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Landesliga 2

Die offensive Abwehr des TV Werther macht diese Mannschaft zu einer interessanten. Auch der SC Münster 08 hatte mit dem Team von Carsten Gahlmann seine Mühe. Foto: Teipel

Werther macht neugierig - auch nach dem Sieg gegen Neuenkirchen


Von Andreas Teipel

(29.10.19) Eine der vielleicht interessantesten Mannschaften in dieser Landesliga ist zur Zeit der TV Werther. Nicht, weil er Glanz und Glorie versprüht, sondern weil sie gerade das eben nicht tut. Und irgendwie dann doch auch wieder. Neben dem TV Verl ist Werther die Mannschaft, die am offensivsten die 3-2-1-Deckung spielt. Und das durchaus mit Erfolg. Nach fünf Spielen stehen bei der jungen Truppe drei Siege auf dem Konto. Am vergangenen Spieltag unterlagen die Gäste vom SuS Neuenkirchen mit 26:30 (13:15). "Werther hat das konsequent runtergespielt und auch verdient gewonnen", kam das uneingeschränkte Lob von SuS-Trainer Manuel Öhmann, dessen Aufgebot jedoch auch recht reduziert war.

Dennoch gelingt es dem neuen Trainer Carsten Gahlmann seine Mannschaft immer wieder auf den Gegner einzustellen. "Ich bin ja noch recht neu in der Liga, habe mir aber schon viele Spiele der Konkurrenz angeschaut und habe so eine Ahnung, wie wir gegen wen spielen." Für Neuenkirchen war oben genannte offene Deckung vorgesehen. Bei Spielern ohne durchgehendes Gardemaß von 1,90 Meter sicher ein geeignetes Mittel, um sich von gegnerischen Rückraumschützen nicht einfach überspringen zu lassen. Neuenkirchen war überdies auch ohne Linksaußen Martin Tebbe, ohne Torwart Alexander Coße und mit dem grippegeschwächten Mittelblocker Manuel Kösters angereist. "Dass da die ganzen Abläufe nicht so rund laufen, war natürlich abzusehen", so Öhmann, "da fehlten am Ende auch die Körner und mit ihnen auch der Spirit, um Werter schlagen zu können."

Werthers Plan gegen die körperlich robusteren und zweikampforientierten Neuenkirchener ging also auf. Die Deckung lief die Laufwege des SuS zu, verhinderte die Auslöser-Spielzüge immer wieder und stibitzte sich immer wieder den Ball. Schnelle und einfache Tore stärken nicht nur das eigene Ego, es macht auch den Gegner mürbe. "Wir haben es in der ersten Halbzeit nur versäumt, die guten Chancen auch hinreichend zu nutzen und somit die Vorentscheidung vertan", so Gahlmann. Ein Manko, dass nicht zum ersten Mal auftrat. Und Neuenkirchens Jonas Lammers zeigte überdies auch gute Reaktionen. Dadurch blieb es auch bis zum Ende eng, selbst wenn Werther - angeführt vom starken Mittelmann Fynn Huxohl - zwischendurch auch mit sechs Toren führte. 

Doch auch wenn Huxohl als Einzelspieler auffällig ist, "so macht es doch Freude zu wissen, dass man ohne Bedenken jeden einsetzen kann. Das schöne an der Truppe ist, dass sie so ausgeglichen ist und so different in ihren Einzelfähigkeiten." Doch bleibt hinzuzufügen, dass solch intensive Spielsysteme - speziell in der Deckung - nur funktionieren können, wenn die Mannschaft als Kollektiv einfach Bock hat, an ihren Skills zu arbeiten. Das setzt Trainingsfleiß voraus, ohne die all die Automatismen niemals greifen würden. Und das geht nur, wenn das Verhältnis von Trainer und Mannschaft stimmt. Dies sei hiermit unterstellt. Die bislang unterlegenen Neuenkirchen, Westfalia Kinderhaus aber auch Vorwärts Gronau mögen das bezeugen.

Tore für Werther: Spieler 5 (7), Spieler 24 (7), Jacob Schröder 11 (6/6), Spieler 3 (5), Spieler 23 (2), Spieler 7 (1), Spieler 15 (1), Spieler 18 (1)

Tore für Neuenkirchen: Spieler 10 (6/4), Spieler 4 (5), Spieler 3 (4/1), Spieler 5 (4), Fabian Engbers (2), Spieler 33 (2), Spieler 9 (1), Spieler 14 (1), Spieler 19 (1)

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