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Landesliga 2

Die beiden Kreisläufer Eike Siering (Kinderhaus, l.) und Timon Lepper (Hörste) standen sich häufig gegenüber. Foto: Teipel

Zurück, marsch, marsch ist Hörstes Zünder


Von Andreas Teipel

(10.02.20) Eigentlich sah es gar nicht schlecht aus für Westfalia Kinderhaus. Eine anfängliche Desorientierung nordete sie schnell wieder ein, reagierte pragmatisch auf das Spiel der TG Hörste und lag nach dem Seitenwechsel sogar vielversprechend mit drei Tore vorne. Am Ende aber gewannen die Gäste. Mit 35:31 (15:16) dann sogar auch unangefochten. Im wesentlichen waren es taktische Umstellungen Hörstes, die Kinderhaus aus dem Takt brachten. "Da gab es sicher auch Fehler meinerseits", räumte Westfalia-Trainer Sebastian Dreiszis freimütig ein. Eine seltene wie sympathische Tugend. "Manchmal muss man den Gegner aber auch vor neue Aufgaben stellen", gefiel es Hörstes Spielertrainer Marco Stutzki, dass die Maßnahmen griffen.

Verständnis für den Gegner wächst

Im Zentrum dieser Thematik stand die Deckung der Rothosen aus Hörste. Die hatte gemerkt, dass Kinderhaus mit der 6:0-Deckung immer besser zurecht kam. Speziell das Anspiel für Eike Siering, der sich als wendiger Spieler zwischen den Abwehr-Hünen der TG geschickt verhielt, glückte häufig. Hier machte auch Tobias-Berger-Vertreter Henning Spreer eine gute Figur. Aber auch Jan Limke auf Halblinks brach dreimal mit seinen Distanzschüssen durch. Kurz vor der Pause hatte dieser sogar noch das 17:15 in der Hand, vergab aber einen Siebenmeter 37 Sekunden vor der Pause. Zudem war es gelungen, in der Abwehr Silvan Tarner in Schach zu halten. Dafür war aber Pascal Kaiser auf Rechtsaußen schwer zu stoppen. Über seine Position liefen vor allem die ersten erfolgreichen Hörster Attacken.

Mit der 6:0-Formation war Kinderhaus scheinbar nicht beizukommen, weshalb Hörste nach 20 Minuten auf eine 5:1-Deckung wechselte. Die blieb aber ebenfalls wirkungslos - machte die Sache sogar noch schlimmer. Als sich dieser Abstand gleich nach der Pause sogar auf 18:15 ausdehnte war die Zeit gekommen zu handeln. "Zurück, marsch, marsch!", hieß es also für Hörstes Deckung. "Als die TG dann wieder auf 6:0 zurückstellte, habe ich vielleicht zu spät reagiert", hätte Dreiszis, der mittlereweile auch mehrfach Personal gewechselt hatte, im Nachhinein lieber früher die Urspungsformation aufs Feld geschickt. So aber geriet sein Team ins Straucheln. 

Westfalia schluckt 0:7-Serie

Plötzlich waren die Gäste hellwach. Tarner war nun bereit, ließ häufig den ersten Gegner stehen - der zweite kam nicht selten zu spät. Auch seine Nebenleute zogen nun voll durch. Ob Julius Hagemann, Timo Lepper oder Daniel Barrelmeyer - sie alle waren am Start, als Kinderhaus sieben Treffer in Folge schlucken musste, ohne auch nur einmal selbst zu treffen. War das eventuell auch ein Kräfteverschleiß spürbar. Hörste stieß jedenfalls auf keinen bedrohlichen Widerstand mehr, drehte das Spiel von 18:21 in ein 25:21 und ließ sich das Ding nicht mehr nehmen. Dreiszis: "Mal wieder eine verdiente Niederlage gegen Hörste." Es war die vierte in Folge seit der Saison 2018/19. Weiter zurück reichen die verfügbaren Archive derzeit leider nicht. Nicht mal unsere ;)

Tore für Kinderhaus: Siering (7), Limke (6), Leenings (5), Dittrich (4), Spieler 19 (3), M. Honerkamp (2), Schulz (2), Hollenbeck (1), van Heeck (1)

Tore für Hörste: Tarner (12), Kaiser (7), Hagemann (5), D. Barrelmeyer (4), Lepper (3), Spieler 24 (2), Grabowski (2)



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