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Landesliga 2

Verl Torwart Alexander Greitens verhindert im ersten Durchgang noch eine höhere Führung für den TV Vreden. Foto: Teipel

Vreden bringt Verl in Verlegenheit


Von Andreas Teipel

(14.01.20) In den Extremitäten der Landesliga 2 haben sich die Verhältnisse am 12. Spieltag weiter verhärtet. Sowohl an der Spitze wie auch am Tabellenende ist die Luft dünner geworden, sind Erklärungen oder Rechtfertigungen rarer geworden. Nach der Niederlage des SC Münster 08 in Hesselteich ist nun der TV Werther letzter Verfolger von Spitzenreiter Verl. Zumindest möchte man das so betrachten, um wenigstens ein Fünkchen Hoffnung auf einen rasanten Titelkampf am Leben zu halten.

Weit unten in der Tabelle hat sich das Feld aktut bedrohter Team ebenfalls reduziert. Dafür sorgte Westfalia Kinderhaus mit seinem Sieg in Kattenvenne. Somit rangeln sich unmittelbar vier Mannschaften um einen Nicht-Abstiegsplatz. Schauen wir also in die einzelnen Partien, wie es dort zuging:

Quickies, der 12. Spieltag

SpVgg. Hesselteich - SC Münster 08 26:24 (13:12)
Der SC Münster 08 steckt in einer kleine Sinnkrise, die sich auch in Versmold bei Hesselteich bemerkbar machte. Hesselteichs magerer Kader funktionierte dennoch, weil auch zwei A-Junioren volle Leistung brachten. Öffnet internen Link im aktuellen Fenster[zum fetten Spielbericht...]

SF Loxten II - Vorwärts Gronau 29:30 (13:16)
Vorwärts Gronau hat offenbar den Dreh raus. Mit diesem Sieg setzte sich die Mannschaft von Adam Fischer nicht nur von der Abstiegsregion deutlich ab, alle zeigten außerdem Moral und Nervenstärke. Nicht ein einziges Mal war es Loxten gelungen, die Führung zu übernehmen, obwohl der Mannschaft von Spielertrainer Christian Bauer - eine wichtige Figur im Loxtener Trupp - sechs Mal der Ausgleich gelang. Die Hausherren egalisierten dabei ein 3:6 ebenso wie einen 14:18- oder 25:28-Rückstand. Gronau aber hatte immer wieder die passende Antwort. Vor allem beim Ausgleich von Jan-Phillip Gaedtke zum 29:29 hätte Gronau allen Grund gehabt, die Nerven zu verlieren. Fabian Moß aber, der mit neun Treffern bester Schütze der Gäste war, gelang quasi mit dem Schlusssirene nach einem Freiwurf und einen Rückraumschuss der Siegtreffer. Neben ihm ragte Jan Stienemann mit acht Einschüssen heraus und Torwart Christoph Hockenbrink. Vorwärts-Trainer Adam Fischer freute es, "dass die Gespräche intern tatsächlich geholfen haben. Wir sind aber sicher jetzt nicht so vermessen zu sagen: Lassen wir sie mal alle kommen."

TV Friesen Telgte - SuS Neuenkirchen 38:22 (19:14)
Einen wahrer Seelenstreichler gab es für den TV Friesen Telgte. 16 Tore Vorsprung - das wollen die Fans sehen. Allerdings war Neuenkirchen auch nur unzureichend gerüstet. Zwei der wichtigsten Spieler waren derbe angeschlagen. Mister-19-Tore, Marcel Bütergerds, war aufgrund einer Oberschenkelverletzung nur in der Abwehr einsatzfähig. Und Spielmachher Felix Boolke kam ohne Training und grippegeschwächt zum Einstz. "Dafür haben wir eigentlich gut mitgehalten", fand anschließend SuS-Trainer Manuel Öhmann, dass ein Fünf-Tore-Rückstand zumindest in der ersten Halbzeit in Ordnung ging. Im zweiten Durchgang aber bracht die Gegenwehr zusammen. Telgte fischte in der Deckung alles weg, und schickte dann Philipp Dichtler (14/5 Tore) oder Raphael Petzold (6) auf die Reise. 20 der 22 Treffer Neuenkirchens gingen auf die Kappe von Kevin Achterkamp (8), Felix Bollke (6) und Jannik Miete.

So schön kann es aussehen, wenn Telgtes Raphael Petzold seine Tempogegenstöße abschließt. Foto: Teipel

 

TG Hörste - ASV Hamm III 35:21 (16:8)
So könnte die Kabinen-Ansprache Hörste ausgesehen haben: Spielertrainer Marco Stutzki und Heiko Schuster sowie Aushilfscoach Tom Bäumer stehen still und schweigend vor der Mannschaft und halten eine Zeitschrift vor ihre Brust. "Erwachet!" - so der Titel. Die Kabinendecke tut sich auf und ein heller Lichtschein durchflutet den Raum. Und ab geht's! Hörstes Deckung steht von Beginn an bombig gegen die Individualaktionen des ASV. 7:1 führte Hörste bereits nach gut neun Minuten; 26:14 nach 47 Minuten. Da war die dritte Zeitstrafe für Hamms Niklas Artmann längst unerheblich. Allein Purwin durfte sich über insgesamt acht persönliche Treffer freuen. Bestwert für Hamm. Auf Seiten der Gastgeber toppte Pascal Kaiser alle seine Team Kollegen mit acht Toren. Silvan Tarner war immerhin siebenmal erfolgreich. 

TV Vreden - TV Verl 20:26 (15:12)
Als die Niederlage von Münster 08 längst bekannt war, da prangte plötzlich ein Halbzeitstand auf der Ergebnistafel in Vreden, bei dem man schon ein zweites Mal hinsehen musste. Vreden führte mit drei Toren. "Mit nur 75 Prozent gewinnst Du in dieser Liga nunmal keine Spiele", hatte TV-Trainer Fröbel reichlich Futter für die Kabine. Vreden machte es aber auch sehr geschickt, verteidigte gut und schwappte dann mit der ersten und zweite Welle flüssig nach vorne. Verl-Torhüter Christoph Greitens parierte sogar noch zwei Tempogegenstöße. Es hätte also noch deutlicher werden können. Die Abwehr war aber schließlich die Medizin fürs Spiel des Tabellenführers. Zehn Minuten lang ging Vreden leer aus, Verl zog mit 17:15 vorbei und hatte das Spiel gedreht. Der Rest spiegelt sich im Endstand wider. Kreisläufer und Siebenmeterschütze Albert Kreismann (6/4) war bester Schütze der Gäste; Vredens Trefferbild umfasste acht Schützen mit zwei bis vier Treffern. 

TV Kattenvenne - Westfalia Kinderhaus 26:28
Wieder einmal verließen die Kattenvenner enttäuscht das Spielfeld. Ein Honerkamp entschied die Partie schließlich. Videos mit Spielszenen und Interviews erklären, was geschah. Öffnet internen Link im aktuellen Fenster[zum fetten Bericht...]

TV Werther - TSV Ladbergen 28:27 (15:10)
Dieses Spiel war knapper als es eigentlich war. "Und diese Frage beschäftigt mich seit Sonntagabend", rätselte Werther Trainer Carsten Gahlmann einen Tag später im Gespräch mit Heimspiel-online. Eigentlich spielte sein Angriff gegen die Ladberger 6:0-Deckung stark. Die Abläufe stimmten, Fehler der Gegner bestraften seine Läufer mit Tempogegenstößen und "vorne waren wir total konsequent. Kaum technische Fehler." Nach 50 Minuten war aber Schluss mit der Herrlichkeit. Ladbergen hatte seinen Laden hinten nun dicht gemacht, ließ Werther an der kurzen Leine, sodass die Hausherren immer wieder in Zeitnot gerieten. Auch die mannbezogene 4:2-Deckung des TSV lehrte Werther das fürchten. Von 20:26 kam Ladbergen bis auf ein Tor heran. Die verbliebenen 88 Sekunden aber verstrichen ungenutzt. Maurice Dinkwarth (7/1) und Fynn Huxohl (6) waren Werthers Beste. Ladbergens Linkshänder Robin Dellbrügge kam mit acht Treffern speziell in der Schlussphase ordentlich zum Zuge.

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