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Spielerpass

Joschka Krummenerl (r.) hält im Angriffsspiel des BSV Roxel die Fäden in der Hand. Foto: Steinigeweg

Beim BSV nicht wegzudenken


Von Jan Steinigeweg

(01.04.21) Joschka Krummenerl ist beim BSV Roxel eigentlich kaum wegzudenken. Seit der Jugend ist er für den Verein aktiv. Und das nicht nur als Mittelmann auf der Platte sondern auch im Vorstand, wo er aktuell noch kommissarisch das Amt des Männerwarts inne hat. Er weiß um die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Arbeit, aber auch um die Problematik hierfür Leute zu finden. "Wenn das Ehrenamt aussterben könnte, wäre es das schon", beschreibt der 36-Jährige. Dabei hat der Arbeitsaufwand in den letzten Jahren deutlich abgenommen, da nun viele Dinge online und nicht mehr postalisch geregelt werden.

Als Spieler lief er bislang fast ausschließlich für den BSV auf. Ein Jahr lang zog es ihn in dann aber doch in der A-Jugend zum ASV Senden. In einem Quali-Turnier traf Krummenerl auf den ASV und machte dort den damaligen Trainer Thomas Hammerschmidt auf sich aufmerksam. Und so spielte er wenig später an der Seite von Hendrik Kuhlmann und Alexander Nolte in der A-Jugend-Oberliga. Beides Namen, die auch später noch in Senden in der Verbands-und Oberliga für Furore sorgten. Jan Peveling, der anschließend unter anderem für den HSV Hamburg in der 2. Handball-Bundesliga spielte, hütete dabei den Sendener Kasten. "Man wusste damals schon, dass das einer ist, der mal in den Profibereich kommt", erinnert sich Krummenerl.

Zwei Aufstiege in die Bezirksliga

Auch wenn er nur für ein Jahr war, war dieser Abstecher doch eine prägende Zeit. "Dieses leistungsbezogene Jahr war echt geil. Da hat man noch mal einen ganz anderen Blick bekommen", verrät er. Krummenerl hätte in Senden bleiben können, doch er wechselte im Seniorenbereich wieder zum BSV, um an der Seite seiner Freunde zu spielen. Kaum zu glauben, aber wahr: Diese Rückkehr nach Roxel ist nun auch schon 18 Jahre her. In dieser Zeit steig er zweimal mit dem BSV in die Bezirksliga auf und nimmt dort auch weiterhin als Regisseur den Ball in die Hand.

Als selbstständiger Physiotherapeut hat er einen besonderen Blick auf das aktuelle Geschehen rund um die Corona-Pause und eine mögliche Verletzungsgefahr, wenn es wieder losgeht. "Jeder Verein macht Lauf-Challenges oder auch Stabi-Übungen, aber wirklich sportartspezifisch ist das alles nicht", so der Mittelmann. Kurzsprints und schnelle Richtungswechsel blieben auf der Strecke, weshalb er vermutet, dass gerade im Bereich der Schnellkraft einiges verloren geht. Aber die Lust am Sport lässt er sich von diesen Aussichten nicht vermiesen. "Ich habe so Bock wie schon lange nicht mehr", verrät Krummenerl.


Spielerpass von Joschka Krummenerl

Name: Joschka Krummenerl

Geboren am: 25.09.1985

Spitzname: Josh

Verein: BSV Roxel

Beruf: Selbstständiger Physiotherapeut

frühere Vereine: ASV Senden

höchste Spielklasse: A-Jugend-Oberliga, Bezirksliga 

größter sportlicher Erfolg: Meister und Bezirksliga-Aufstieg mit dem BSV Roxel

Position: Mitte

Lieblingspartner beim Einwerfen: Ganz klar Fabian Grawemeyer, da fehlt etwas, wenn er nicht da ist

Angstgegner im Training: keine

Lieblingsverein: Rhein-Neckar Löwen

Lieblingsessen: Alles, was gerillt ist

Ich würde gerne eine Nacht durchmachen mit: Ich glaube mit Max Kruse wäre es interessant

Damit vertreibe ich mir im Moment die Zeit: Tatsächlich leider viel zu wenig Sport. Aber ich bin mit dem Rad und Rollerblades unterwegs.

Das sagt sein Trainer Uli Ehrhardt über ihn: Er ist der Kapitän und eine der Leitfiguren der Mannschaft. Leicht in die Jahre gekommen, aber immer noch schnell und ideenreich. Vielleicht auch teilweise zu schnell für seine Mitspieler. Ein kompletter Spieler, der eigentlich überall eingesetzt werden kann. 



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