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Landesliga 2 - Anschwitzen, Teil 2

Weit entfernt vom Kreis gehen Werther (o.) und Verl (u.) ihre Gegner schon im Spielaufbau an. Fotos: Teipel

Freudentanz der Spielsysteme


Von Andreas Teipel

(31.01.20) Heute gibt es keinerlei Ausreden mehr. Heute heißt es Flagge zeigen. Drei absolute Kracherspiele verlangen Heimspiel im zweiten Teil unseres Anschwitzen alles ab. Schon die Partie in Hörste ringt einem höchste Risikobereitschaft ab, um hier einen Tipp rauszuhauen. Kaum hat man sich aber zu einem Endergebnis durchgerungen, haut einem der Spielplan schon das nächste Drama um die Ohren. Abstiegskampf as Abstiegskampf can be. Ich spüre Stress in mir aufsteigen. Der bricht sich schließlich im Super-duper-ober-Gipfel Bahn. Ich kann nicht mehr. Jetzt muss es raus!

Der 15. Spieltag, Teil 2

TG Hörste - Vorwärts Gronau (Samstag, 19.15 Uhr)
Wer hätte vor der Saison gedacht, dass man mit großer Spannung auf diese Paarung schauen würde? Doch tatsächlich reist Gronau mit der Empfehlung von sechs Siegen in Serie zum einstigen Titelfavorit Nummer 1 nach Hörste. Die Realität hat dieses Duell aber zu einer Partie zweier punktgleicher Mannschaften gemacht, die durch einen Sieg Anschluss zum oberen Ligadrittel herstellen können. "Ich bin der Ansicht, dass Demut jedem gut zu Gesicht gesteht", lässt sich Gronaus Trainer Adam Fischer auf dieses Gedankenspielchen gar nicht erst ein. "Natürlich ist es für uns eine Bestätigung, auf die wir sehr stolz sind, dass wir uns in so einer Situation befinden. Aber für uns bleibt das Saisonziel der Klassenverbleib. Auch wenn's langweilig klingt." Recht hat er. Aber auf den Ausgang der Partie sind wir trotzdem sehr gespannt.
Heimspiel-Tipp: Da muss ich wirklich grübeln ... tippe aber konservativ auf ein 29:25 für Hörste.

TV Vreden - SuS Neuenkirchen (Samstag, 19.45 Uhr)
Zum fröhlichen Vereinsleben gehört mittlerweile längst auch das Jubel-Selfie nach einem Sieg in der Kabine. Da hatte Neuenkirchen wirklich lange drauf warten müssen. Ein moralischer Ansporn, den man für ein Tiefflug-Duell wie dieses nur allzu gerne mitnehmen würde beim SuS. Folgende Situation: Vreden ist Liga-Schlusslicht mit vier Punkten, Neuenkirchen Vorletzter mit sechs. Die Messlatte liegt aktuell aber bei zehn Punkten - sofern die Konkurrenz sich nicht weiter Speck anfrisst. Für Vreden, dass beide Siege auch in eigener Halle holte, beginnt jetzt die neuralgische Phase, denn der SuS ist nur der Auftakt von drei direkten Vergleichen mit der Abstiegskonkurrenz (es folgen Kattenvenne und Loxten). Fast schon sind sechs Punkte aus diesem Tripple Pflicht, will Vreden wirklich drin bleiben. 
Heimspiel-Tipp: Neuenkirchen nimmt den Schwung mit und holt seinen ersten Auswärtssieg - 34:30.

TV Werther - TV Verl (Sonntag, 18.00 Uhr)
Der Zweite empfängt den Tabellenführer bei drei Punkten Rückstand. Es juckt mir im rechten Fuß, die weite Anfahrt aus Münster auf mich zu nehmen, um mir dieses Spektakel anzuschauen. Nein, ein Feuerwerk der Tore wird das wohl kaum. Eher ein Freudentanz der Spielsysteme. Denn diese beiden Teams haben bewiesen, dass in 2019/20 die Ergebnisse von Teamgeist, Lernwille, Entwicklungsbereitschaft und Freude an der stetigen Verbesserung des eigenen Spiels abhängen. Das will man natürlich niemandem der anderen Teams absprechen, nicht falsch verstehen. Doch in Werther und Verl (in letzter Zeit auch in Ladbergen) kommt diese Arbeit besonders zum Tragen und wird mit höchstem Trainingsaufwand lustvoll durchgezogen. Au weia, ich schreibe mich um Kopf und Kragen. Aber ich liebe einfach freche 3-2-1-Deckungen, ich liebe Tempogegenstöße und ich liebe es, wenn Mannschaften so flexibel agieren können, dass sie noch während des Spiels durch den Wechsel ihrer Spielweise Gegner doch noch knacken können. 
Heimspiel-Tipp: Das Spiel entscheidet sich über den Kreis und vom Siebenmeterstrich. Und hier ist Albert Kreismann der entscheidende Mann für Verl, das 24:27 gewinnen wird.



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