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Hier und da zeigte Ibbenbürenes Goalgetter Maik Menger, warum er zurecht mit einem Manndecker bedacht wurde. Setzt er einmal an zum Sprung, ist er schwer zu verteidigen.

Landesliga 2

"Schlaue" Hesselteicher Taktik geht voll auf


Von Andreas Teipel

(20.05.19) Überglücklich und total verdient feierte die SpVg. Hesselteich gestern im Rückspiel der Relegation den Verbleib in der Landesliga. Die Taktik gegen den 1. HC Ibbenbüren ging dabei (fast schon zu einfach) auf. Sei es drum, der 28:17 (11:4)-Sieg in der mega-chicen Halle in Versmold spiegelt wieder, woran es am Ende gelegen hat. Hesselteichs Defensivkonzept war perfekt, der Enthusiasmus in den Angriffen überragend und die Begeisterung der Fans verlieh den Akteuren Flügel. Völlig zerknirscht im Anschluss waren die Gäste, die nun an einer noch übleren Relegation gegen den Abstieg teilnehmen müssen. "Die nun folgende Relegation hätten wir uns gerne gespart", konnte sich zumindest HC-Spieler Stephan Windmann nach dem Spiel zu einem Interview aufraffen, "Hesselteich hat das schlau umgesetzt und verdient gewonnen." Dem ist kaum es hinzuzufügen.

Aber eben doch noch wenig, auch wenn die Geschichte schnell erzählt ist. Nach dem Hinspiel blieb für Ibbenbüren nämlich die Erkenntnis, dass sich die Mannschaft etwas einfallen lassen musste, um ihren Werfer Maik Menger wieder ins Spiel zu bringen. Direkte Manndeckung scheint dem Rückraum-Recken nämlich gar nicht zu behagen. Und da mit Sebastian Elbers auch noch ein werterer wertvoller Werfer verletzt fehlte (auch schon im Hinspiel), fehlten Ibbenbüren schlicht die Alternativen. Der A-Junior Till Dorn war auf der Halbrechten Postion einfach noch zu überfordert.

Für junge Spieler wie Till Dorn (l.) war die Druck-Situation für Ibbenbüren im besten Falle lehrreich.

Menger auf außen für mehr Freiheit

Also hatte sich der HCI Folgendes überlegt: Menger geht auf die Außenposition, Daniel Albers übernimmt die Mitte und über das Einlaufen von außen sollte Menger sich ohne Sonderbewacher in Position bringen. Das wirkte aber nur bedingt. Denn Hesselteich war vorbereitet. Sowohl Jannik Fromme als auch Andreas Kattenbaum, der eine bärenstarke ersten Hälfte spielte, als auch der Innenblock um Philipp Henselewski packten anlassgemäß zu. Und vorne wurde Hesselteich dann gnadenlos. Auch hier war Kattenbaum herausragend. Aber auch seine Nebenleute beschäftigten Ibbenbürens Hintermannschaft. An ihr lag es aber nicht, denn mit elf Gegentoren in einer Halbzeit kann gerade der HCI sehr gut leben.

Atmosphäre und Alternativen fehlen

Am Ende blieben zwar Eindrücke von Ibbenbüren übrig: Die Mannschaft und das Umfeld schafften es nicht, die nötige Leidenschaft im Spiel zu entfachen. Außerdem ist das Leistungsgefälle innerhalb des Kaders so frappierend, dass Mittel und Alternativen nicht für 60 Minuten ausreichen. "Wenn Du 60 Minuten lang spielen musst und nicht zwischendurch mal auf der Bank abschalten kannst, dann wird's einfach schwierig", so Windmann. Die Sicht der Hesselteicher aber spiegelt das nachfolgende Video-Interview sehr gut wider.



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