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Landesliga 2 - Anschwitzen, Teil 1

Ein Spiel zum knabbern und denken war der Vergleich zwischen Telgte und Hörste - vor allem im Nachgang. Beide Klubs haben derzeit viele Denkaufgaben zu lösen. Doch damit sind (v.l.) Julian Langenberg, Julius Hagemann und Christopher Kohl nicht allein in der Liga. Foto: Teipel


Heiteres Spiel lässt Verfolgern Vortritt


Von Andreas Teipel

(05.12.19) Fang' den TV Verl! So heit ab sofort das neue Spiel der Landesliga 4. Besonders beliebt dabei: Nur die Verfolger verlieren Punkte, Verl bleibt hingegen stabil und gewinnt seine Spiele. Mal souveräner, mal weniger souverän - aber es gewinnt. Das Feld dahin lichtet sich allmählich und im ersten Teil unseres Anschwitzens für den 10. Spieltag bleibt Verl auch noch der Luxus, auf die Ergebnisse der ärgsten Rivalen (Münster 08, TV Werther, TG Hörste) reagieren zu können. Die Plätze 2 bis 5 spielen alle schon am Freitag oder Samstag; Verl gebührt der Schlussauftritt dieser Runde in Kattenvenne am Sonntag um 17 Uhr. Dazu jedoch mehr in Teil 2 des Anschwitzen, welches morgen folgt.


SpVg. Hesselteich - TSV Ladbergen (Freitag, 19.30 Uhr)
Den Auftakt zum Hunderennen (Verl ist natürlich der Hase) tritt der TSV Ladbergen bei der SpVg. Hesselteich an. "Ladbergen hat klar die Kappe auf mit Leon Ludwigs. Die gehen mit einem qualitativen guten Kader. Die haben erstmal beide Punkt im Sack", macht sich Hesseltrainer Dennis Laumann erstmal ganz klein. Aber uns täuscht er nicht. HA!! Favoriten zu benennen ja ein beliebtes Spielchen, das den Druck vom eigenen Team nehmen und die Erwartungshaltung senken soll. "Na gut, wenn wir uns da ein Pünktchen holen können ... gerne", fügt er bei. Lustig bei der Sache. Als Ladbergens Trainer Holger Kaiser in Versmold Trainer war, war Laumann als B-Junior damit betraut vor dem Spiel die Tribüne auszuziehen. Damit habe sich die Mannschaft immer eine Kiste Bier verdient. Welch ein romantisches Wiedersehen. Ob's auch eine Lovestory wird?

TG Hörste - TV Werther (Freitag, 20.15 Uhr)
Es gab einiges an Frust zu bewältigen bei der TG Hörste. In Telgte hatte ein Siebenmeter gegen sie den Ausgleich für die Friesen zur Folge. Endstand 30:30. In einer Video-Aufnahme von Heimspiel-online war diese Entscheidung nur schwer nachzuvollziehen. Schon wieder ein Remis. Erst das gegen Verl am ersten Spieltag, später das in Gronau ein 27:27 und jetzt das. Die Niederlage in Neuenkirchen mal völlig außen vor gelassen. Wenn das kein Grund ist, genervt zu sein. Und Werther? Die schweben auf Wolke sieben oder acht. Der offensive und tororientierte Handball der Gahlmann-Truppe rollte total rund und hat nach bereits zehn Spielen auch einen vorübergehenden dritten Platz zur Folge. Da wächst was, hat man den Eindruck. In Hörste dagegen schwillt zuletzt eher der Kammer. Da kann alles passieren in dieser Kombination.

SF Loxten II - SC Münster 08 (Samstag, 15.45 Uhr)
Nullacht hat in Werther gewonnen, Nullacht hat in Hamm gewonnen, Nullacht hat in Gronau gewonnen, Nullacht hat in Neuenkirchen gewonnen. *hm hm hm ... drei hin, zwei im Sinn ... Bingo! Nullacht hat bislang alle Auswärtsspiele außer dem in Ladbergen gewonnen. Mal mehr, mal weniger souverän. Gegen Kattenvenne daheim und in Neuenkirchen schwankte die Leistungskurve im Spiel jedoch spürbar. Bislang ging es jedoch immer gut. Sollte sich Nullacht ausgerechnet in Loxten mal der Gemütlichkeit hingeben? Die Sportfreunde ihrerseits sind angeknockt nach der Niederlage in Hamm und der Abstiegszone gefährlich nah. Das macht das Team als Gegner nochmal gefährlicher. Mal sehen, ob 08-Trainer Andreas Helftewes die richtigen Mittel und Töne findet.

TV Friesen Telgte - Westfalia Kinderhaus (Samstag 19.00 Uhr)
Eine Spielpaarung deluxe. Telgte gegen Kinderhaus. Zwei Ex-Kinderhaus stehen jetzt in Diensten der Friesen, die inzwischen von einem Ex-Nullachter trainiert werden. Das riecht nach Derby. Doch nach lokalem Geplänkelt und Getue dürfte beiden Seiten nicht zumute sein. Beide Team finden sich einer schwierigen Findungsphase, die auch durch den Wechsel eben dieser beiden oben genannten Spieler entstand: Christopher Kohl und Niek Jung. Über diese Wechsel wurde schon so viel gesprochen, dass man es bald auch nicht mehr besprechen mag. Wichtig ist vielmehr: Telgte Formkurve zeigt nach oben. Die Friesen haben zumindest mit 276 erzielten Toren ihre Stellung als bester Angriff der Liga zurück; sieben Punkte Rückstand zur Spitze gilt es jedoch zu verdrängen. Kinderhaus dagegen schleppt sich in dieser Hinrunde vornehmlich durch fremde Hallen. Ohne viel Erfolg. Das Team wirkt von außen betrachtet mental erschöpft und hat eine Motivationsspritze mehr als nötig. 

P.S.: Haltet ihr es aus, liebe Leser, dass ich heute mal nicht tippe? Denn auch ich fühle mich jetzt, da der Arbeitstag wieder sooo lang geworden ist, mental erschöpft und intuitiv ermattet. Und in so einer Verfassung sollte man keine Tipps abgeben. 

Weiter zu Teil 2



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