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Landesliga 2

Schwerer Verlust für Hesselteich, bitterer Verdacht für Tim Kleine-Tebbe. Der Kreisläufer schied mit Verdacht auf Kreuzbandriss in der ersten Hälfte aus. Foto: Teipel

Entwarnung: Tür zur Feuerleiter vorerst geschlossen


Von Andreas Teipel

(01.03.20) Neun Punkte beträgt nun der Abstand auf die Abstiegsränge. An diesem Wochenende haben drei Klubs die Tür zur Feuerleiter hinter sich geschlossen und Entwarnung ins eigene Haus gegeben: Vorwärts Gronau, die SpVg. Hesselteich und Westfalia Kinderhaus. Besonders bitter aber war der Sieg für die Hesselteicher im Derby gegen Loxten II. Kinderhaus und Gronau hingegen feierten klare Siege und viele Treffer. 

SF Loxten II - SpVg. Hesselteich 24:29 (7:14)
Teuer erkauft war dieser Sieg für die Hesselteicher. Nach Yannik Fromme in der Hinrunde, Jannik Mitthöfer vor wenigen Wochen erwischte es jetzt mit Tim Kleine-Tebbe einen Offizier auf dem Schachbrett der Spielvereinigung. Diagnose: Kreuzbandriss. "Es wir schwer, ihn über längere Zeit hin zu ersetzen", bedauerte sein Trainer Laumann seinen Ausfall. Dennoch war Hesselteich stabil genug, um gegen Loxten zu bestehen. Nach Kleine-Tebbes Ausfall nämlich Mitte der ersten Halbzeit setzte sich Hesselteich entscheiden von 6:9 auf 7:14 ab. Loxten spielte zu überhastet und reihte Fehler an Fehler. Wichtig war aber vor allem, dass die Gäste in eigener Halle, die auch Loxten als Spielstätte bucht, auch nach dem Seitenwechsel nicht nachlässig wurde. Aaron von Ameln und Julius Uhlmann stellten gleich mal auf 16:7. Genug Puffer, um ein Zwischenhoch Loxtens abzufedern. Ein 18:22 in der 49. Minute war aber das höchste der Gefühle. Bester Werfer für Hesselteich war Jan Wagemann (10/2) auf der Mitteposition; Loxtens Topscorer war einmal mehr Kim-Alexander Dreger (10/5).

Vorwärts Gronau - ASV Hamm III 34:23 (18:11)
Sieben Tore Vorsprung schon zur Pause waren ein frühes Zeichen für die Überlegenheit der Gastgeber. Zwar blieben die Gäste zunächst bis zur 22. Minute (9:12) noch in hoffnungsfroher Nähe. Doch dann ging bis zur Pause nicht mehr vier für Hamm. Christof Hagedorn und Nils Korte trafen noch zweimal, zu wenig um Gronaus sechs Treffern im selben Zeitraum etwas entgegenzusetzen. Richtig deutlich wurde es dann Mitte der zweiten Hälfte. Mit sechs Treffern in Reihe und ohne Gegentor führte Gronau zwischenzeitlich gar mit 28:16 - zwölf Tore Vorsprung und nur noch elf Minuten auf der Uhr. Das konnte nicht mehr gut gehen. Ein großes Plus für Vorwärts war auch, dass mit Jan Stienemann (6), Marius Schmidt (8/3) und Joscha Lenting (6) abschlussstarke Spieler im Team standen; Hamms beste Schützen Leon Wolff und Steffen Feldmann kamen jeweils nur auf fünf Tore. Gronau bleibt somit in der Erfolgsspur und darf in dieser Form durchaus auch mal rechnen: Der Rückstand auf Platz 3 der Liga beträgt nur noch vier Punkte. Dieser Ausblick ist durchaus erlaubt mittlerweile. 

TV Verl - SC Münster 08 35:27 (16:10)
Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht - tatsächlich, nur acht Mann standen im Kader der Gäste. "Zu gewinnen war da natürlich fast ausgeschlossen", hatte 08-Trainer Andreas Helftewes dennoch einen Schlachtplan. Mit einer stabilen Deckung wollte er Verl das Leben schwer machen und die eigenen Angriffe mit Geduld und Effektivität vortragen. WENN das klappt, war alles tutti, doch leider gelang das eben nicht über 60 Minuten hinweg. Der erste Wacker kam nach zehn Minuten beim Stand von 5:5. Daraus erwuchs schnell ein 5:10 und 6:13. Verls erste und zweite Welle kam bestens zur Geltung. Der nächste krasse Aussetzer folgte aber der 39. Minute, als Verl von 21:16 auf 25:16 davon zog. Aus die Maus. Ein wenig knapper hätte es nach Helftewes Geschmack aber sein dürfen. Aber warum war der Kader so dünn? Urlaub, Praktika und Verletzungen setzten Münster zu. "Der März wird hart für uns", hat Helftewes für die nächsten Wochen wenig Aussicht auf Besserung. "Studententruppen" haben halt manchmal auch so ihre Schattenseiten. Ach ja: Beste Verler Schützen waren Frederic Trapphoff, Thilo Vogler und Alexander Wiese mit je sechs Treffern; Nullachts Bester war Jonas Bittern (8/2).

Westfalia Kinderhaus - TSV Ladbergen 34:19 (17:10)
Zum ausführlichen Bericht [mehr...]

SuS Neuenkirchen - TV Werther 21:26 (11:11)
Es ist schon fast der Treppenwitz der Liga: "Hätten wir gegen Werther unsere Chancen genutzt, wäre was drin gewesen." Kevin Achterkamp, Rückraumspieler des SuS Neuenkirchen, ist wahrlich nicht der erste, der diesen Satz so oder in der Art formuliert. Er ist auch nicht der erste, der ihn nach einer Niederlage gegen den Ligazweiten ausspricht. Immerhin: Sein Team hielt bis zur Pause ein Unentschieden. Gerade im Eins-gegen-eins fand Neuenkirchen zunächst sein Heil. Sicher eine der Stärken der Nordwestfalen. Aber auch auf der anderen Seite rauschte Werther über die Kontaktsituationen heran. Eine Folge waren massenweise Siebenmeter und Zeitstrafen auf beiden Seiten. Hier lag ein klarer Vorteil auf Seiten der Hausherren, der zu einhundert Prozent von Marcel Bütergerds genutzt wurde; Werther hingegen hatte hier eine schwache Quote: nur fünf von neun Strafwürfen gingen ins Tor. Den Unterschied macht am Ende aber Werthers Torwart Hannes Köhne. Und auch hier klingt alte Vertrautheit durch, denn nach einem ordentlichen ersten Durchgang, wuchs er im zweiten mal wieder über sich hinaus. Ein Spielbericht, den ich mir speichern sollte. Dann muss ich nur noch den SuS Neuenkirchen durch eine andere Mannschaft ersetzen, und Kevin Achterkamp durch einen anderen Spielernamen.

TV Kattenvenne - TG Hörste 21:32
Mitte der ersten Halbzeit zogen die Gäste aus Hörste erstmals davon, doch komplett von der Leine ließen die Kattenvenner Hausherren sie (noch) nicht. Denn in der Folge zeigte sich die TG im Abschluss nicht mehr so konsequent vor dem Tor, und leistete sich vermehrt technische Fehler. Zudem zeigte Frederick Bassfeld im TVK-Kasten einige starke Paraden. Das führte dazu, dass der TV sich langsam herankämpfte. Daniel Segger machte dem Kattenvenner Publikum mit seinen Toren Hoffnung darauf, dass vielleicht doch noch etwas gehen würde. Doch beim seinem 13:14 (27.) war Schluss mit der Aufholjagd. Nach einer Auszeit der Gäste verdaddelten diese nicht mehr so viele Bälle, und brachten fortan wieder Tempo und Zug ins Spiel. Überhasteten Abschlüsse und halbherzigen Pässe gehörten ab sofort der Vergangenheit an. Durch das schnelle und geduldige Positionsspiel taten sich immer wieder Lücken in der TVK-Deckung auf. So vergrößerten die Gäste den Vorsprung in Durchgang zwei stetig, und fuhren den Auswärtssieg letztlich ungefährdet ein.   

TV Vreden - TV Friesen Telgte 26:25 (11:11)
20 Sekunden waren noch auf dem Tacho. Spielstand 25:25. Telgte will das eigentlich ausspielen und dann zum Sieg abschließen. Dann der Pass auf die Mitte. Und plötzlich hat Timo Tenostendarp die Hand dazwischen. Er fängt den Ball und hat freie Bahn. Nun muss man wissen, dass der Kreisläufer nach zehnwöchiger Pause erst ein zweites Spiel machte. Als er realisiert, dass keiner seiner schnellen Kollegen mitlief, "sah man sein Entsetzen in den Augen: Verdammt, jetzt muss ich das hier machen", beschreibt sein Trainer Frank Steinkamp. Und jetzt geht alles wie in Zeitlupe: Tenostendarp läuft allein aufs Tor zu: Pompöse Musik. Irgendwo im Publikum sitzt die Freundin des 20-Jährigen. Feuert ihn an (alles in Zeitlupe). Und dann hebt er ab, schießt ... UND TRIFFT. Soll mich doch der Blitz treffen, wenn seine Freundin nicht Adrian heißt (siehe nachfolgendes Video)! Was für ein Finish.

 

 

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