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Landesliga 2

Schon wieder weg. Verflixt. Da kann man schon mal ausflippen, wenn Hörstes Silvan Tarner mal wieder durch ist. Oder ist das ein Warnruf von Eike Voss für seine Verler Hinterleute? Foto: Teipel

Landesliga 2

Kampf der Systeme in Hörste


Von Andreas Teipel

(14.09.19) Noch schnell die Kravatte richten, Kamera an, Notizblock bereit, noch zwei Tic-Tac von Wolfgang Tarner eingeschmissen - es kann losgehen. Das Duell am ersten Spieltag der neuen Landesliga-Liga-Saison zwischen der TG Hörste und dem TV Verl war zugleich ein Zweikampf zweier Teams, die heiß als Titelanwärter gehandelt werden. Zurecht, wie sich im Laufe der Partie zeigen sollte. Rund 400 Zuschauer sahen eine anspruchsvolle Begegnung, an deren Ende ein 22:22 (13:11) stand, mit dem letztlich beide Seiten leben konnten - oder mussten. Wie man will. Für Verl war dieser Punkt vielleicht noch ein wenig glücklicher, "denn ich glaube nicht, dass in Hörste viele Mannschaften überhaupt was mitnehmen werden", meinte Verls Lars Jogereit anschließend. (Das Video der Schlussminute und Video-Interviews findet ihr unter dem Text)

Dieses Aufeinandertreffen war zugleich ein Wettbewerb der Systeme. Während die Gastgeber ihre einzigartige Stabilität in ihrer 6:0-Deckung manifestierten (super Wort im Handball, ne?"), zelebrierte Verl seine berüchtigte 3-2-1-Abwehrformation, die Hörste vor allem im Angriff forderte. Sie bewirkte vor allem, dass TG-Waffe Silvan Tarner nicht in die üblichen Gänge kam, sondern weit vom gegnerischen Kreis das Spiel lenken und weite Wege gehen musste. Das hielt ihn allerdings nicht davon ab, neun seiner insgesamt zehn Tore in der ersten Hälfte zu schießen, sorgte aber vielleicht auch dafür, dass nach dem Wechsel nicht mehr viel nachkam. Weite Wege kosten halt auch Kraft.

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Kreis und Tor macht's Hörste schwer

Verl hingegen sah sich einer Hörster Abwehr-Wand gegenüber, die nur spärlich Lücken offenbarte. Und weil die Hausherren selbst im Angriff kaum Ballverluste zuließen, die in die erste Verler Welle hätten übergleiten können, mussten auch hier Lösungen her. Eine war sicherlich Verls Rückkehrer aus der Oberliga, Albert Kreismann mit acht Treffern. Na, welche Position mag der wohl spielen? Richtig: Kreisläufer. Aber der recht kleine Spieler kann es auch von der Linie. Vier Siebenmeter verwandelte er, viermal war er angetreten. Eine echte Augenweide war indes der Einsatz von Verls jungem Keeper Fabian Stroth (diesen Namen sollte man sich merken), der Alexander Greitens im Spielverlauf ablöste - und zwischen den Posten blieb. Ausgebildet in der A-Junioren-Bundesliga vom TBV Lemgo hielt er seine Mannschaft vielfach im Rennen.

Das drohte Verl nämlich bisweilen zu entgleiten. Hörste lag nach einem 0:1 Rückstand stetig vorne, ließ Verl dabei maximal ausgleichen. Vorwerfen musste sich die Truppe von Trainer Christian Blankert allenfalls, dass sie in den Momenten der Zwei-Torführungen den Sack nicht zumachte. Insofern war die Augenhöhe über 60 Minuten hinweg gegeben, denn auch Verl verstand es nicht, nach Ausgleichen selbst einmal zum Gejagten zu werden. Bis zur 57. Minute; Hörste hatte den Spielstand durch einen Treffer von Julius Hagemannn auf 21:19 gestellt. Eine Vorentscheidung? Nix da! Nicht mit den adrenalingeschwängerten Gästen. Kreismann verwandelte einen Siebenmeter zum 20:21; Alexander Wiese pfefferte zum Ausgleich ein; Niklas Ottofrickenstein erzielte sogar die Führung zum 22:21. Jetzt platzte TVV-Trainer Thomas Fröbel fast der Schädel vor Extase und Anspannung. Hörste glich aber nochmals aus durch Heiko Schuster. Und dann begann die Schlussminute. Aber seht selbst im nachfolgenden Video. Hier findet ihr auch die Interviews mit Blankert und Fröbel und erlebt, welch fantastische Stimmung in der Halle war. Ein Spitzenspiel, das den Erwartungen gerecht wurde.

Tore für Hörste: Tarner (10/3), Krause (3), Hagemann (3), Stutzki (2), Kaiser (2), D. Barrelmeyer (1), Schuster (1)

Tore für Verl: Kreismann (8/4), Elismöller (4), Ottofrickenstein (3), Trapphoff (2), Wiese (2), Jogereit (2), Vogler (1)

Handball-Landesliga 2 - der vergangene Spieltag



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