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Ibbenbürens Abwehr mit Stephan Windmann (r.) arbeitete lange Zeit konsequent und aggressiv. Aaron von Ameln und die SpVg. Hesselteich fanden am Ende aber ihren Weg.

Landesliga 2

Erste Runde geht an Hesselteich


Von Andreas Teipel

(18.05.19) Wohlan, die ersten Fakten sind geschaffen fürs entscheidende Spiel um den Ligaverbleib zwischen dem 1. HC Ibbenbüren und der SpVg. Hesselteich. Gestern Abend wurde die Grundlage für das entscheidende Rückspiel beider Teams gelegt. Und demnach gehen die Ostwestfalen durch einen 27:25 (11:12)-Auswärtssieg in Ibbenbüren mit einem Zwei-Tore-Vorsprung ins Rückspiel am Sonntag. Ausschlaggebend war die taktische Standhaftigkeit denen sich jeder selbst unterworfen hatte. Hesselteich feierte diesen Sieg, als ob sie das Gesamtziel bereits erreicht hätte. Warum? "Weil wir schließlich einen 4:10-Rückstand gedreht haben. Da kann man schon mal feiern", meinte Hesselteichs Spieler Jannik Fromme anschließend.

Im Mittelpunkt beider Mannschaften stand in der Herangehensweise für das Hinspiel die Ausrichtung auf die herausragenden Akteure des jeweiligen Gegners. Da stand Maik Menger als Top-Scorer auf Ibbenbürener Seite und die Fokussierung auf Jannik Fromme, dem vielbeachteten und Hesselteicher Rechtsaußen der Gäste, auf der anderen. Die Spielvereinigung hatte sich entschlossen, Menger durch konsequente Manndeckung durch Jonas Mittendorf aus der Gleichung zu nehmen; Ibbenbüren verlagerte sich auf eine konsequent verschiebende 6:0-Deckung zu konzentrieren. Beide Varianten hatten Erfolg, Ibbenbüren aber gelang es zunächst erheblich besser, den Nachteil zu kompensieren. Hier war vor allem Stephan Windmann in die Bresche gesprungen. Hesselteich hingegen fand zunächst keine Lösung und hatte zudem ohne Harz (in Ibbenbürener Hallen verboten) große Abschlussschwächen. So zog der HCI auch bis zur 18. Minute auf 10:4 davon.

Die Fans der Gäste dürfen für sich in Anspruch nehmen, das Spiel von außen effektiv mitbeeinflusst zu haben.

Hesselteichs achter Mann sitzt auf Tribüne

Doch das Blatt sollte sich wenden. Und das hatte maßgeblich auch damit zu tun, dass Windmann für die Ibbenbürener immer häufiger das Ziel nicht traf. Hesselteich hingegen kam immer mehr auf Betriebstemperaturen. Zudem trugen auch die mitgereisten Fans dazu bei, dass Ibbenbüren den Faden verlor. Die Sprechchöre "Menger, ist nervös, Menger ist nervös" zeigten Wirkung. Zwei bärenstarke Aktionen von Fromme leiteten die Wende ein. Zunächst traf er über außen, dann bediente er mustergültig Tim Kleine-Tebbe am Kreis. Nur noch 6:10. Wenig später: Windmann verschießt, auf der anderen Seite marschiert Yannik Mithöfer durch die Abwehr - 8:10. Mithöfer traf sogar noch zum 9:10. Hesselteichs Mitgereiste sangen nach Leibeskräften weiter. Und sogar die Bank sang mit. Hier war etwas im Gange, und Menger wurde in der 25. Minute entnervt ausgewechselt. Zumindest im Angriff. Denn im Innenblock hatte er zusammen mit Windmann geglänzt.

Hauchdünn war der Vorsprung der Gastgeber zur Pause 12:11. Doch Hesselteich hatte jetzt die Fährte aufgenommen und sich auch an den wenig griffigen Ball gewöhnt. Das Spiel war nun ausgeglichen und schritt bis zwei Minuten vor dem Ende ausgeglichen voran. Eine Minute und 13 Sekunden standen schließlich auf der Uhr und eine 25:24-Führung zubuche. Hesselteichs Coach Dennis Laumann nahm noch einmal eine Auszeit. Beide richteten ihre Taktik für die letzten Spielzüge aus. Und Ibbenbüren verspekulierte sich. Um sich den mittlerweile brandgefährlichen Jonas Mittendorf und Mithöfer zu erwehren, gab Ibbenbüren die rechte Abwehrseite preis. Hier aber stand eben jener Fromme, nun mit großen Spielräumen. Er traf zwar nicht, doch schaffte er auch die Lücken, die Aaron von Ameln zum 26:24 nutzte, und - nachdem Windmann noch einmal traf - auch Kevin Stöwe zum 27:25. Dann war das Spiel vorbei.

Hesselteich verfiel nun in Jubelarien, während es auf Ibbenbürener Seite - der Fantross des HCI war längst verstummt - die Köpfe runtergingen. "Wir haben an uns geglaubt und wollten den Sieg", sagte HC-Trainer Wolfgang Brügge später gegenüber Heimspiel-online, "aber wird haben im Angriff zu viel verdaddelt und am Ende vielleicht zu viel gewollt. Dennis Laumann auf der anderen Seite sprühte über vor Begeisterung: "Ich habe eine total junge Truppe, aber die Spieler haben wie Erwachsene gespielt und waren total abgewichst." Und dennoch: Letztlich führt Hesselteich zur Halbzeit "nur" mit zwei Toren. Doch erst das Rückspiel wird zeigen, was dieses Comeback aus Ostwestfalen wirklich wert war.



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