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Landesliga 2

Werthers Torhüter Hannes Köhne (l.) war der Endgegner des SC Münster 08, den Lasse Meyer (r.) und seine Nebenleute fast bezwungen hätten. Fotos: Teipel

08 scheitert gegen Werther am Endgegner


Von Andreas Teipel

(27.01.20) Wer den TV Werther bezwingen will, der muss eines unbedingt beachten. Dem SC Münster 08 wäre dieses Kunststück auch fast gelungen, doch dann tauchte plötzlich der Endgegner auf. War es nun eigenes Verschulden oder der Werther-Faktor, der der 22:23 (11:14)-Niederlage zugrunde lag? Die einen meinen so, die anderen meinen so. Fest steht aber: Wer Werther schlagen will, der muss dringend dafür sorgen, dass dieser keine Tore schießt; denn die offensive Abwehr der Ostwestfalen ist nur schwer zu knacken.

Nullacht befand sich jedoch auf einem sehr guten Weg, hatte eingesehen, dass die Standardvorgehensweise gegen diesen Gegner nicht zum Erfolg führen würde. Allerdings hatte 08-Trainer Andreas Helftewes ohnehin umdisponieren müssen. Kreisläufer Jan-Philipp Meyer war für sein zweites Team, die HSG Hüllhorst, in der Verbandsliga unterwegs und Rückraumschütze Lasse Gehmeyr hatte sich im Training die Bänder verletzt. Also stellte Nullacht zunächst mit Paul Schütte oder Hermann Frintrop und Linus Witzenhausen einen massiven Innenblock. Das lief auch eigentlich nicht schlecht, auch wenn Werthers Halblinker Finn Karklis bis zum 10:6 nach knapp 20 Minuten schon sieben seiner acht Tore aus dem Rückraum schoss. Doch im eigenen Angriff kam Nullacht überhaupt nicht klar. Das übliche Positionsspiel musste immer wieder abgebrochen. Meyer fehlte am Kreis als Block und Anspielpartner; Gehmeyr als Hau-drauf-wie-nix. Zehn Tore bis zur Pause? Das geht gewöhnlich flüssiger.

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So kann's gehen 

Helftewes aber reagierte. Brachte den 20-jährigen Linkshänder Lasse Meyer für den erfahrenen Auge-Spieler Nils Sibbersen und damit deutlich mehr Aggressivität in den eigenen rechten Rückraum. Meyers Spielart (es war sein zweiter Einsatz in dieser Saison) verunsicherte Werters Deckung zunehmend. Immer wieder lief er von weit rechts quer durch die TV-Deckung, riss Löcher und stieß in die Lücken, um schließlich selbst abzuziehen. Da hatte er überhaupt keine Bedenken. Ein Treffer kurz vor und drei kurz nach dem Seitenwechsel zwangen Werther zum Handeln. Die Abwehr rückte jetzt sogar auf 3-3 vor, um Meyer noch näher zu decken. Nullacht war immerhin schon auf 16:17 rangerückt. Auch die beiden Außen, Jorma Kramer und Sven Lüdiger, wurden vom aufblühenden Witzenhausen eingebunden. Schütte und Frintrop waren jetzt ebenfalls mit Toren zur Stelle. 

Diese Spielart UND ein Umstellung der Nullacht-Deckung auf ein 5:1 nahmen Werther an die Kandare. Helftewes: "Diese Formation können eigentlich gar nicht. War aber das richtige Mittel." Und Münster war wieder im Spiel. Oder? Beinahe. Denn plötzlich tauchte aus dem Nichts der Endgegner auf. An die zwei Meter groß mit der Zwölf auf dem Rücken und zwischen den Pfosten im Werther Tor. Hannesa Köhne, der im Sommer von der SpVg. Steinhagen nur schweren Herzens abgegeben wurde, zeigte, dass zu jeder Abwehr auch ein Torwart gehört. Rund ein halbes Hundertprozentige holte der junge Kerl raus. An ihm bissen sich Lüdiger und Jorma Kramer von außen wie bei Tempogegenstößen die Zähne aus. Auch Lasse Meyer kam nicht mehr zum Zuge. "Normalerweise musst Du so ein Spiel gewinnen", sagte Helftewes hinterher. Aber Werther ist in dieser Saison auch kein normales Team. Die Mannschaft ist von Trainer Carsten Gahlmann top eingestellt, die Abläufe funktionieren im Schlaf. Und bei nur 23 Gegentoren im Schnitt, weiß man bei Münster 08 seit dieser Partie auch, woher diese Quote kommt.



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