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Wird die Winterpause verlängert?


Von Malte Greshake

(07.01.22) Es ist derzeit das vorherrschende Thema, das die Amateurhandballer beschäftigt. Aufgrund der sich zuspitzende Corona-Lage drängt sich nämlich die Frage auf, ob die Saison nach der jetzigen Winterpause unter der vorgegebenen Corona-Schutzverordnung fortgeführt wird oder ob die Saison erst einmal unterbrochen wird.

Bisher konnten die offiziellen Entscheidungsträger vom Handballverband Westfalen und auch von den jeweiligen Handballkreisen keine definitive Antwort auf diese Frage geben, weil diese natürlich auch von den Entscheidungen der Politik abhängig gemacht werden muss. Die neuen Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz werden am heutigen Freitag erwartet.

Am gestrigen Donnerstag gab es nun aber eine Vereinsvertretersitzung des Handballverbandes, die zumindest ein wenig Licht in ein mögliches weiteres Vorgehen innerhalb der überkreislichen Ligen brachte. 

Bislang über 1000 Spiele im Überkreis durchgeführt

Grundsätzlich wurde in der Sitzung zunächst betont, dass seit dem Saisonbeginn im Handballverband Westfalen bislang über 1000 Spiele im Erwachsenenspielbetrieb durchgeführt werden konnten. Im Überkreis konnten sich die Vereine an einem Spieltag bekanntermaßen untereinander einigen, ob ein Spiel aufgrund von Coronafällen innerhalb einer Mannschaft verlegt wird oder eben nicht. Bisher musste dafür allerdings beide jeweiligen Vereine ihre Zustimmung geben. Kam es nicht zu einer Einigung, wurde das Spiel gegen den nicht-antretenden Verein gewertet. Dieser Fall trat bei insgesamt 71 Spielverlegungen dreimal ein.

Darüber, wie es nun tatsächlich mit dem Spielbetrieb weitergeht, kann auch der Verband nur spekulieren. Die momentane Schutzverordnung (Stand 30.12.2021) gibt für den Trainings- und Spielbetrieb die 2G-Plus-Regel vor. Für nicht-geimpfte Personen reicht zudem weiterhin ein PCR-Test als Ersatz für eine Immunisierung. Der Verband passte aus diesem Grund sein Testkonzept nun diesen Gegebenheit an. Auch die Schiedsrichter müssen nun immunisiert und getestet sein. Für die Testkontrollen am Spieltag ist der jeweilige gastgebende Verein verantwortlich.

Der Verband lässt staffelweise abstimmen

Nun kommt aber eben auch im neuen Jahr zusätzlich die wohl ansteckendere "Omikron-Variante" ins Spiel, die Kontaktpersonen von Infizierten ja auch immer direkt in die Quarantäne schickt. Natürlich muss der Verband auch erst einmal abwarten, welche veränderten Corona-Regeln die Ministerpräsidentenkonferenz vorgibt.

Unabhängig davon will der Verband jedoch nun staffelweise abstimmen lassen, ob eine verlängerte Winterpause eingelegt werden soll oder nicht. Bis zum kommenden Dienstag (11. Januar) haben die einzelnen Vereine in den Verbands- und Landesligen nun Zeit, eine Entscheidung zu treffen.

Wenn in einer Staffel dann über 50 Prozent der Vereine für eine Unterbrechung abstimmen, wird der Spielbetrieb im Januar unterbrochen und dann am Wochenende nach Ablauf der bald veröffentlichen Schutzverordnung fortgesetzt. Bereits terminierte Spiele werden dann zum Ende der regulären Spielrunde ausgetragen. Allerdings: Wenn sich innerhalb einer Staffel, die für eine Unterbrechung stimmte, zwei Vereine trotzdem einig sind, ein Spiel durchzuführen, kann das auch im Januar passieren!

Für Staffeln, die für eine Fortsetzung des Spielbetrieb plädieren, ändert sich dann nichts. Die bisher gültigen Regeln bleiben bestehen, der Spielbetrieb wird im Januar regulär fortgesetzt.

Der Sport soll weiterhin angeboten werden

"Es ist einfach so, dass wir auch weiterhin den Sport anbieten wollen", betont Andreas Thiemann Andreas Tiemann, Vize-Präsident Spieltechnik beim Handballverband Westfalen. "Das Training wird ja weiterhin möglich sein. Und die Politik hat ja betont, wie wichtig der Sport ist." Die endgültige Entscheidung über eine Unterbrechung treffe dann das Präsidium zusammen mit der technischen Kommission. 

Unabhängig von der Vereins-Abstimmung will der Verband zeitnah weitere Videokonferenzen abhalten, um die Vereine auch weiterhin in die Entscheidungsfindung mit einzubeziehen. Wie es auf der Kreisebene weitergeht, ist noch nicht bekannt.



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