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Landesliga 2

Neuer Trainer: HC Ibbenbüren findet Till toll


Von Andreas Teipel

(04.07.19) Huber. Das ist nicht wirklich ein klassisch westfälischer Name. Dennoch ist der neue Trainer des 1. HC Ibbenbüren im Münsterland verwurzelt. Familiär und sportlich. Und der Kreis Steinfurt sitzt dabei vor allem in seiner DNA. Wohnhaft in Emsdetten, Grundschul-Direktor in Rheine und ab sofort Bezirksliga-Trainer in Ibbenbüren. Der 35-Jährige hat sogar einen Vornamen: Till. Und mit ihm will der Landesliga-Absteiger möglichst rasch den Betriebsunfall wieder reparieren. "Wir haben ein ganz klares Ziel. Und das ist der Wiederaufstieg", glaubt Ibbenbürens Sportlicher Leiter Markus Wedderhoff, der zugleich interimsmäßig Hubers Vorgänger ist, mit Huber den Richtigen gefunden zu haben. Das sei jedoch keinesfalls nur Hubers Verantwortung, "sondern wir wollen als Verein im Team und in Zusammenarbeit auch mit der Jugendabteilung wieder hoch." 

Es ist die erste Trainerstation für Huber im Herren-Bereich in diesen Breitengraden. Im Frauen-Handball hingegen ist der gelernte Torwart schon viele Jahre aktiv - allerdings vornehmlich in anderen Kreisen. Dazu aber später etwas mehr. Dass er in der abgelaufenen Saison die Frauen des HCI trainiert hat, brachte ihn aber zugleich auch ins Spiel für den neuen Posten. "Die Zusammenarbeit mit ihm war toll", so Wedderhoff, "und er passt zu unserem kleinen und familiären Verein." Allerdings sah er bei den Frauen zu wenig sportliche Perspektive, da die Stellung der Ibbenbürener SV in der Oberliga doch herausragt in der Stadt. "Ich sehe mich als Trainer aber vor allem im leistungsbezogenen Bereich." Mit den Herren sieht er da andere Möglichkeiten.

Karren rausziehen und blankpolieren

Die spielen zwar "nur noch" in der Bezirksliga. Doch nach den starken Auftritten in der Landesliga-Relegation um den Klassenverbleib war nicht nur klar, dass dieser Kader in der Bezirksliga eigentlich nichts zu suchen hat. Vielmehr stellte sich der komplette Kader in die Verantwortung und sagte auch für die neu Saison zu. "Karren aus dem Dreck ziehen" nennt man das wohl. Das dürfte Huber munden, denn "wenn das gelingen soll, dann müssen auch alle bereit sein, sich einzubringen und auch an Athletik, Schnelligkeit und technischer Sauberkeit zu arbeiten", sagt Huber. 

Wie das geht, hat Huber schon mehrfach bewiesen. Nachdem seine Spielerkarriere von der Landesliga (u.a. TV Emsdetten II, SuS Neuenkirchen, SC Bottrop, HC TV Rhede) bis in die Oberliga reichte, wo er mit dem TV Lützelinden spielte, glitt er mehr und mehr auch ins Trainerdasein über. Seine erste Station war die des Torwarttrainers beim Frauen-Drittligisten HSG Gedern/Nedda. Es folgte in Rhede eine Funktion als Co- und Torwarttrainer in der Verbandsliga und dann die des hauptverantwortlichen Trainers in einem Tandem der DJK Coesfeld. Schließlich war er alleinverantwortlich Trainer des TV Borken, mit dem er dann schließlich auch im zweiten Jahr in die Frauen-Oberliga aufstieg, bevor schließlich die Sehnsucht nach dem Kreis Steinfurt aufloderte und er zu den Frauen nach Ibbenbüren kam. 

Ist der Schritt zu den Männern denn jetzt für ihn der logische Schritt? "Nein, ich bin für beide Bereich nach wie vor offen. Egal ob Männer oder Frauen." Die Perspektive muss halt stimmen. Die Perspektive für die Zuschauer in Ibbenbüren sieht jedenfalls so aus: Huber wird an Kraft, Athletik, Technik und Schnelligkeit arbeiten. Und wenn er es schafft, auch die Spielfreude, die Power und die Leidenschaft der Relegationsspiele zu bewahren, sollten wir den HC Ibbenbüren künftig klasse Spiele abliefern - und sich ebenfalls eines Tages als Meilenstein in Hubers Vita einbrennen. 

 

 

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