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Münsterlandliga - Anschwitzen

So kann es weitergehen! Leo Franken (am Ball) und ASV Senden II haben den Turnaround geschafft. Foto: Teipel.

Ein Mann für die Drecksarbeit


Von Nils Uhlig

(24.11.22) Beim ASV Senden II läuft es nach anfänglichen Schwierigkeiten richtig rund! Das Team gewann die letzten drei Spiele und kämpfte sich so aus dem Keller. Besonders die Abwehr überzeugt immer mehr. Einer, der dort gerne richtig schuftet ist Leo Franken. Wir schwitzten den kommenden Spieltag mit dem 19-Jährigen an:

"Ich übernehme gerne die Drecksarbeit", sagt der Student von sich selbst. Da passt es, dass er nach Training und Spiel genau für das Gegenteil zuständig ist. Denn Franken ist Beautywart beim ASV, schließlich muss auch bei Handballern zur Feier eines Sieges das richtige Duschgel benutzt werden und die Frisur sitzen. Nach seinem Kreuzbandriss ist der Innenblocker zwar noch nicht wieder bei 100 Prozent, doch grade in der Deckung kann er seiner Mannschaft schon wieder helfen. An den letzten Ergebnissen kann man ablesen, dass das immer besser funktioniert. Doch auch vorne soll es bald wieder richtig rund gehen und Franken will auch mit mehr Toren zum Ausbau der Erfolgsserie beitragen.

"Jetzt herrscht eine geile Stimmung."

Am Anfang der Saison hatte die Verbandsliga-Reserve aber arge Probleme, obwohl sie von vielen Kennern hoch eingeschätzt wurde. "Wir hatten einfach keine Stimmung in der Mannschaft", zeigt Franken das größte Manko in dem mit 2:8-Punkten schwachen Saisonstart auf. Jetzt aber scheint sich die Mannschaft gefunden zu haben. Wichtig dafür war der Sieg im Kellerduell in Ascheberg, wo das Team den Kampf auch ohne Harz annahm. "Jetzt herrscht eine geile Stimmung", ist der Umschwung vollzogen. Und schon folgen auch die Ergebnisse. Zuletzt wurde Eintracht Hiltrup deutlich dominiert und mit 8:8-Punkten hat sich Senden ins Tabellenmittelfeld verabschiedet.

Am Wochenende kommt allerdings ein richtiges Brett auf den 19-Jährigen und sein Team zu. Bei Friesen Telgte wird es extrem schwer den Aufwärtstrend fortzusetzen. In Telgte wird nämlich ebenfalls ohne Harz gespielt und das bisher auf einem deutlich höheren Niveau als in Ascheberg, denn der TV ist zuhause noch ohne Punktverlust. "Natürlich ist Telgte Favorit, grade auswärts und ohne Harz", gibt Franken zu. Schiebt aber gleich hinterher: "Abwehr geht auch ohne Harz!" Das soll also die Marschroute sein und so tippt er auch auf ein torarmes Unentschieden. Das darf auch gerne dreckig sein, denn Beautywart Franken sorgt danach dafür, dass alle Sendener wieder strahlen.


Anschwitzen, der 10. Spieltag

Friesen Telgte - ASV Senden II (Samstag, 18 Uhr)
Nach der Niederlage im Spitzenspiel in Ibbenbüren heißt es für die Friesen oben dranbleiben. Dafür zählen nur Siege. Zuhause ist Telgte ohnehin weiter ohne Verlustpunkt und so dürfte es auch für die Verbandsliga-Reserve des ASV schwer werden, die Phalanx zu durchbrechen. Zumal in Telgte ohne das in Senden geliebte Harz agiert wird. Wie es gehen kann, zeigte der ASV beim Sieg in Ascheberg, der eine drei Spiele anhaltende Siegesserie einläutete. Trotzdem ist Telgte klarer Favorit.
Franken-Tipp: 22:22. "Wenn unsere Abwehr steht, haben wir die Chance auf einen Punktgewinn", will Franken die Erwartungen nicht zu hoch ansetzen und wäre mit einem Unentschieden zufrieden.
HEIMSPIEL-Tipp: 30:24. Telgte ist zuhause eine Macht und wird dort weiter erfolgreich sein.

Eintracht Hiltrup - HSG Kattenvenne/Lengerich II (Samstag, 18.30 Uhr)
Der Wurm ist drin und zwar richtig tief im Apfel Hiltrup. Die Eintracht wartet nicht nur seit dem 18. September auf einen Sieg, sondern lässt regelmäßig die Köpfe hängen, was dem Torkonto überhaupt nicht gut tut. Geht es so weiter, droht der Negativ-Durchmarsch aus der Landesliga in die Münsterlandklasse. Um den Super-Gau zu verhindern, muss gegen die direkte Konkurrenz aus Kattenvenne/Lengerich ein Sieg her. Dass das kein Selbstläufer wird, weiß auch Hiltrup-Coach Michael Stork, dem der Aufwärtstrend der jungen und schnellen HSG nicht entgangen sein wird.
Franken-Tipp: 18:26. "Kattenvenne hat im Pokal gegen unsere Erste ordentlich Tempo gemacht", setzt der 19-Jährige auf die Gäste
HEIMSPIEL-Tipp: 26:32. Der aktuelle Trend versprüht wenig Hoffnung für Hiltrup. Die HSG kämpft vom ersten Tag an gegen den Abstieg und muss den Schalter nicht umlegen.

SG Sendenhorst - HF Reckenfeld (Samstag, 19.15 Uhr)
Mammutprogramm für die SG Sendenhorst: Am Donnerstag ging es noch im Pokal gegen Landesligist Arminia Ochtrup, am Samstag sind die Handballfreunde aus Reckenfeld zu Gast. Für den gebeutelten Kader von Uwe Landau eine Zerreißprobe. "Wer auflaufen kann, steht noch in den Sternen", ist der SG-Coach frustiert und rechnet erst im Januar mit einem vollen Kader. Die Gäste sind zuhause im Soll, doch auswärts läuft es noch nicht rund. Es wird Zeit für Marcel Peters und Co. auch mal in fremder Halle zu punkten.
Franken-Tipp: 25:26. "Sendenhorst hat lange nicht mehr gezockt", tippt Sendens Beautywart gegen die eventuell eingerostete SG.
HEIMSPIEL-Tipp: 28:27. Eine enge Nummer. Am Ende spricht die Erfahrung für Michael Dreskornfeld und Co.

SC Nordwalde - TV Emsdetten III (Sonntag, 17.15 Uhr)
Die Brügge-Sieben mag es spannend. Sechs von acht Spielen wurden erst in der Schlussminute entschieden. Zuletzt zugunsten des SCN. Zuhause ist Nordwalde mit den eigenen Fans im Rücken nochmal eine Nummer stärker und nahm so beispielsweise Spitzenreiter Ibbenbüren den einzigen Punkt ab. Da muss Emsdetten III schon am Optimum abliefern, um eine Chance auf Punkte zu haben. Am Dienstag waren sie in Reckenfeld nah dran am Sieg, durften am Ende aber über die Punkteteilung froh sein. Mit einem Punkt wäre Lennart Dörtelmann wohl auch dieses Mal zufrieden.
Franken-Tipp: 26:23. "Zuhause ist Nordwalde dank der Zuschauer für mich favorisiert", weiß auch Franken, wie schwer es beim SCN werden kann.
HEIMSPIEL-Tipp: 29:22. Emsdetten hat nicht genug Wechselmöglichkeiten um das Tempo der Gastgeber mitzugehen.

HSG Ascheberg/Drensteinfurt - Sparta Münster (Sonntag, 18 Uhr)
Kramm gegen Kramm! So könnte es aussehen, doch Alexander Kramm wird wohl dieses Mal nicht für die HSG auflaufen, sondern auf der Bank von Sparta Platz nehmen. Das schwächt die Hausherren enorm, dem neben Max Freye, war Kramm zuletzt der beste Torschütze für Ascheberg. So dürfte die Siegesserie als Trainer weitergehen. Mit dem dann vierten Sieg in Folge ist Sparta nach durchwachsenem Saisonstart wieder an den Top-Vier dran.
Franken-Tipp: 15:25. "Ein klares Ding, auch weil der Ascheberger Spieler Kramm als Sparta-Trainer fungiert", weiß auch der Student Bescheid.
HEIMSPIEL-Tipp: 18:39. Ohne Alex Kramm ist Ascheberg nicht in der Lage der aufstrebenden Mannschaft von Alex Kramm Paroli zu bieten.

SW Havixbeck - DjK Everswinkel (Sonntag, 18 Uhr)
Nach dem Gesetz der Regel macht Havixbeck gegen Everswinkel wieder ein deutlich besseres Spiel als zuletzt. Denn die Habichte passen sich viel zu oft der Qualität des Gegners an. So gab es zwar einen Überraschungssieg gegen Telgte, doch auch bittere Niederlagen gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte. Mit Everswinkel kommt ein heißer Aufstiegskandidat, der aber mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat und oft während der Spiele nachlässt, wenn die Führung zu komfortabel wirkt. Das könnte irgendwann auch mal nach hinten losgehen. SW-Trainer Florian Schulte hofft sicher, dass es am Sonntag soweit ist.
Franken-Tipp: 25:32. "Everswinkel ist ein Top-Team und wird seiner Favoritenrolle gerecht", konnte sich Franken bei der deutlichen Niederlage gegen die DjK selbst ein Bild machen.
HEIMSPIEL-Tipp: 30:33. Everswinkel hat die besseren EInzelspieler, doch Havixbeck hält als Team dagegen. Am Ende haben die Gäste aber den längeren Atem.

HSG Preußen/Borussia - SGH Ibbenbüren II (Sonntag, 18.30 Uhr)
Richtig unzufrieden ist HSG-Coach Dominik Sowada mit der Trainingseinstellung seiner Mannschaft. Die spiegelte sich zuletzt auch des Öfteren in den Leistungen wider. Gegen Spitzenreiter Ibbenbüren muss besonders die Abwehr wieder mehr Bereitschaft zeigen und den Kampf annehmen. Die SGH dagegen hat ganz andere Probleme. Ganz souverän steht sie auf Platz eins und zeigt Woche für Woche, dass das kein Ausrutscher ist. Was aber, wenn das Lampe-Team auch am Ende noch oben steht? Die erste Mannschaft steht nun unter Druck. Denn was gibt es Schlimmeres als Meister zu werden und nicht aufsteigen zu dürfen, weil die eigene Erste den Platz in der Landesliga braucht?
Franken-Tipp: 24:27. "Ibbenbüren ist die beständigste Mannschaft der Liga und wird auch die hohe Auswärtshürde in Münster nehmen", setzt der 19-Jährige auf den Tabellenführer.
HEIMSPIEL-Tipp: 26:26. Ein richtig knackiges Topspiel, indem es ordentlich zur Sache geht, endet mit einer gerechten Punkteteilung.

 



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