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Landesliga 2

Thorsten Szymanski und die SG Sendenhorst halten es momentan nicht für sinnvoll, den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. Foto: Teipel

"Nicht auf Biegen und Brechen"


(19.01.22) Obwohl der Handballverband Westfalen auf der Basis der Vereins-Abstimmung entschied, die Saison in vielen überkreislichen Ligen fortzusetzen, fand in der Landesliga 3 am vergangenen Wochenende keine einzige Partie statt. In der Landesliga 2 gab's dagegen zumindest ein Spiel. Zum Teil einigten sich die Vereine aller Ligen schon wenige Tage vor dem Spieltag auf eine Spielverlegung. Die Begegnung zwischen Eintracht Hiltrup und Münster 08 musste aber beispielsweise wegen positiver Schnelltests kurzfristig verschoben werden.

Eine solche kurzfristige Verlegung ist aber eben nur möglich, wenn sich beide Vereine damit einverstanden zeigen. Dazu muss dann der Nachholtermin dann auch irgendwie im Terminplan untergebracht werden. Dass das nicht immer reibungslos verläuft, zeigt jetzt der Fall der SG Sendenhorst in der Landesliga 2. Die Mannschaft von Trainer Thorsten Szymanski einigte sich mit den SF Loxten II nämlich bereits Anfang Dezember (8. Spieltag) auf eine Spielverlegung. Am gestrigen Dienstag sollte die Partie nachgeholt werden. Seit Anfang der Woche zeigte der Spielplan bei Öffnet externen Link in neuem Fensterhandball4all.de allerdings an, dass das Spiel mit 2:0 für Loxtens Reserve gewertet wurde.

Sendenhorst hat zu viele Bedenken

"Es ist so, dass uns der Termin an diesem Dienstag wegen der schwierigen Hallenbelegung auch eigentlich nicht gepasst hat", erklärt Loxtens Coach Thilo Stinhans. "Aber irgendwie haben wir es hinbekommen, sodass wir heute hätten spielen können. Sendenhorst hat zuvor leider aber nicht auf unsere Anträge, das Spiel auf ein anderes Datum zu verlegen, geantwortet." Laut des Trainers meldete sich die SG erst am vergangenen Donnerstag, um das Spiel noch weiter nach hinten zu verschieben. "Das wäre uns dann aber wieder viel zu viel Aufwand gewesen", so Stinhans. "Wir wollen ja auch auf keinen Fall eine Mannschaft sportlich ausgrenzen. Aber sie hatten es ja selbst in der Hand, wenn sie sich bei uns eher gemeldet hätten."

Sendenhorst-Trainer Thorsen Szymanski geht deswegen davon aus, dass an irgendeiner Stelle die Kommunikation nicht geklappt hätte. "Bei mir ist zumindest nicht angekommen, aber ich will da jetzt gar keine große Sache raus machen", kommentiert er. "Es ist ja ihr gutes Recht, spielen zu wollen." Szymanski kann sich mit seinem Team jedoch in der momentanen Pandemielage nicht vorstellen, Handballspiele zu bestreiten. "Wir hatten mittlerweile acht Coronafälle in der Mannschaft und einige Spieler von uns dürfen immer noch kein Sport machen", berichtet Sendenhorsts Übungsleiter. Obwohl alle Spieler geimpft waren, versteht sich.

"Nicht auf Biegen und Brechen"

Natürlich wünsche man sich auch in Sendenhorst die Normalität zurück. "Aber nicht auf Biegen und Brechen. Es ist ja gerade auch zu sehen, wie viele Fälle es bei der Handball-EM gibt", so der Coach. "Wir haben jedenfalls für uns entschieden, bis Februar nicht spielen zu wollen. Für uns macht das gerade keinen Sinn." Damit nimmt der Verein dann auch jedwede sportliche Konsequenzen in Kauf. Mit acht absolvierten Spielen und einem Punkteverhältnis von 4:12 steht Sendenhorst gerade auf dem Vorletzten Tabellenplatz der Landesliga 2.

"Wir werden nun versuchen, auch unsere nächsten Spiele zu verschieben", erklärt Szymanski. "Wenn dann Vereine dabei sind, die dennoch spielen wollen, werden wir trotzdem nicht antreten. Und dann hat sich das für uns mit dem Abstieg eh bald erledigt." Bei der Abstimmung des Handballverbandes Westfalen stimmten in der Landesliga 2 bekanntlich sieben Mannschaften für die Fortsetzung des Spielbetriebs, fünf waren dagegen. "Natürlich war das die Mehrheit, trotzdem ist die Spaltung in der Liga groß", gibt Szymanski zu bedenken. "Aber vielleicht ist es auch einfach mal an der Zeit, als Verein ein Statement zu setzen. 

Bernd Kuropka, stellvertretender TK-Vorsitzender beim Handballverband, bestätigte am Dienstagnachmittag, dass sich beide Vereine nicht einigen konnten. "Das ist eigentlich eine Situation, die wir vermeiden wollten", bedauert Kuropka. "Aber das Land Nordrhein-Westfalen hat uns die Möglichkeit gegeben, den Spielbetrieb fortzusetzen, deswegen wollen wir es auch am Laufen halten. Man kann dennoch beide Seiten verstehen. Da gibt es kein grau momentan, sondern nur schwarz oder weiß."

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