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Landesliga 2

Es gab wieder Redebedarf bei der Westfalia um Coach Sebastian Dreiszis (l.).

Weisheiten, Marotten und ein blaues Auge


Von Justus Heinisch

(17.03.19) Es ist eine altbekannte Sportler-Marotte, die wohl jeden Trainer auf die Palme bringt: Die eigene Mannschaft ist favorisiert, geht etwas zu leichtfertig ins Spiel, der Gegner leckt Blut und haut alles raus. So geschehen beim Match zwischen Steinhagen II und Kinderhaus. Die Westfalia kam mit einem Schrecken aus Ostwestfalen davon - sie gewann mit 26:22 (10:12). Dafür erwies sich eine andere Sportlerweisheit als wahr heraus. 

Man spielt, wie man trainiert. Und die Trainingswoche vor dem Steinhagen-Spiel lief nicht gut bei Kinderhaus, wie Coach Sebastian Dreiszis berichtete. In Steinhagen erwischten die Hausherren den besseren Start in die Partie. Sie gingen schnell in Führung und setzten sich zur 20. Minuten mit 9:5 ab. "Wir haben schnell vier Hundertprozentige daneben gesetzt, Steinhagen hat ordentlich getroffen und ging in Führung", so Dreiszis. Während bei Kinderhaus etwas Nervosität zu spüren war, keimte bei der Spielvereinigung der Gedanke auf: Hier geht heute was! 

Wie durch ein Wunder ...

Doch im Laufe der ersten Halbzeit stabilisierte sich die Westfalia. "Aber da waren wir nicht konsequent genug", meinte Dreiszis. Der zweite Durchgang startete derweil wieder wie der erste. Steinhagen behielt seine Führung. Das Spielchen änderte sich erst in der 47. Minute mit der Zeitstrafe gegen Timo Linkert. Kinderhaus traf doppelt - Ausgleich (17:17)! 

"Warum auch immer haben wir es circa ab der 45. Minute besser umgesetzt", sagte Dreiszis. Kinderhaus nun nutzte eiskalt seine Chancen, ging in Führung und holte letztendlich doch den Auswärtssieg. Eine Erklärung für die Leistungssteigerung? Hatte Dreiszis nicht parat. 

"Selbstverständlich" gab es nach dem Spiel eine Aussprache, so Dreiszis: "Wir waren fast komplett." Die personelle Situation kann deshalb keine Ausrede sein für den Auftritt. Der Grund liegt vielmehr in der Mentalität: "Die sind Letzter, da dachten einige wohl, das wird schon. Dann läuft der Gegner aber mehr, für den geht es um alles." Noch gerade rechtzeitig schaffte es der SCW, den Schalter umzulegen. Durchaus überraschend. Denn oft genug bringt anfangs beschriebene Sportler-Marotte eine ganz bittere Folge mit sich: dass der Turnaround nicht geschafft wird.  

SpVg. Steinhagen II - Westfalia Kinderhaus     22:26 (12:10)
SpVg.: Scharf, Bochenek - Retzlaff (6/2), Tonsen, Hofäcker (je 4), Lehmann (3/1), Maiwald (1), Blankert, Weist, Julian Scharf
SCW: Cooper - Berger (6/5), Schöler, Siering (je 4), Dudenhausen, Rau, Spreer, Pakullat, Dittrich (je 2), Würthwein, Schulz (alle 1), Jung



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