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Landesliga 2

Thorben Loick-Feidieker (l.) und sein SC Everswinkel konnten die Punkte im Derby am Ende nicht festhalten. Foto: Teipel

Das WSU-Bollwerk hält


Von Nils Uhlig

(19.09.21) Das Freitagsderby zwischen SC DjK Everswinkel und der Warendorfer SU ging mit 21:28 (10:13) an die Sportunion. Vor allem die Abwehr seines Teams hatte es WSU-Coach Stefan Hamsen hinterher angetan. Everswinkel hingegen gelang wenig. "Unter meinem Kommando habe ich noch nicht viel Besseres gesehen", schwärmte Hamsen von seinem Team. Das hatte in den vorangegangenen 60 Minuten einen überraschend souveränen Auftritt hingelegt und die sonst so heimstarken Everswinkler überhaupt nicht zu Entfaltung kommen lassen. 

Die Anfangsphase verlief noch relativ ausgeglichen. Everswinkel legte zunächst vor und Warendorf glich postwendend aus. So auch beim 5:5 durch Christian Schwär.Nach dem 9:9-Ausgleich durch Everswinkels Tim Homann zog Warendorf allerdings erstmals davon. Zur Halbzeit waren es beim 10:13 bereits drei Treffer Vorsprung. "Wir waren zu langsam in der Deckung und haben nicht gut auf die Ballseite verschoben", sah DjK-Trainer Thomas Steinhoff defensiv Probleme mit den abgeklärt auftretenden Warendorfern, die erstmals auf ihren Halblinken Kevin Wiedeler zurückgreifen konnten.

Grothues und Wiedeler in Manndeckung

Steinhoff probierte es im zweiten Durchgang mit Deckungsumstellungen. 6:0, 5:1, dann sogar eine 4:2-Deckung bei der die Halben Moritz Grothues und Kevin Wiedeler in Manndeckung waren. Doch einige Zeitstrafen machten dem Everswinkeler Trainer immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Warendorf hingegen spielte einfach seinen Streifen runter und dazu gehörte am Freitag auch eine überragende eigene Abwehr. "Ich hatte Montag noch überlegt, ob wir anders decken, wir haben das dann Dienstag gegen unsere Zweite getestet und es hat gar nicht geklappt", blieb WSU-Coach Hamsen lieber bei Altbewährtem und das sollte sich auszahlen.

Denn der Innenblock der 6:0-Formation nahm die DjK-Spieler früh an und gab ihnen einen guten ersten Kontakt mit auf den Weg. "Das war schon überragend gedeckt. Ich weiß nicht, wann Everswinkel zuletzt zuhause so wenig Tore erzielt hat", lobte Hamsen seine Abwehr. Und ein weiteres Lob hatte er noch parat. Und das für einen Spieler, der sonst gerne mal durchs Raster fällt, da er nicht für seine Torgefahr bekannt ist. "Marius Hippler ist mein verlängerter Arm auf dem Spielfeld und führt die Mannschaft vorne aktuell hervorragend, auch wenn er selber wenig Tore wirft", ist Hamsen froh, sich auch während des Spiels mit Hippler austauschen zu können, welche Konzepte funktionieren und welche nicht.

"Je früher wir unten raus sind, desto besser"

Beim 14:18-Zwischenstand nach 40 Minuten musste Warendorf dennoch eine kritische Phase überstehen, denn vorne warf das Team über sechs Minuten kein eigenes Tor. "Da hätte das Spiel kippen können", freute sich Hamsen, dass auch seine eigene Abwehr erneut stark aufspielte. Am Ende gewannen die Gäste das Spiel über die Stationen 14:20, und 18:25 sicher. Vor allem die Art und Weise, wie Warendorf auftrat, beeindruckte. "Die haben ihren Streifen runtergespielt und die Überzahlsituationen richtig gut ausgespielt", lobte auch Gegner Steinhoff.

Zumindest für eine Nacht war Warendorf Tabellenführer der Landesliga. Der 5:1-Punkte-Start veranlasst WSU-Coach Hamsen allerdings noch lange nicht zu Träumen. "Wir sammeln Punkte gegen den Abstieg. Je früher wir unten raus sind, desto besser", will er von oberen Gefilden noch gar nichts wissen. Everswinkels Thomas Steinhoff zeigte sich nach der Niederlage schon wieder angriffslustig. "Wir wollten alle Heimspiele gewinnen. Diesmal hat es nicht gereicht. Jetzt müssen wir uns die Punkte in Neuenkirchen zurückholen", will er mit seinem Team direkt wieder aufstehen.

Tore: Phil Kruse (6), Malte Sieling (4), Raphael Wierbrügge (3), Christopher Kleiboldt (3/2), Thorben Loick-Feidieker (2), Tim Homann (1), Jan-Henrik Helmig (1), Tim Götz (1) für Everswinkel.

Moritz Grothues (11/4), Pascal Nitsche (5), Kevin Wiedeler (4), Julian Baggerör (2), Christian Schwär (2), Jan Linnenbank (2), Marius Hippler (2) für Warendorf



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