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Spielerpass

Ein eher seltener Schnappschuss ohne Sportbrille: Malte Stukenbrok steht bei der Warendorfer SU im Kasten. Foto: Teipel

Gerne der entscheidende Faktor


Von Jan Steinigeweg

(17.05.21) Als Torhüter muss man ja schon ein bisschen verrückt sein. Sich mit sämtlichen Körperteilen in 100 km/h schnelle Bälle zu werfen, die zum Teil aus sechs oder weniger Metern abgefeuert werden, da gehört schon etwas zu. Malte Stukenbrok ist selbst Keeper bei der Warendorfer SU und sieht das ähnlich. "Ja, das unterschreibe ich direkt. Da muss man schon ein bisschen krank im Kopf sein", sagt der 27-Jährige. Bei Not am Mann war er auch zwischendurch in der Jugend mal auf dem Feld anzutreffen, aber eigentlich fand er schon in der 1. Klasse auf direktem Wege ins Handballtor.

"Irgendwie war das so. Ich weiß gar nicht mehr genau warum", verrät Stukenbrock. Ist ja auch schon ein bisschen her. Bis auf eine Saison spielte der Keeper durchgängig im Jugend- und Seniorenbereich in Warendorf. Als Reserve-Coach Andreas Schwartz vor etwa sieben Jahren zum Wiedenbrücker TV wechselte, folgte ihm Stukenbrock und stand dort für ein Jahr zwischen den Pfosten. Doch anschließend ging es direkt zurück zur WSU, die damals unter Rob de Pijper in der Landesliga spielte. Und nur wenige Monate später war dann auch schon sein heutiger Trainer Stefan Hamsen als neuer Coach am Ruder. Und nicht nur Spieler ist Stukenbrok unter Hamsen, sondern mittlerweile auch ein Trainerkollege, da er die 1. Damenmannschaft der WSU betreut.

Noch in der vorigen Saison war aufgrund einer dünnen Personaldecke Stukenbroks Keeper-Kollege Lennart Hartmann auch mal als Feldspieler auf der Platte gefragt. Wäre das auch was für ihn selbst? Werden da nicht Erinnerungen aus der Jugend wach? "Das kann Stefan knicken. In der Liga kann ich das ganz sicher nicht", ist sich der Erzieher sicher. Denn seit dieser Saison ist die WSU wieder in der Landesliga unterwegs. Und da fühle er sich im Tor doch deutlich wohler. Besonders gefällt ihm zwischen den Pfosten, dass man dort eine spezielle Rolle einnimmt. "Als Torwart kann man zum entscheidenden Faktor werden", so Stukenbrock. Daher erinnert er sich auch gerne an die Momente zurück, in denen er sich in letzter Sekunde in Bälle schmiss und so die Punkte für sein Team rettete.


Spielerpass von Malte Stukenbrok

Name: Malte Stukenbrok

Geboren am: 25.08.1993

Spitzname: Keiner, mein Name gibt das nicht so wirklich her. Alle anderen bei uns haben schäbige Spitznamen

Verein: Warendorfer SU

Beruf: Erzieher

frühere Vereine: Wiedenbrücker TV

höchste Spielklasse: Landesliga

größter Erfolg: In der Jugend an der Westfalenmeisterschaft teilgenommen

Position: Torwart

Lieblingspartner beim Einwerfen: Jan Kolodzei

Angstgegner im Training: Das ist Kevin Wiedeler, weil er so langsam wirft. Aber die Bälle gehen immer rein

Lieblingsverein: Sympathien für die SG Flensburg-Handewitt und den BVB

Lieblingsessen: Das ist schwer, aber Chili con Carne ist schon geil

Ich würde gerne eine Nacht durchmachen mit: Wenn wir gewonnen haben und mit unserer Mannschaft in der Stammkneipe sind, dann werden unsere Lieder gespielt und wir halten den Laden auf Trab. Das wäre mal wieder was

Damit vertreibe ich mir im Moment die Zeit: Ich bin ganz normal auf der Arbeit und froh, dass ich da noch Kontakt zu Menschen habe. Ansonsten bin ich viel draußen, fahre Inliner und das Joggen darf natürlich auch nicht fehlen

Das sagt sein Trainer Stefan Hamsen über ihn: Eine Besonderheit bei Malte ist, dass er gleichzeitig Spieler und Trainerkollege ist, da er die 1. Damenmannschaft trainiert. Daher spreche ich sehr viel mit Malte über taktische und organisatorische Dinge. Das ist immer angenehm, weil er ein unkomplizierter und bodenständiger Typ ist. Ich schätze seine Meinung. Malte hatte immer etwas Verletzungsprobleme, aber im Tor haben wir eine echte Luxussituation. In Sachen Einsatz und Ehrgeiz ist er vorbildlich, so wie man sich das wünscht



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