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Landesliga 3 - Anschwitzen

Kein Vorbeikommen an Maximilian "Baum eins" Beumer. Foto: Teipel

"Baum eins" ist bereit


Von Nils Uhlig

(29.04.22) Die meisten Entscheidungen sind zu diesem Zeitpunkt gefallen. Doch in der Landesliga 3 geht es am offiziell letzten Spieltag und darüber hinaus noch um alles oder nichts. Vorne hofft Ladbergen auf einen Patzer des HCI und im Abstiegskampf kommt es wortwörtlich zum Zweikampf zwischen Arminia Ochtrup und SW Havixbeck. Wir fragten beim besten Torschützen der Havixbecker Max Beumer nach, wie er auf das Saisonfinale blickt und warum sein Team am Ende jubelt.

"Tatsächlich sind wir echt gut in die Liga gestartet", kann sich der 25-Jährige immer noch nicht so richtig erklären, warum irgendwann der Faden riss. Verletzungen haben sicherlich dazu beigetragen, doch was vielmehr zu denken geben sollte, ist, dass die Habichte zu oft den Kopf hängen ließen. "Nach verworfenen Bällen oder Schiedsrichter Entscheidungen, die nicht für uns ausfielen, haben wir uns viel zu früh aufgegeben", bemängelt er. 

"Sind auf jeden Fall in der Lage, auch ohne Harz zu bestehen"

Nun wird der Abstiegskampf in zwei direkten Duellen entschieden. Denn Havixbeck und Ochtrup treffen noch zweimal aufeinander. Mindestens drei Punkte muss Havixbeck aus diesen Spielen mitnehmen und dafür muss auch in Ochtrup ohne das geliebte Haftmittel ein Punkt her. "Wir sind auf jeden Fall in der Lage, auch ohne Harz zu bestehen", gelten für Beumer keine Ausreden mehr.

Der Shooter gibt ohnehin seit Wochen sein Bestes und erzielte erst am vergangenen Wochenende 13 Tore. Die Niederlage in Münster verhinderte er damit aber auch nicht. "Wenn wir an uns glauben und nicht den Kopf verlieren, können wir gegen alle gewinnen", ist sich Beumer sicher. Dafür will er selbst natürlich auch in Ochtrup beitragen. "Baum eins", so sein Spitzname, über den sein Bruder sicherlich not amused ist, versucht Ruhe ins Spiel zu bringen und die Abwehr zusammen zu halten.

Voller Fokus auf den Klassenerhalt

Was aber passiert mit den Beumer-Brüdern, wenn Havixbeck absteigen sollten, schließlich kamen sie aus der Oberliga zurück in den Heimatverein, um in der Landesliga anzugreifen. "Da haben wir uns noch überhaupt keine Gedanken zu gemacht. Wir wollen uns im Moment nur auf den Klassenerhalt konzentrieren und in der Liga verbleiben", blickt Max Beumer derzeit nur auf das Duell mit der Arminia aus Ochtrup. Wenn "Baum eins" und "Baum zwei" ihre Mannschaftskollegen mitziehen können, ist auch ein Sieg in Ochtrup möglich. Wir gucken jedenfalls gespannt auf das Duell und natürlich auch auf die restlichen Spiele des 20. Spieltags:


Anschwitzen, der 22. Spieltag

TSV Ladbergen – SuS Neuenkirchen (Anwurf Samstag 17 Uhr)
Der TSV muss in seinem letzten Saisonspiel gewinnen und danach hoffen. Denn Aufstiegskonkurrent Ibbenbüren muss nach diesem Spieltag noch zwei mal ran. Die Elschner-Sieben hat noch eine Rechnung mit SuS Neuenkirchen offen. Schließlich wurde das Hinspiel vor ein paar Wochen auswärts verloren. Es war der letzte Punktverlust des TSV, vielleicht aber der entscheidende im Aufstiegsrennen. Für die Gäste geht es hingegen dieses Mal um nichts mehr. Den Klassenerhalt hat das Team um Marcel Bütergerds längst sicher.
Beumer-Tipp: 32:27. "Ladbergen lässt im Aufstiegsrennen nicht mehr liegen. Auswärts haben sie zwar das Hinspiel verloren, aber zuhause sind sie deutlich stärker", tippt der 25-Jährige.
HEIMSPIEL-Tipp: 28:24. Ladbergen muss gewinnen, für Neuenkirchen ist die Luft raus. Deswegen wird der TSV konzentrierter zu Werke gehen und gewinnen.

SC Münster 08 – Eintracht Hiltrup (Anwurf Samstag 17 Uhr)
Nullacht will bis zum Ende Vollgas geben, auch wenn es nur noch zu Platz vier reichen wird. Dennoch rotiert das Team in den letzten Wochen, um auch die zweite Mannschaft zu unterstützen. Münster hat aber schon vergangene Woche gegen Havixbeck gezeigt, dass sie nichts zu verschenken haben. Hiltrup ist durch die verlorenen direkten Vergleiche mit Havixbeck und Ochtrup bereits abgestiegen. Dennoch will sich auch die Graefer-Sieben vernünftig aus der Liga verabschieden und an die zweite Hälfte der Donnerstags-Partie gegen Neuenkirchen anknüpfen.
Beumer-Tipp: 29:20. "Für 08 gehts zwar um nichts mehr, aber gegen Hiltrup sind sie einfach eine Nummer zu groß", schätzt Beumer die Hausherren stärker ein.
HEIMSPIEL-Tipp: 30:27. Münster hat mehr Breite im Kader und ist auch individuell das stärkere Team. Gegen nie aufsteckende Hiltruper wird es trotzdem eng.

TV Vreden – Sparta Münster (Anwurf Samstag 18 Uhr)
Der TVV kämpft ebenfalls noch um Rang drei, durch den Erfolg gegen Nullacht, fehlt dafür nur ein Sieg aus drei Spielen. Die Steinkamp-Sieben zelebriert ihr Tempospiel und lässt viele Gegner nur hinterher laufen. Im Hinspiel hielt Sparta aber lange gut mit und brach erst in der Schlussphase ein. Eigene Fehler im Angriff müssen gegen Vreden vermieden werden. In der ungewohnten Rundsporthalle deutlich schwerer, als zuhause.
Beumer-Tipp: 40:25. "Vreden überrennt Sparta mit ihrem Tempospiel und lässt nichts anbrennen", ist sich der Elektroniker sicher.
HEIMSPIEL-Tipp: 30:22. Ähnlich wie im Hinspiel hält Sparta eine Halbzeit lang gut mit. Irgendwann fehlen aber die Wechselmöglichkeiten, um das Tempo des TVV mitzugehen.

Arminia Ochtrup – SW Havixbeck (Anwurf Samstag 18 Uhr)
Hier geht's um Alles! In zwei direkten Duellen zwischen Ochtrup und Havixbeck geht es darum, welches der beiden Teams in die Bezirksliga absteigt. Ochtrup hat einen Punkt Vorsprung und muss vermutlich nur eins der beiden Spiele gewinnen. In Ochtrup geht es ohne Harz zur Sache. Wenn die Gäste dort gewinnen, haben sie einen psychologischen Vorteil für das Rückmatch am 17.5. Sollten die Habichte aber verlieren, ist die Arminia so gut wie gesichert. Alles blickt also gespannt auf dieses Duell!
Beumer-Tipp: 23:28. "Wir stellen eine gute Abwehr und lassen uns auf das Spiel ohne Harz ein. Hinten raus gewinnen wir dann", hofft "Baum 1" auf den wichtigen Auswärtssieg.
HEIMSPIEL-Tipp: 27:27. Das wird ein richtiger Showdown. Beide Teams werden alles reinwerfen. Havixbecks Vorteil ist, dass das mitwirken des erkrankten Max Oelerich erst kurzfristig feststeht. 

TV Kattenvenne – 1. HC Ibbenbüren (Anwurf Samstag 18 Uhr)
Der TVK ist seit der Niederlage in Ochtrup abgestiegen. Es geht also nur noch darum die Saison vernünftig zu Ende zu spielen. Mit einem Sieg könnte Kattenvenne Nachbar Ladbergen allerdings Schützenhilfe leisten. Die Rivalität ist durch die gemeinsame JSG ohnehin aufgeweicht und Marek Peters würde im kommenden Jahr sicher lieber mit Ladbergen in der Verbandsliga an den Start gehen. Für den HCI ist es das erste von drei absoluten Endspielen. Gewinnt das Team der Menger-Brüder alle drei Begegnungen, gehen sie selbst in der kommenden Saison in der Verbandsliga an den Start.
Beumer-Tipp: 25:34. "Kattenvenne steckt das Spiel gegen Ochtrup in den Beinen und Ibbenbüren gewinnt über ihre gute Abwehr und das hohe Tempo", tippt Beumer.
HEIMSPIEL-Tipp: 22:32. Ibbenbüren wird sich keine Schwäche mehr erlauben und auch in Kattenvenne von der ersten Minute an hellwach sein.



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