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Landesliga 3

Bereitschaft weiter da, aber der Glaube schwindet


Von Jan Steinigeweg

(15.04.21) Die Wochen verstreichen, die Handballer dürfen weiterhin nicht in die Sporthallen oder an der frischen Luft zusammenkommen und die Entwicklung der Inzidenzwerte gibt auch keinen Anlass, um auf eine schnelle Besserung der Situation zu hoffen. Trotzdem stellt der Handballverband Westfalen auch weiterhin eine Aufstiegsrunde und einen Ligapokal in Aussicht. "Wenn die Nachfrage da ist, werden wir sie auch durchführen", sagt der Vize-Präsident Spieltechnik Andreas Tiemann. Der aber auch weiß, dass womöglich das Interesse der Vereine daran abnehmen könnte, da das Zeitfenster zur Durchführung vor den Sommerferien immer kleiner wird.

Bis zum 20. April haben die Vereine in der Verbands- und Landesliga noch die Möglichkeit, dem Handballverband ihre aktuelle Tendenz bezüglich einer Teilnahme mitzuteilen. Frei nach dem Motto:  "Was würdet ihr machen, wenn wir könnten?", so Tiemann, der weiterhin als Aufgabe des Verbands sieht, den Handballsport anzubieten und ihn nicht zu verhindern. Wenn das Feedback der Vereine eingegangen ist, dann soll Anfang Mai ein Fahrplan für die folgenden Wochen erstellt werden. Klar ist aber auch, dass die Perspektive zeitnah wieder in die Hallen zu dürfen, dabei die Grundvoraussetzung ist.

Anfang März haben wir uns schon bei den Teams der Landesliga 3 umgehört, um ein Meinungsbild zu den möglichen Wettbewerben einzuholen. Jetzt sind wir bereits sechs Wochen weiter, haben allerdings immer noch keine festen Termine in Aussicht. Corona hat das Geschehen weiterhin fest im Griff. Der Glaube, dass alles noch bis zu den Sommerferien in einem sinnvollen Rahmen mit ausreichend Vorbereitungszeit stattfinden kann, schwindet sowohl beim Verband als auch bei den Vereinen. Die grundsätzliche Bereitschaft zur Teilnahme scheint aber weiterhin fast ungebrochen zu sein. Hier die aktuellen Stimmen der fünf Vereine, die wir Anfang März schon in die Kategorie Aufstiegsrunde eingeordnet haben:

HC Ibbenbüren
"Wir halten auch weiter daran fest, wobei ich nicht glaube, dass etwas stattfinden wird", verrät Coach Christian Guhe. Erst müsse man wieder in die Hallen dürfen und dann mindestens drei bis vier Wochen zur Vorbereitung haben. "Von Null auf Hundert geht nicht", weiß auch Guhe. Das Interesse an einer Teilnahme bleibt aber in Ibbenbüren weiter bestehen.

TSV Ladbergen
Auch in Ladbergen bleibt der Aufstieg ein Thema. "Wir haben uns für die Aufstiegsrunde angemeldet", sagt der Sportliche Leiter Stefan Ferlemann. Allerdings macht er auch deutlich, dass der TSV dem Verband mitteilte, dass hierfür eine sechswöchige Vorbereitung nötig sei. Insgesamt ist daher auch Ferlemann skeptisch. "Ich bin schon froh, wenn wir im September in die neue Saison starten können", beschreibt der Sportliche Leiter.

SW Havixbeck
Sollte eine Aufstiegsrunde stattfinden und die Möglichkeit bestehen, im Wettbewerb Handball zu spielen, dann ist SW Havixbeck weiter dabei. Auch um die Spiele als Indikator für die kommende Saison zu sehen und Ansatzpunkte fürs zukünftige Training zu finden. Aber der Glaube an das Zustandekommen fehlt auch hier. "Das kann ich mir bei den aktuellen Inzidenzen einfach nicht vorstellen", so Trainer Florian Schulte.

TV Vreden
Anfang März war die Bereitschaft zur Teilnahme bei Coach Frank Steinkamp und seinen Jungs noch ganz klar da. Doch sechs Wochen später ist der TV nun doch von der Aufstiegsrunde abgerückt. "Wir sehen die Vorbereitungszeit als zu kurz und die Verletzungsgefahr zu hoch", lässt Vorstandsmitglied Christian Abbing verlauten. Zudem gehe man auch in Vreden nicht wirklich davon aus, dass überhaupt eine Runde möglich sein wird.

SC Münster 08
"Es ist schwierig, sich langfristig zu entscheiden, wenn sich die Bedingungen wöchentlich ändern", sagt Coach Kay Sparenberg. Das Interesse an der Aufstiegsrunde besteht aber grundsätzlich weiterhin. Aber auch nur, wenn eine entsprechende Hallenvorlaufzeit stattfinden kann. Was die Nullachter nicht einfach einschätzen. "Wir sind ein halbes Jahr nicht im Training", gibt der Coach in Bezug auf den Vollkontakt zu bedenken. Gesundheitliche Aspekte müssen aufgearbeitet werden, weil die Pause deutlich länger war als eine normale Unterbrechung zwischen den Spielzeiten. 



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