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Landesliga 2

Ladbergens Trainer Holger Kaiser wendete in Hesselteich die Verwirrungstakik an - mit Erfolg.

Kaiserlicher Mummenschanz mit Hütchenspiel


Von Andreas Teipel

(25.03.19) Wer spielt im Rückraum? Wer spielt halbrechts, wer halblinks? Spielt Cervenka links oder am Kreis oder doch halbrechts. Und der Minnerup - rechts, halbrechts oder doch der Jannik Meyer? Wie ein Hütchenspieler scheuchte Trainer Holger Kaiser die Jungs vom TSV Ladbergen im zweiten Durchgang durch die unterschiedlichsten Positionen, ließ Hesselteich keine Gelegenheit, sich auf irgendeinen Angriff einzustellen und trieb die gastgebende Spielvereinigung letztlich in die Verzweiflung, eine 22:27 (11:12)-Niederlage und letztlich auch dem Abstieg aus der Landesliga wieder ein Stück näher. "Wir hatten eigentlich immer eine Lösung parat", freute sich Kaiser, dass sein Kalkül am Ende so schön aufging.

Quell dieses kaiserlichen Mummenschanzes war der Ausfall von Toptorjäger Robin Dellbrügge kurz vor der Partie. Der Linkshänder auf der rechten Rückraumposition konnte seine Wurfgewalt also nicht einbringen. Also rückte Jan-Malte Minnerup zunächst auf diese Position. Zu durchdringen galt es eine Hesselteicher Abwehr, die ihrerseits zwichen einer 6:0- und 4:2-Deckung zu Werke ging, zu knacken. Was im ersten Durchgang noch nicht Wirkung zeigte, änderte sich im zweiten. Gut fünf Minuten nach Wiederanpfiff, machte der Denkmuskel der Gastgeber erstmals zu. Ladbergen baute einen 13:14-Rückstand in ein 18:14 um. Hesselteich war zwar noch nicht geschlagen kam wieder bis auf 20:21 heran.

Doch dann lastete der Abstiegskampf der Hesselteicher doch zu schwer. Das ansonsten faire Spiel wurde ruppig. Vor allem Hesselteich schlug über die Strenge, und so schlug die Stunde von Max König. Drei Angriffe hintereinader bekam Ladbergen einen Siebenmeter zugesprochen. Dreimal hintereinander holte König aus und traf. Zudem kassierte Hesselteichs Yannik Mithöfer noch eine Zeitstrafe und Minnerups und Bent Jebsens Tore zum 24:20 und 25:20 sorgten schließlich für die Vorentscheidung.

Lob hatte Kaiser dann aber noch für seine Hintermannschaft zur Hand: "Lennart Friese hat im Block hinten die rechte Seite fast zu gemacht. Und unser Torwart Dustin Mechelhoff hat vielleicht eines der bestens Spiele für Ladbergen gemacht." Er hob auch noch die Führungsfähigkeit und Akitonsflexibilität von Thomas Cervenka hervor, aber dafür war in diesem Text leider kein Platz mehr, um das auch noch zu schreiben. Irgendwann muss man halt auch mal zum Ende kommen ... ;)

Tore für Hesselteich: Fromme (7/1), Stöwe (5), Henselewski (4), Mithöfer (2), Mittendorf (1), Twelkemeier (1), Wagemann (1), von Ameln (1)



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