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Landesliga 2 - Anschwitzen, Teil 2

Bloß kein Undercut nach Spieltag zehn


Von Andreas Teipel

(06.12.19) Darf man nach neun Spieltagen schon von Abstiegskampf reden? Wenn am Samstag in Neuenkirchen Vorwärts Gronau vorstellig wird, kommt einem dieser Begriff jedenfalls unvermittelt in den Sinn. Zumindest geht es für beide Teams darum, sich aus der untersten Region zu lösen. Denn bis auf weiteres gilt die Faustformel: Der Meister steigt auf, die drei Letzten steigen ab. Dieser Cut bedeutet also, dass man schon Zehnter werden muss, um sicher nicht abzusteigen. Gronau hat den Sprung vergangenen Sonntag durch einen Sieg über Kinderhaus erstmals seit dem zweiten Spieltag wieder geschafft. Neuenkirchen blieb darunter, bei nur einem Punkt Rückstand. 

Diese zwei sind aber nicht die einzigen, die den Klimmzug über die Linie schnell schaffen wollen. Der TV Kattenvenne teilt sich mit Neuenkirchen Platz 11. Vreden bildet gar den Schluss der Karavane. Also, ist dieser zweite Teil unseres Anschwitzens (fast) nur geprägt von Notleidenden - und von Sauerstoff zwischen den Ohren.


Der 10. Spieltag, Teil 2

SuS Neuenkirchen - Vorwärts Gronau (Samstag, 19.15 Uhr)
Trotz sportlich überschaubaren Erfolgs ist Neuenkirchen als Klub in der Landesliga eine Bereicherung. So sagen es jedenfalls unsere Redaktionsspäher. Ich selbst will mich am Samstag erstmals auch persönlich und vor Ort schlauer machen. "Die Halle ist jedenfalls immer voll", sagt Redaktionskollege Fabian Renger, der dort schon Foto gemacht hatte. Wenn dann auch noch Gronau mit seinen jecken Fans anreist, sollte stimmungsmäßig alles paletti sein. Vom Typ her treffen zwei ganz ähnlich Typen von Mannschaften aufeinander. Groß, robust, zweikampfstark - in meinem inneren Auge sehe ich da schon jede Menge blauer Flecken beim Training nächste Woche. Der Schlüssel zum Sieg könnte darin liegen, wer es schafft, die Haupttorschützen des Gegners am besten zu verteidigen. Auch die Kondition könnte eine Rolle spielen. Wir werden es sehen. Ich freu' mich drauf.

TV Vreden - ASV Hamm III (Samstag, 19,45 Uhr)
Der Wind weht für Vreden eiskalt von vorne, Hamm dagegen kommt mit Rückenwind an die holländische Grenze gereist. Zwei Sieg gegen Loxten und Kattenvenne haben den ASV bis auf Platz 8 vorangeweht. Frei wie ein Vogel würde er mit einem Sieg über Vreden dann die Weihnachtsruhe im sicheren Mittelfeld übersegeln. Eine komfortable Situation, für die es sicher nochmal lohnt Kräfte zu mobilieren. In Vreden aber hat sich die Personallage wieder ein bisschen entspannt und nach 30 Treffern in Ladbergen strahlt Vreden durchaus wieder mehr Torgefahr aus. Doch Handball bedeutet auch verteidigen - und hier hat die Truppe von Trainer Frank Steinkamp als löchrigste Abwehr der Liga definitiv Nachholbedarf. Steinkamp aber ist schon so lange Zeit auf seinem Posten, dass er weiß, wie schnell sich Trends auch wenden können. 34 Punkte sind ja noch zu vergeben bis Saisonende.

TV Kattenvenne - TV Verl (Sonntag, 17.00 Uhr)
Der TV Verl betritt am Ölberg einen heiligen Ort. Nicht nur, dass die Halle rein äußerlich einer Kathedrale ähnelt, die Dorfbewohner des Lienener Ortsteils pilgern auch zahlreich zu jedem Heimspiel, ihrem Tempel von "Hadunveni". So hieß Kattenvenne in seiner ersten schriftlichen Erwähnung 836 n.Chr.. Und ich bin sicher, dass die Bewohner damals schon Handball-Fans waren. "Ich weiß eigentlich nicht viel über die Mannschaft", sagt Verls Trainer Thomas Fröbel, "außer, was ich bei euch gelesen habe. Und deren Publikum ist zu uns durchgedrungen." Verls große Stärke - und darauf muss sich Kattenvenne einstellen: "Hinten raus haben wir immer noch große Reserven Sauerstoff zwischen den Ohren." Ist die deutsche Sprache nicht herrlich vielseitig?

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