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Landesliga 2 - Anschwitzen

Maximilian Krause (r.) ist in der Telgter Abwehr unumstritten. Wer an ihm vorbei will, sollte gute Gründe haben. Warum nur? Foto: Teipel


Friesen Telgte hat regen Kreisverkehr


Von Andreas Teipel

(21.11.19) Die Tabelle gönnt uns in dieser Saison weiterhin kein straffgezogenes Bild. Eigentlich hätte das Nachhospiel der TG Hörste gegen den TV Kattenvenne alle Mannschaften auf denselben Stand gehievt und endlich ein klareres Bild auf die Verhältnisse gestattet. Da wirft der TV Werther eine neue Nebelkerze und verlegt sein Spiel beim TV Friesen Telgte vom 14. Dezember auf den morgigen Samstag vor. Nein, ist natürlich kein Problem ;), denn wir alle können ja auch ein bisschen rechnen. Und es gestattet einen genaueren Blick auf unsere lieben Friesen.

Dass die Mannschaft mit neuem Trainer und neuen Spielern nicht direkt einen Blitzstart in die Saison hingelegt hat, ist ja hinlänglich besprochen. Und für den Klub auch kein Weltuntergang - auch wenn man sich natürlich mehr als nur vier Siege aus acht Spielen erhofft hat. Also, was tut man in so einer Situation, wenn man weiterhin Vertrauen in den Trainer hat? Richtig, man gibt sich der Trainingsarbeit hin und malocht. So geschieht es denn auch in Telgte. "Und da hat sich das Erfolgserlebnis in Gronau, wo die Voraussetzungen eigentlich denkbar ungünstig waren, gleich bemerkbar gemacht", erzählt Coach Björn Hartwig von guter Laune und motivierten Spielern. Ohne Harz, auswärts, gegen eine kampfbetonte Truppe und leidenschaftliche Zuschauer hatte Telgte nicht unbedingt mit einem Sieg gerechnet.

Dort war den Friesen gelungen, "was uns zuvor auch schon Punkte gekostet hatte", so Hartwig weiter. Seine Formel lautete: "Ohne Harz - kurze Distanz für Abschlüsse". Das funktionierte. Doch nicht nur in harzfreien Hallen soll das Telgter Spiel trotz eines hochwertigen Rückraums facettenreicher werden. Hartwig: "Wir müssen vor allem viel Bewegung in den Rückraum kriegen, um die gegnerische Abwehr besser auseinander zu ziehen. Die Auswahl der Würfe muss mehr Beachtung finden." Hartwig hat beispielsweise am Kreis ein extrem breites Angebot an Spielern. Vier Kreisläufer stehen da im Wettbewerb.

In der Abwehr ist vor allem Kreisläufer Max Krause unumstritten. "Als gelernter Mitteaufbau hat er ein unheimliches Näschen dafür, wann er ein, zwei Schritte rausgehen muss", stellt sein Trainer heraus. Kaum ein anderer Spieler in der Liga empfindet ein Gegentor oder verlorenen Zweikampf mehr als Majestätsbeleidung als er. Neben ihm aber sind auch Kristjan Kostovski, Martin "Keule" Kleikamp oder Dennis Kleinekemper auf den Nahkampf in der gegnerischen Abwehr aus. Wiederum drei ganz unterschiedliche Spielertypen, wobei Kleikamp mit seinen zwei Metern Körpergröße und geschätzten 100 Kilo Kampfgewicht eine Marke für sich ist. Gegen den kommenden Gegner Werther mit seiner offenen Deckung ist aber vielleicht eher ein Typ wie Kostovski gefragt, der weniger Wellenbrecher und mehr Wusel ist. "Entscheidend gegen Werther wird aber vor allem sein, dass wir unsere Fehlerquote minimieren, die uns bisher schon manchen Punkt gekostet hat", betont der ehemalige Schnapper Hartwig. Ein Gradmesser für die Entwicklung des TV Friesen ist der kommende Gegner allemal, und ein Sieg kann die Stimmung in der nächsten Trainingswochen ebenfalls maßgeblich beeinflussen.


Verlegte Spiele

TV Friesen Telgte - TV Werther (Samstag, 18.30 Uhr)
Auf Werthers Wunsch hin wurde das für den 14. Dezember angesetzte Spiel also vorverlegt. Telgte muss sich dabei auf eine ganz andere Mannschaft einstellen, als Vorwräts Gronau. Intensive Deckungsarbeit mit einem 3-2-1-System kompensieren in Werther häufig die körperlichen Nachteile gegenüber großgewachsenen Mannschaften. Doch auch Telgte ist - von Philipp Jan Kortenbrede und Kleikamp einmal abgesehen - nicht mit Hünen gespickt. Dafür verfügt Telgte über mehr individuelle Klasse, die es eben zu einer Formation zu gießen gilt.
Heimspiel-Tipp: Das wird sehr schwierig für Telgte. Knappes Ding für Werther 24:27.
Hartwig-Tipp: How - machen wir eine kleine Wette draus? Sicher wird es schwierig, weil Werther anders verteidigt als alle anderen Mannschaften. Aber für Werther wird es auch schwer. Wir nehmen den Erfolg von letztem Wochenende mit - und jetzt lehne ich mich aus dem Fenster: Werther 24, wir 29.

TG Hörste - TV Kattenvenne (Sonntag, 18.00 Uhr)
Die TG Hörste! Wer mag wohl Favorit in dieser Begegnung sein? Ups, die Antwort ist schon vor der Frage rausgeflutscht. Zwei total unterschiedliche Team - vor allem in ihrem Grundcharakter. Hörste ist die Coolness und Besonnenheit in Reinkultur. Kattenvenne steht hingegen für Leidenschaft und Abenteuerlust. Und Heimspiel-online für schmalzige Wortwahl? Nicht doch ;) Beide Seiten könnten an diesem Wochenende viel von einander lernen: Kattenvenne, wie Stabilität und Disziplin in der Landesliga funktionieren; Hörste wie man trotzdem immer wieder überrascht werden kann. Im Hinterkopf habe ich das vor allem den ein oder anderen Genie-Streich vom jungen Marek Peters oder der unvermittelten Abrissbirne von Daniel Segger (ich meinen natürlich seine Wurfhärte).
Heimspiel-Tipp: Die Aufstiegseuphorie ist allmählich aufgezehrt. Hörste ist Kattenvenne bitterer
Bodenzieher. 33:25 für Hörste.
Hartwig-Tipp: Von der Tabelle her ist klar. Kattenvenne hat im Moment einen eher negativen Lauf, aber auch nichts zu verlieren. Hörste bleibt Favoritenrolle gerecht und gewinnt 28:26.

Landesliga 2

Kattenvennes Marek Peters mag bei der TG Hörste für das ein oder anderen Überraschungsmoment sorgen. Foto: Teipel

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