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Landesliga 2 - Anschwitzen, Teil 1

Frank Steinkamp schien unerschütterlich angesichts der schwarzen Hinserie des TV Vreden. Heute zeigt sich warum. Foto: Teipel

Steinkamps Vreden verdichtet die Abstiegszone


Von Andreas Teipel

(13.02.20) Da braut sich was zusammen im Abstiegskampf. Noch vor zwei Wochen schien sich die Spreu vom Weizen zu trennen. Drei Abstiegsplätze schienen maximal unter vier Mannschaften ausgespielt zu werden. Heute, zwei Spiele später muss man wieder sechs Truppen auf die Liste bedrohter Mannschaften setzen. Bis zu Platz 9 hin wird es ernst. Und darüber sind die Abstände auch nur marginal. Aus diesem Grunde schwitzen wir den 17. Spieltag diesmal nicht chronologisch sondern thematisch an. Und der heutige Plot hießt: Abstiegskamp.

Der 17. Spieltag, Teil 1

ASV Hamm III - TV Verl (Samstag, 17.15 Uhr)
Schon eine Negativ-Serie von vier verlorenen Spielen hat Hamm wieder in den Strudel nach unten gezogen. Am elften Spieltag belegte die Mannschaft von Trainer Kevin Andrä noch Platz vier bei vier Zählen Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Fünf Siege, sechs Niederlagen - das ließ sich doch ordentlich an. Und dann kein einziges Pünktchen mehr. In der Zwischenzeit aber punkteten die anderen. Sieht nicht so aus, als würde ich an diesem Trend gegen Verl etwas ändern. Ursache für die jüngsten Rückschläge waren vor allem Personalnöte. Die allein will Andrä aber nicht gelten lassen: "Natürlich konnten wir gegen Werther die Ausfälle nicht kompensieren", wird der junge Coach im Westfälischen Anzeiger zitiert, "doch unsere vielen Pass- und Fangfehler, unsere oftmals zu riskanten Anspiele und unsere zahlreichen verschenkten Möglichkeiten waren letztendlich ein gefundenes Fressen für Werther." 
Heimspiel-Tipp: Mit Verl kommt jetzt der Fressen-Sucher nummero uno der Liga - und gewinnt mit 32:26.

SpVg. Hesselteich - TV Kattenvenne (Samstag, 18.00 Uhr)
Man darf dieses Aufeinandertreffen getrost als Krisengipfel bezeichnen. Denn sowohl  Hesselteich als auch Kattenvenne müssten nicht unbedingt Abstiegskämpfer sein. Die Gründe hierfür sind jedoch unterschiedlich. Während Hesselteichs Trainer Dennis Laumann Woche für Woche zusammenkratzt, was an Personal nicht bei drei auf dem Baum ist, findet und findet Kattenvenne einfach nicht in eine stabile Haltung. Mit deftigen Niederlagen gegen die direkte Konkurrenz aus Vreden (22:33) und Loxten (24:31) hat sich die Mannschaft um Trainer Florian Schulte unerklärlicherweise um den Lohn ihrer Siege gegen Telgte und Neuenkirchen gebracht. Was passiert da gerade in den Köpfen der Spieler? In Hesselteich sind es weniger die Köpfe, eher die Sehnen und Muskeln der Spieler. Jüngste Hiobbotschaft: Mitteaufbau Yannik Mithöfer wurde ein gerissenes Kreuzband diagnostiziert. Die Saison ist durch für ihn. In Neuenkirchen waren die aushelfenden fünf A-Junioren nicht nur kaderfüllend sondern auch spielprägend. Doch ob sie wirklich immer jede Woche können, ist fraglich. Insofern muss man anfangen, sich um Hesselteich ernsthafte Sorgen zu machen, auch wenn der Vorsprung auf Kattenvenne noch/noch scheinbar beruhigende fünf Zähler misst.
Heimspiel-Tipp: Die A-Jugend JSG Hesselteich/Loxten hat auswärts ein Spitzenspiel in der A-Jugend-Oberliga, wo sie Rang 2 belegt (*anerkennender Pfiff durch die Zähne). Kaum vorstellbar, dass sie gegen Kattenvenne dabei sein werden. Daher glaube ich an einen Sieg für Kattenvenne - 27:25.

TG Hörste - SuS Neuenkirchen (Samstag, 19.15 Uhr)
Für das neue Ligaschlusslicht aus Neuenkirchen ist es schwierig, die gute Stimmung in Team und Verein auch in landesligataugliche PS auf die Straße zu bringen. Aber war haben wir gelernt: Niemals daran glauben, dass in dieser Liga nichts geht. Nicht mal gegen Hörste, die sich allerdings zusehends im Aufwind befindet. Die Mentalen Knoten lösen sich, die Variabilität wächst und die Ergebnisse stimmen wieder - nur spielt die Mannschaft in dieser Saison eben nur noch für sich und ihre Zuschauer. Die sind jedoch so zahlreich und enthusiastisch, dass das ausreicht, Neuenkirchen nicht zum Zuge kommen zu lassen. Allerdings war SuS-Trainer Manuel Öhmann zuletzt wieder sichtlich zufriedener mit der kämpferischen Einstellung seiner Mannschaft, die im Abstiegskampf nunmal unerlässlich ist: "Mit der Mannschaftsleistung war ich zuletzt wieder bestens zufrieden", so der Coach, "nur haben wir gegen Hesselteich den Deckel nicht drauf gemacht."
Heimspiel-Tipp: Hm, war da nicht noch was? Richtig: das Hinspiel. Das gewann Neuenkirchen mit 41:39 und Marcel Bütergerds butzte 19 Mal. Daher folgender Tipp: Hörste gewinnt 41:39 und Silvan Tarner butzt 19 Mal.

TV Vreden - SF Loxten II (Samstag, 19.45 Uhr)
Und hier wären wir also auch bei dem Team, dass die Thematik dieses Artikels überhaupt erst möglich gemacht hat: der TV Vreden. Mit vier Punkten lag das Team hoffnungslos am Tabellenende. Vor drei Wochen. Dann kam die Serie der direkten Duelle: Neuenkirchen, Kattenvenne und jetzt Loxten. Um die Saison nicht jetzt abschreiben zu müssen waren im Grunde sechs Punkte aus diesen drei Spielen Pflicht. Sechs hat Frank Steinkamp jetzt auch tatsächlich im Sack. Drei sollen jetzt gegen Loxten folgen. Wenn das aber mal so einfach wäre ... Denn Loxten hat sich ebenfalls da unten rausschlawienert. Auch hier war die Punktausbeute aus den beiden vergangenen Spielen maximal. Spielertrainer trat zurück, sprach sich mit der Mannschaft aus, bleibt Spieler, Loxten gewinnt wieder. Alles gut. Vreden hingegen ist wieder schlagkräftig, in bester Spiellaune, und strotzt vor Lust an der nun ausstehenden Restsaison mit all ihren Herausforderungen. Trainer Steinkamp war jedenfalls in der gesamten schwarzen Hinserie nicht einmal böse, vorwurfsvoll - geschweige denn resigniert. Aber eine der hübschen Mini-Serie wird an diesem Wochenende reißen. Außer bei Unentschieden freilich :)
Heimspiel-Tipp: Ich glaube inzwischen an den Neun-Punkte-Plan Vredens: 33:31.



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