschützenkönig in der Liga geworden; Giebert und Cervenka haben auch schon höher gespielt und sind gute Verteidiger. Außerdem ist Torwart Mechelhoff ein richtig starker Junge. Also, die sind ... die sind gut!

Zwei Trainer, zwei Ansichten: Ladbergens Trainer Holger Kaiser (o.) und sein Pendant auf Kinderhauser Seite, Sebstian Dreiszis (u.) stellen sich den knallharten Fragen von Heimspiel-online. Foto: Teipel

Frage 3: Welchen Spieler aus dem gegnerischen Team hättest Du gerne bei Dir im Kader?

Kaiser: Schwierig. Ich bin eigentlich immer Fan meiner eigenen Spieler, aber Kreisläufer Manuel Honerkamp ist schon eine Persönlichkeit und kann für die Mannschaft auch die Seele sein - sowohl auf dem Feld als auch daneben. Westfalia Torhüter Heinz Janssen hab ich mal in Hiltrup trainiert. Das ist auch eine herausragende Story, dass man in so einem Alter (49 Jahre, Anm. d. Red.) noch so eine Leistung bringt. Ich hab' ja auch einen, den Udo Kaiser. Der ist auch Ende 40 und den könnte ich noch bedenkenlos bringen. Schön, dass es solche Charaktere gibt.

Dreiszis: Ich bin mit meiner Truppe zufrieden. Ich würde gar keinen nehmen. Meine Truppe ist auch so stark.


Frage 4: Was verbindest Du persönlich mit dem Gegner?

Kaiser: Ich hab' mal als Jugendtrainer Carsten Koschig in der A-Jugend trainiert. (Heute ist er in Kinderhaus Vorsitzender des Förderkreises, Anm. d. Red.). Aber zu meiner Zeit war Kinderhaus eher für Basketball und Tischtennis bekannt. Heute ist der Verein in Sachen Handball führend innerhalb von Münster.

Dreiszis: Spannende Spiele. Ich hab selbst mit Senden gegen Ladbergen gespielt. Damals haben wir dort gewonnen und sind später in die Oberliga aufgestiegen. Außerdem war mein Trauzeuge und bester Freund Tobias Mateina mal Trainer in Ladbergen. Mit ihm habe ich während des Studiums sieben Jahre lang in einer WG gewohnt. Auf jeden Fall ist der TSV ein netter Verein, der schon seit Jahren gute Arbeit leistet. Und es macht mal wieder Spaß gegen den Klub zu spielen - zu gewinnen sicher noch viel mehr. Aber dafür sind wir natürlich selbst verantwortlich.


Frage 5: Hast Du schon eine persönliche Wette mit Jens Giesbert abgeschlossen?

Kaiser: Nein, hab' ich nicht. Ich wette generell nicht - außer manchmal Lotto vielleicht. "Gisi" und ich sind aber der Meinung, dass es ein offenes Spiel wird.

Dreiszis: (lacht) Nein, noch nicht.



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