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Landesliga 2

Von vielen Mehrfachschützen des TV Vreden war Julius Jetter mit sechs Einschüssen der erfolgreichste.

Gronaus grauen Zellen am Ende unterernährt


Von Andreas Teipel

(18.03.19) Wenn Vorwärts Gronau nur ein halbes Stündchen Anfahrtsweg hat, dann kann das nur eines bedeuten: Derby beim TV Vreden. Im Gefolge auch das lautstarke Trommler-Kommando, dass so herrlich böse "Sitz!" rufen kann, wenn ein Gegner für zwei Minuten auf die Bank muss. Fünfmal durften sie einen Vredener Spieler auf diese Weise pisacken. Es war jedoch die einzige Freude, die Gronaus Anhang womöglich an diesem Abend hatte, denn der TV Vreden hielt Gronau ergebnismäßig - bleiben wir kurz im Hunde-Herrchen-Bild - seinerseits an der Kette. Die beiden Punkte aus dem 23:21 (14:12)-Sieg hievten Vreden zugleich weg von einem Abstiegsplatz. "Jetzt sind wir im Mittelfeld angelangt, da wollten wir hin und da wollen wir jetzt auch bleiben", meinte Vredens Trainer Frank Steinkamp später, "und die Schelte aus dem Hinspiel haben wir auch noch wettgemacht."

Es gab mehrere Gründe, weshalb Gronau seinen Gastgebern zwar auf den Fersen blieb aber nie an ihnen vorbeizog. Personell zum Bespiel war der Vorwärts-Kader mit 13 Spielern zwar voll, doch waren längst nicht alle fit. Zudem musst Gronaus Führungsspieler Lennard Schmidt schon in der ersten Hälfte verletzt raus, sodass Thorben Woltering, der eigentlich erstmal wieder sachte Spielpraxis sammeln sollte, deutlich länger ran musste. Das erklärt, weshalb der Mannschaft am Ende der Partie der entscheidende Punch fehlte. Knapp drei MInuten vor dem Ende lage Vreden nämlich nur mit einem Tor vor. "Aber zum Nachdenken brauchst Du auch Luft und Sauerstoff - da will die Maschine im Kopf will gefüttert werden", sinnierte Gronaus Trainer Adam Fischer sauerstoffreich. Zuvor hatte Pjeter Kabasi (53.) auch schon Rot gesehen. Zusätzlich Körner wurden da verbraucht.

Vreden lässt sich nicht ins Förmchen pressen

Aber Vreden machte das auch gut. Schon zu Spielbeginn ließ der TV seine Folterwerkzeuge aufblitzen. Drei Tempogegenstöße zu Spielbeginn bescherten einen ersten 3:0-Vorspruch. Gronau sah sich darin bestätigt, dass die Spielart Vredens unbedingt zu stoppen sei. Daher versuchten die Gäste Vreden immer ins Positionsspiel zu drängen, um dann mit seiner massiven 6:0-Deckung zu blocken. Das gelang insofern, dass Vreden nur 23 Tore schoss. Doch Vredens Deckungsarbeit war noch besser. Speziell Johannes Frinstop, der als Abwehrspezialist immer wieder reinkam, blockt viel weg und leitete dann doch immer wieder die erste Welle ein. Auch Julian Wenning im Tor zeichnete sich mehrfach aus. Nur die Siebenmeter ließen sich kaum verhindern. Gronaus Chris Walter verwandelte aber nur fünf seiner sieben Chancen vom Strich.

Irgendwann war dann die Puste weg bei Gronau und Vreden führte - bis auf eine Ausnahme in Halbzeit eins - immer mit bis zu drei Toren. Steinkamp freute sich natürlich über diesen positiven Impuls auch an die Zuschauer: "Das war schön knapp und schön spannend vor rund 400 Zuschauern. Wir wollen uns jetzt an Mannschaften messen wie Werther oder eben Gronau." In den kommenden Wochen wir es für diese Ansage genügend Beweis-Spiele geben. Neben zwei weiteren Kellerduellen gegen Havixbeck und Hesselteich stehen dann auch der SC Münster 08 und der TV Werther auf dem Speiseplan. Das heimstarke Gronau kann hingegen bis Ende April das Ticket für die nächste Landesliga-Saison lösen. Drei Heimspiele gegen Ibbenbüren, Brockhagen und Münster 08 - danach wissen wir mehr.

Tore für Vreden: Jetter (6/2), Abbing (4), Gehling (4), Röring (3), Buning (3), Frintrop (2), Resing (1)

Tore für Gronau: Walter (9/5), Moss (5), Ibing (3), M. Schmidt (3), Stienemann (1),



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