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Querpass

Die Verantwortlichen beim HV 2020 Münster konnten in den vergangenen Monaten schone einige Punkte abhaken. Hier der Vorstand, bestehend aus Jens Grote, Ansgar Gillmann und Martin Böttcher (v.l.) Foto: HV 2020 Münster

Viele Punkte sind schon abgehakt


Von Jan Steinigeweg

(29.04.21) Rund viereinhalb Monate ist es nun her, dass der HV 2020 Münster geründet wurde, mit dem Ziel die Kräfte im Münsteraner Handballsport im Jugendbereich zu bündeln. In Kooperation stehen der BSV Roxel, Concordia Albachten, die HSG Gremmendorf-Angelmodde, Sparta Münster, der TSC Gievenbeck und Westfalia Kinderhaus hinter dem neu gegründeten HV. Die Jugendarbeit läuft in den einzelnen Vereinen eigenständig weiter, doch für leistungsorientierte Münsteraner Talenten soll der HV 2020 Münster ein Sammelbecken darstellen, um höherklassigen Jugendhandball anbieten zu können. So soll künftig auch die Abwanderung junger Spieler nach Emsdetten, Ahlen oder auch Senden verhindert werden. 

Kurz nach der Gründung am 12. Dezember 2020 ging es direkt in den 2. coronabedingten Lockdown. Handballtechnisch war seitdem quasi nichts wirklich möglich, doch beim HV nutzten sie die Zeit, um wichtige Vorbereitungen zu treffen. "Wir haben schon viele Themen abgehakt. Da war der Lockdown vielleicht gar nicht so schlecht", so der 1. Vorsitzende Ansgar Gillmann. Der Verein ist nun offiziell im Vereinsregister eingetragen und auch vom Finanzamt als steuerbefreit anerkannt. "Der ganze Verwaltungskram hat irre lange gedauert", weiß Gillmann und ist froh, dass von dieser Seite inzwischen alles in trockenen Tüchern ist.

Ein Sponsor und auch Hallenschlüssel

Auch auf finanzieller Ebene haben die Verantwortlichen bereits einen großen Schritt nach vorne gemacht. Ein Sponsor, der lieber im Hintergrund bleiben möchte, wurde gefunden, der Geldmittel bereit stellt, damit sich der HV 2020 Münster voll und unbesorgt auf seine sportlichen Ziele konzentrieren kann. "Für die nächsten zwei Jahre sind wir bereits finanziert", verrät der 1. Vorsitzende. Feste Hallenzeiten für Trainingseinheiten sind mit der Stadt Münster abgeklärt und die Schlüssel für Münsteraner Sportstätten wie die Halle Ost oder auch die Halle an der Hans-Böckler-Schule sind bereits in der Tasche. Schade nur, dass man die Hallen derzeit noch nicht von innen sehen darf. Eine fester Spielort zur Austragung der Heimspiele des HV wurde noch nicht bestimmt.

Momentan befinden sich Gillmann und seine Kollegen in der Feinplanung für die Kader, also wie viele Mannschaft unter welchen Trainern für die kommende Saison gemeldet werden können. Dazu haben sich die einzelnen Kooperationsvereine in Videokonferenzen ausgetauscht und so die Spielerpools abgesteckt. "Wir wollen den Handball nicht zerstören, sondern ihn entwickeln", stellt Gillmann heraus. Daher werde nicht von oben bestimmt, wer in welcher Mannschaft spielt, sondern alles im engen Austausch zwischen den Vereinen besprochen. Bis zum 10. Mai muss der HV die Mannschaften für die kommende Spielzeit gemeldet haben und die Oberliga-Qualifikation soll dabei in Angriff genommen werden.

Die ersten Trainer stehen fest

Im männlichen Bereich haben die B- und auch die C-Jugend mittlerweile schon Konturen angenommen und auch die Trainer stehen fest. Max Schniedenharn von der HSG Gremmendorf-Angelmodde, den wir auch schon in einem unserer Spielerpässe vorstellten, übernimmt gemeinsam mit dem Spartaner Simon Davids das Kommando für die B-Jugend. Die C-Jugend wird von Hajo Kupitz trainiert, ein Co-Trainer zur Unterstützung wird hier noch gesucht. Im A-Jugend-Bereich ist noch offen, ob eine Truppe zustande kommt. Auch im weiblichen Bereich hätte der HV gerne Mannschaften ins Rennen geschickt, doch hier gestaltet sich die Kaderplanungen schwieriger, da schon in den einzelnen Vereinen nicht übermäßig viele Spielerinnen zur Verfügung stehen.   

Zwei Punkte, die noch geklärt werden müssen, sind die Vereinsfarben und das Vereinslogo. "Darum gab es am Anfang einen großen Hype. Aber wir müssen jetzt erst mal Schritt für Schritt gehen", verrät Gillmann. Wenn die einzelnen Mannschaften samt Trainer festgezurrt sind und man auch wieder zum Training zusammenkommen kann, dann werden auch die Überlegungen in Richtung Logo und Vereinsfarben konkreter. Denn dann muss man ja schließlich auch langsam Trikots und Trainingsanzüge in Angriff nehmen. Und dafür sind erst die Farben des Vereins und auch das entsprechende Logo wirklich maßgeblich.



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