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Nach der Schlusssirene haben die Verantwortlichen - hier Maik König (r.) und Markus Wedderhoff - blitzschnell reagiert und Einspruch nach dem Spiel in Bösperde eingelegt.

Ibbenbüren legt tatsächlich Einspruch ein


Von Andreas Teipel

(17.06.19) Die Relegation ist gelaufen? Denkste, Puppe! Der HC Ibbenbüren hat Einspruch gegen die Spielwertung beim SG Bösperde eingelegt. Eine spielentscheidende Schiedsrichterentscheidung sei nicht korrekt gewesen, wodurch Ibbenbüren maßgeblich benachteiligt wurde und nun eine Wiederholung des Spiel herbeiführen will. "Uns geht es nicht darum, kleinkarriert zu handeln", begründet Abteilungsleiter Nicolas Niehoff das Vorgehen, "aber das Spiel und die Akteure haben es verdient, dass die Entscheidung ohne Einflussnahme von außen fällt."

Stein des Anstoßes war die Disqualifikation von Maik Menger nach knapp 40 Minuten aufgrund eines Wechselfehlers. Die Schiedsrichter reagierten dabei auf den Hinweis des Zeitnehmerpults, die Wechselfehler auch anzeigen dürfen. Allerdings, so die Begründung für den Einspruch, habe nur der Bösperder Vertreter den Wechselfehler gesehen. Dennoch entschieden die Schiedsrichter auf zwei Minuten für Menger. Seine dritten, er war damit raus. Ibbenbürens wichtigster Spieler war kaltgestellt. "Das hat schon ein Geschmäckle, wenn der Zeitnehmer der gegnerischen Mannschaft unseren besten Torschützen und agilsten Mann aus dem Spiel nimmt", so Niehoff. 

Und so soll es sich abgespielt haben: Menger hatte in Unterzahl ein Tor erzielt. Zeitgleich mit dem Tor sei aber die Zeitstrafe für Daniel Albers abgelaufen. Dafür sollte nun Markus Tenberg aufs Feld. Tenberg sei also nicht für Menger von der Bank gekommen, sondern füllte lediglich den Kader auf. Menger, der sah, dass ohne ihn die Mannschaft hinten in Unterzahl verteidigte, rannte gleich zurück aufs Feld, was der Zeitnehmer von Bösperde als Wechselfehler wertete.

Zeitangaben sind zusätzlicher Knackpunkt

Und jetzt wird's ganz verzwickt: Im elektronischen Spielbericht ist festgehalten, dass das Tor von Menger und der Wechselfehler exakt zur selben Zeit in Minute 38:21 eingetrgen wurde. "Das kann aus unserer Sicht nur bedeuten, dass die Uhr angehalten war. Da wäre ein Wechselfehler also sogar ganz auszuschließen. Denn Wechselfehler gibt es nur, während das Spiel läuft", meinte Sportleiter und Trainer Markus Wedderhoff gegenüber Heimspiel-online.de.

Das Ganze ist jetzt also per E-Mail an den Vorsitzenden des Spruchausschusses im Handballverband Westfalen gegangen, der nun zunächst alle Formalitäten für den Einspruch prüfen muss. Sollte soweit alles stimmen, so wird das Verfahren mit zwei Beisitzern eröffnet und entschieden, ob es eine schriftliche oder mündliche Verhandlung geben wird. Die Relegation ist also noch nicht gelaufen. Und könnte sich Heimspiel-online ein Urteil schnitzen, so würden beide Teams in der kommenden Saison in der Landesliga antreten dürfen. Stark genug - das haben beide Teams in diesem Duell sportliche bewiesen - sind sie jedenfalls. Fortsetzung folgt.



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