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Landesliga 2 - Quickies

Werthers Kreisläufer Moritz Topp (v.) wird hier gerade noch von 08-Verteidiger Linus Witzenhausen gehindert MIT Ball abzuschließen. Foto: Teipel

Zähes Nümmerchen in Verl


Von Andreas Teipel

(23.01.20) Die Kräfteverhältnisse in der Landesliga sind nun ausgelotet. Die Auftaktpartie zur Rückrunde zwischen Verl und Hörste offenbarte keine signifikante Veränderung - oder schürte Hoffnung, dass Hörste sich in der Spitze der Liga zurückmelden könnte. Nach der Niederlage in Münster und jetzt bei Verl, sollte man der TG den Gefallen tun, sie wieder in den Kreis der Normalsterblichen aufzunehmen.

14. Spieltag

TV Verl - TG Hörste 24:21 (14:10)
Ein zähes Nümmerchen war es, das sich den Zuschauern bei diesem Match darbot. Nach knapp acht Minuten führte Verl mit 3:0. Das erste Tor für Hörste fiel nach 9:26 Minuten zum 1:3. Da kann man eigentlich nur ungläubig staunen. Verls Rückraum mit Jars Jogereit und Thilo Vogler waren im Zusammenspiel mit Kreisläufer Albert Kreismann der Zugang zu den meisten Toren. Hörstes Weg führte einmal mehr über Silvan Tarner und Rechtsaußen Pascal Kaiser. Immer besonders raffiniert übrigens ein Spielzug zwischen den beiden, wenn Tarner alternativ zum Abschluss quer durch gegen gegnerischen Kreis Kaiser mit einem scharfen Pass bedient und der dann einspringt zum eigentlichen Schuss. Verl aber blockierte speziell im ersten Durchgang die Passwege auf Kaiser, der mit insgesamt sieben Treffern vor allem im zweiten Durchgang stach. Doch nur ein einziges mal gelang es den Gäste überhaupt, bis auf einen Treffer heranzukommen. Zwischenzeitlich lag Verl sogar mit fünf Toren vor. Ein 16:17 in der 46. Minuten war das höchste der Gefühle an diesem Abend für die TG. Kreismann war mit vier Treffern aus dem Spiel heraus und vier vom Siebenmeterstrich bester Verler Schütze. Kaisers sieben Tore (davon drei Siebenmeter), toppte nur Tarner (9), der bemerkenswerterweise nach einem Fehlwurf die Verantwortung aus sieben Meter an Kaiser abtrat. 

Vorwärts Gronau - SpVg. Hesselteich 26:22 (13:12)
Zwei 5:1-Abwehrreihen, die auf schnelle und einfache Tore aus sind standen sich in diesem Mittelfeld-Duell gegenüber. Gronau, hochmotiviert, war angespornt von der Siegesserie zuletzt, der Chance, Hesselteich in der Tabelle zu überholen und sich für die Hinspiel-Niederlage zu revanchieren. Zunächst aber musste sich die Vorwärts-Deckung erst noch finden. Die dachte nämlich zu sehr rückwärts. Als das von Trainer Adam Fischer nach rund einer Viertelstunde erkannt und behoben war, klappte es besser. Nach dem Seitenwechsel musste Gronau jedoch einen 13:15-Rückstand verarbeiten, tat das und lag schließlich in der 55. Minute mit 23:19 vorne. "Das war schon eine Wonne zu sehen, wie jeder mit und für jeden kämpfte", strahlte Fischer hinterher. Er verteilte auch Lob an die beiden Torhüter Sebastian Klaas und Christopher Hockenbrink, die jedoch beide der Entscheidungshoheit von Torwarttrainer Theo Nagelmann unterstellt sind. 

SC Münster 08 - TV Werther 22:23 (11:14)
Wie schlägt man den TV Werther? Der SC Münster 08 war ganz nah dran, den Schleier um dieses Geheimnis zu lüften. Aber da war noch ein gewisser Herr Hannes Köhne im Spiel, der die Nullachter nur erahnen ließ, was die wirkliche Antwort ist. Der TV-Torwart hielt in der Schlussphase, was zu halten war und kompensierte damit die völlige Flaute im eigenen Angriff. Auf jeden Fall aber war Nullacht ganz dicht dran. Vor allem eine Umstellung in der Deckung sorgte dafür, dass Werther Abschluss lahmte und so die Gelegeneheit entstand den 11:14-Pauserückstand aufzuholen. Auch die Hereinnahme des 20-jährigen Linkshänders Lasse Meyer sorgte für Belebung im 08-Angriff, der sich nicht nur einer 3-2-1-Deckung gegenüber sah, sondern bisweilen auch einer 3-3-Formation. Malochen musste aber jeder einzelne Münsteraner. Nur belohnt wurde das am Ende nicht. Ein ausführlicher Bericht folgte.

ASV Hamm III - TSV Ladbergen 31:34 (16:16)
Beinahe 50 Minuten waren gespielt. Die Partie stand 28:28. Ladbergen ging jetzt durch einen Siebenmeter von Leon Ludwig in Führung. Ein völlig ausgegliches, da gingen mit Hamm die Pferde durch. Innerhalb von einer Minute kassierten drei Spieler eine Zeitstrafe: Erst Levin Drees, dann Niklas Artmann, schließlich Steffen Feldmann. Und noch ehe der ASV wieder vollzählig war, führte Ladbergen mit 31:28. Da waren noch fünfeinhalb Minuten zu spielen. 30:32 - und zack: wieder Unterzahl für die Gastgeber. Robin Dellbrügge (11 Tore) und Julian Schröer (2) sagten Danke und stellten den Spielstand auf 34:30. Das war's. Ladbergens Sportleiter Stefan Ferlemann aber sah "ein sehr faires Spiel mit guten Schiedsrichtern." So war es denn einfach der Lauf eines Spiels, der halt manchmal brutal sein kann. Hamm hatte also nicht überdreht. Vielmehr hatte Ladbergen die Hereinnahme von Schröer und Arne Hoffemeier nach der Pause zusätzlich gut getan.

Westfalia Kinderhaus - TV Vreden 34:28 (16:11)
Wenn Matthias Leenings für Kinderhaus sieben Tore macht, dann heißt das meistens: Westfalia-Abwehr steht, fischt Bälle und schickt den Linksaußen lang. Das zu verifizieren ist jedoch schwierig, denn dieser Text entsteht gerade während des WM-Finales. "Du rufst gerade ungünstig an", bleibt Manuel Honerkamp freundlich aber kurz angebunden. Und so klammere ich mich denn an den Spielstand und die Torschützen, die mir folgendes offenbaren: Halbrechts Tobias Berger traf siebenmal, Halblinke Stephan Dittrich fünfmal und Kreisläufer Marco van Heeck mit ebenfalls fünf Einschüssen zeigte, dass seine stemmige Statur Raum für Tore schafft. Van Heeck, der in der vergangenen Saison nur selten spielte, ist in dieser Saison zu einer echten Bereicherung fürs Kinderhauser Team geworden. Die Vredener Gäste hingegen stolperten über eine verpatzte Schlussphase der ersten Hälfte. Eigentlich sah es nach gut 24 Minuten und einer 11:10-Führung für Vreden schon recht propper aus. Van Heeck aber legte drei Dinger in Folgre rein und erzielte auch die 16:11-Führung. Chance vertan. 

Und dann ruft Manuel noch zurück, immer noch freundlich, diesmal aber hilfsbereit. Und war es so mit Matthias Leenings? "Jooooaaaa, er hat aber auch einige von außen gemacht. Trotzdem hat unsere erste und zweite Welle gut funktioniert. Die waren auf jeden Fall Teil unseres Erfolgsrezepts.

 

SuS Neuenkirchen -SF Loxten II 34:28 (15:13)
Und dann durften Sie endlich wieder "Prost Ihr Säcke" rufen in der Kabine. Endlich wieder mal einen Sieg feiern. Endlich wieder zwei Punkte. Nach neun - teils sehr knappen - Niederlage in Folge. Seit dem 41:39 gegen Hörste war beim SuS nichts mehr gelaufen. Loxten hat diese quälende Serie aufgehoben. Früh in der zweiten Hälfte blieben die Gäste fast zehn Minuten ohne Torerfolg. Neuenkirchen schnappt sich diese Gelegenheit. Matthias Boolke, David Beermann, Marcel Bütergerds und zweimal Kevin Achterkamp stellten in dieser Zeit auf 23:18. Den Löwenanteil der Neuenkirchener Treffer schnappten sich Bütergerds (6/5), Matthis Boolke (6) und Daniel Beermann (6). Loxten auf der anderen Seite hatte in Kim Dreger, Julian Müller und Marcel Hermann drei Fünffach-Schützen.

TV Kattenvenne - TV Friesen Telgte 31:30 (17:16)
Revanche geglückt - Einstand misslungen. Noch im Hinspiel hatte Telgte mit nur einem Tor die Nase vorn und Kattenvenne, den leidenschaftlichen Aufsteiger, so eben noch in seine Schranken verwiesen. Der heutige Auftritt der Gäste war zugleich der erste mit neuem Interimstrainer Alpár Jegenyés. Er war für Björn Hartwig eingesprungen, nachdem sich dieser unter der Woche mit Telgte über eine Auflösung seines Vertrages geeinigt hatte. Die Partie gestaltete sich wie schon im September völlig offen. Mehr als zwei Tore Vorsprung waren keiner Seite je vergönnt und die Führungen wechselten ständig. Beim Stand von 28:28 gelang Kattenvenne aber durch Hinrich Hukriede und Jan Glasneck der entscheidende Doppelschlag, den Telgte knapp anderthalb Minuten aufzuholen hatte. Weil aber Alexander Kipp in der Schlussminute noch einen nachlegte, blieben die Punkte am Ölberg. Und nach dem zweiten Sieg in Folge dürfte jetzt auch das angeknaxte Selbstvertrauen wieder heilen. Stimmen auf der Tribüne, die Trainer Florian Schulte nach mehreren Rückschlägen des TVK leichtfertig mangelnde Motivation aufgrund seines Fortgangs nach der Saison unterstellten, sollten indes verstummen. 



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