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Münsterlandliga - Anschwitzen, der 5. Spieltag

Spartaner Liam Brown will am Wochenende wieder auf Torejagd gehen. Foto: Teipel.

"Wir spielen richtigen Handball"


Von Nils Uhlig

(29.09.22) Absteiger Sparta Münster ist, trotz der durchwachsenen Ausbeute bislang, zufrieden. Vor allem, weil es endlich wieder nach Handball aussieht, was sie auf dem Feld präsentieren. Wir schnappten uns Liam Brown fürs Anschwitzen. Für den 20-Jährigen darf es auch mal ein Heber oder Dreher sein.

"Wir sind eigentlich alle relativ zufrieden", sagt "Larry" zur bisherigen Saison. Zwar steht Sparta mit 3:3-Punkten im Mittelfeld der Tabelle, doch mit Ibbenbüren und Everswinkel waren auch schon zwei Großkaliber dabei und gegen Senden II zeigte das Team immerhin eine Halbzeit lang eine richtig starke Partie. "Wir spielen im Vergleich zur letzten Saison endlich wieder richtigen Handball", ist Brown froh, dass der Schrecken der Vorsaison mit nur einem Sieg vorbei ist. Zwar sind immer noch viele Unkonzentriertheiten und zu frühe, überhastete Abschlüsse dabei, aber der Weg auf dem sich Sparta befindet scheint in die richtige Richtung zu gehen.

Brown freut das Vertrauen von Neu-Trainer Kramm

Liam Brown hat in den ersten beiden Spielen selbst stark performt und insgesamt elf mal eingenetzt. Dabei ist ihm wichtig nicht ausrechenbar zu sein. Deswegen übt er im Training regelmäßig neue Wurfvarianten und generell darf es gerne auch mal ein Dreher oder Heber sein. "Ich habe in den ersten Partien viel Spielzeit bekommen", freut sich der 20-Jährige über das Vertrauen von seinem neuen Trainer Alex Kramm. Der musste im letzten Spiel aber auf Brown verzichten, da dieser krankheitsbedingt nur von der Bank anfeuern konnte. Am Wochenende will er aber wieder mitwirken und an die guten Leistungen anknüpfen. "Ich will noch ein bisschen abgezockter werden", sieht er selbst noch Potenzial, denn bei vielen Pässen mache er sich zu viele Gedanken, ob er wirklich ankommt. Und frei durch will er auch mal länger warten und den Torwart ausgucken.

Das will er schon gegen die Reserve der HSG Kattenvenne/Lengerich am Wochenende angehen. "Das Spiel wird sicher kein Selbstläufer", sieht Brown sein Team nach der verkorksten Vorsaison ohnehin weiter in der Pflicht Vollgas zu geben. Egal, welche Aufgabe auf Sparta zukommt, das Team will am Ende als Sieger vom Platz gehen. "Aber die HSG ist natürlich auch gefährlich. Die wollen auch ihre ersten Punkte einfahren", ist sich der Azubi der Schwere der Aufagbe bewusst. In der Vorbereitung spielte Sparta bereits gegen einen Mix aus erster und zweiter HSG-Mannschaft und weiß deswegen grob, was auf sie zukommt. Wenn die Mannschaft die Halle mitnehmen kann, werden die Zuschauer die Mannschaft zum Sieg tragen, glaubt der 20-Jährige. Er selbst will sein Team auch in der Abwehr pushen und vielleicht kann er vorne mit seinen Wurfvarianten wieder ebenso erfolgreich sein, wie an den ersten beiden Spieltagen. Auf jeden Fall soll es wieder nach Handball aussehen bei Sparta!


Anschwitzen, der 5. Spieltag

TV Emsdetten III - SW Havixbeck (Samstag, 16.30 Uhr)
Die Drittvertretung des TVE ist gut aus den Startlöchern gekommen und das ohne Vorbereitung. Deswegen war der Auftaktsieg gegen ambitionierte Hiltruper durchaus eine Überraschung. Mit 4:2-Punkten ist das Team um die Dörtelmänner nicht zu unterschätzen und eine unangenehme Aufgabe für viele Kontrahenten. Von einem so guten Saisonstart kann man in Havixbeck nur träumen. Nach den vielen Abgängen und weiteren personellen Problemen war der schwache Saisonstart aber auch zu erwarten. Mit der Rückkehr von Spielmacher Christopher Wiesner sollte jetzt vor allem das Angriffsspiel belebt werden können und die Schwarzweißen kreativer werden lassen.
Brown-Tipp: 33:22. "Emsdetten hat gute und erfahrene Spieler dabei und Havixbeck muss sich erst noch finden nach den vielen Abgängen", tippt der 20-Jährige auf einen deutlichen Heimsieg.
HEIMSPIEL-Tipp: 30:28. Havixbeck zeigt sich deutlich verbessert und hält lange mit. Für Punkte reicht es aber noch nicht ganz.

Friesen Telgte - HSG Ascheberg/Drensteinfurt (Samstag, 18 Uhr)
Die Mannschaft der Stunde sind die Friesen. Das Team von Sebastian Seitz bekam von ihrem Trainer absoluten Tempohandball verordnet und das funktioniert bislang hervorragend. Die Mannschaft ist immer für 20 Tore pro Halbzeit gut und lässt sich auch nicht aus der Ruhe bringen, wenn es kurzzeitig nicht so läuft. Zudem kann Seitz aus seinem riesen Kader zehren und hat immer einen vollen Spielbericht. Ganz anders sieht es da in Ascheberg aus. Jörg Kriens wäre froh, wenn er mehr Spieler zur Verfügung hätte. Auch die Qualität im Kader hat durch Verletzungen gelitten. So war die HSG bislang nicht in der Lage etwas Zählbares zu ergattern. Kämpferisch kann man den Aschebergern aber keinen Vorwurf machen.
Brown-Tipp: 36:24. "Telgte spielt momentan sehr souveränen und starken Handball", setzt Brown auf das Topteam.
HEIMSPIEL-Tipp: 40:21. Wenn Telgte das Spiel nicht auf die leichte Schulter nimmt, sind die Unterschiede einfach zu groß.

Sparta Münster - HSG Kattenvenne/Lengerich (Samstag, 19.15 Uhr)
Sparta findet sich nach dem Abstieg immer besser zurecht. Das Unetnschieden in Everswinkel zeigte, zu was das Team im Stande ist. Wenn jetzt noch mehr Konstanz dazu kommt und konzentrierter angegriffen wird, dann kann das Team von Alex Kramm eine gute Rolle spielen. Gegen die HSG ist man sicherlich Favorit, doch Vorsicht! Kattenvenne/Lengerich sollte nicht unterschätzt werden. Spielerisch kann die Zweitvertretung nämlich locker mithalten und die körperlichen Defizite fast ausgleichen. In Everswinkel sah das schon richtig gut aus und so werden die ersten Punkte bald auf der Habenseite auftauchen.
Brown-Tipp: 32:25. "Wenn wir es schaffen zwei gute Halbzeiten auf die Platte zu bringen, haben wir eine gute Chance", setzt "Larry" auf einen Heimerfolg seiner Mannschaft.
HEIMSPIEL-Tipp: 28:26. Spartas erste Sieben ist zu stark für die HSG, die sich aber erneut gut präsentiert.

SGH Ibbenbüren II - SG Sendenhorst (Sonntag, 17 Uhr)
Ibbenbüren trat bisher richtig stark auf. Den einzigen Punktverlust in Nordwalde nahm Trainer Dennis Lampe positiv auf, denn ohne Harz klappt sonst nicht so viel. Mit 7:1-Punkten spricht er aber immernoch von Punkten gegen den Abstieg. Schaut man sich die Personalsorgen der eigenen Ersten an, ist das kein Wunder. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Reserve-Spieler im Verbandsliga-Team aushelfen müssen. Die Probleme hätte Uwe Landau gerne. Zum Spiel in Ibbenbüren stehen ihm sieben Feldspieler und ein Torwart zur Verfügung und er hätte gerne verlegt.
Brown-Tipp: 29:25. "Gegen Ibbenbüren haben wir schon gespielt. Eine wirklich starke Truppe. Sendenhorst kann ich noch gar nicht einschätzen", glaubt er auch hier an einen Heimerfolg.
HEIMSPIEL-Tipp: 32:24. Eine Halbzeit hält Sendenhorst mit, dann reicht das geringe Personal nicht mehr, um das Tempo mitzugehen.

DjK Everswinkel - HF Reckenfeld (Sonntag, 17 Uhr)
Nach ganz starkem Start in die Saison strauchelte Everswinkel zuletzt. Ein Unetnscheiden gegen Sparta und eine uninspirierte Leistung gegen Kattenvenne/Lengerich II offenbarten, dass die DjK vielleicht doch nicht so souverän ist, wie zunächst gedacht. In den kommenden Spielen wird sich also herausstellen, ob die Schwartz-Sieben in die Spitzengruppe gehört, oder die ersten Partien Ausrutscher nach oben waren. Nach oben geht es in Reckenfeld. Von Spiel zu Spiel steigerte sich das Team um Spielertrainer Marcel Peters, sodass zuletzt sogar die ersten Punkte eingefahren wurden. Mit Harz wird es in Everswinkel nicht ganz einfach. Wenn die technischen Fehler minimiert werden können, ist aber auch eine Überraschung drin.
Brown-Tipp: 30:26. "Everswinkel spielt zuhause wirklich guten Tempohandball. Reckenfeld spielt aber auch einen guten Ball", trotzdem setzt Brown auf die DjK.
HEIMSPIEL-Tipp: 33:31. Reckenfeld ist drauf und dran das Spiel zu gewinnen, doch am Ende ist Everswinkel individuell zu stark.

HSG Preußen/Borussia - Eintracht Hiltrup (Sonntag, 18 Uhr)
Eine weiße Weste hat die Sowada-Sieben noch an. Das Team war aber auch erst zwei Mal im Einsatz. Mit Eintracht Hiltrup kommt nun ein echter Prüfstein auf Preußen/Borussia zu. Da bot es sich an, dass der Coach das Spiel der Hiltruper gegen Telgte beobachtete. Dort sah er eindrucksvoll, wie man der Eintracht beikommen kann. Die DjK steht schon früh unter Zugzwang. Nach 4:4-Punkten zum Start darf sich das Team eigentlich keine Schwäche erlauben, wenn man sich nicht früh erstmal aus der Spitzengruppe verabschieden will. Die Mannschaft um Daniel Brocks muss besonders eine bessere Abschlussquote an den Tag legen.
Brown-Tipp: 25:25. "Münster-Derbys sind immer so eine Sache", tippt der Spartaner auf eine Punkteteilung der Nachbarn.
HEIMSPIEL-Tipp: 28:26. Preußen/Borussia wirkte in den bisherigen Partien etwas eingespielter und zielstrebiger als die Eintracht und nutzt das für die zwei Punkte.

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