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Verbandsliga 2

In der vergangenen Saison stieg Thomas Fröbel mit dem TV Verl in die Verbandsliga auf. Foto: Teipel

Der Architekt des Verler Erfolgs


Von Nils Uhlig

(18.02.21) Seit der Saison 2018/2019 sitzt Thomas Fröbel auf der Bank des TV Verl. Er vereint dabei, was sich die meisten Vereine von ihren Übungsleitern erhoffen. Denn Fröbel baut in Verl auf die eigene Jugend und hat damit auch noch riesigen Erfolg. Die Stimmung in der Mannschaft spricht ebenso für den Coach, der scheinbar genau das richtige Maß zwischen Spaß und ernsthaftem Arbeiten findet. Zudem ist er als ehemaliger Spieler des TV Verl und als ehemaliger Jugendtrainer vieler seiner Akteure sehr nah an der Mannschaft.

Als Spieler kam Fröbel 2009 zum TV Verl. Zuvor wurde er vier Jahre beim Bundesliga-Nachwuchs des TBV Lemgo ausgebildet. Dort schaffte er es bis ins Viertelfinale um die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft. Nach der Jugend gab es in Lemgo einen großen Umbruch. Der Hauptsponsor des Vereins ging, neue Trainer kamen und so verpassten es die Verantwortlichen, mit den Spielern zu sprechen. Der TV Verl schlug damals zu und sicherte sich nicht nur Fröbel, sondern viele weitere Lemgoer Talente. In den ersten zwei Jahren konnte sich der TV noch in der Oberliga halten. Dann ging es eine Liga tiefer. Mit 22 Jahren kam nochmal der Wechsel in die 3. Liga zur TSG Altenhagen-Heepen. Doch auf Grund von Verletzungen konnte er sich dort nicht durchsetzen und somit ging es zurück nach Verl. 2017 riss sich Fröbel am dritten Spieltag Kreuzband und Meniskus und musste so tatenlos mit ansehen, wie der TV Verl ohne seinen antrittsstarken Lenker den Weg in die Landesliga antreten musste.

Ein absoluter Glücksgriff

Nach dem Abstieg wollte sich Verl schließlich neu aufstellen und so kam man auf Jugendtrainer Thomas Fröbel, der viele seiner ehemaligen Jugendspieler zusammen mit Co-Trainer Robert Voßhans im Seniorenbereich formen sollte. Für den TV Verl ein absoluter Glücksgriff. Nach dem knapp verpassten direkten Wiederaufstieg im ersten Jahr konnte das Team in Jahr zwei souverän in die Verbandsliga aufsteigen. Und das liegt sicherlich nicht zuletzt an Thomas Fröbel. "Er ist dicht an der Mannschaft, kann sich in die Perspektive der Spieler reinversetzen und findet dabei die richtige Mischung aus Lockerheit und Ernsthaftigkeit", lobt sein Spielmacher Alexander Wiese den jungen Coach. Zudem ergänze sich das Trainerteam super und habe die Mannschaft in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt. Und auch von Vorstandsseite könnten die Verler aktuell nicht glücklicher mit ihrem Erfolgstrainer sein. So sei Fröbel absolut authentisch und lebe Handball zu 100 Prozent, sagt Vorstandsmitglied Jonas Guntermann.

Architekt Fröbel baut in Verl an einer homogenen Truppe. Und die gute Jugendarbeit der Verler trägt seinen Teil dazu bei. So hat das Team den geringsten Altersdurchschnitt der Verbandsliga und wird von Jahr zu Jahr jünger, ohne an Qualität zu verlieren. Ganz im Gegenteil, am ersten Spieltag der aktuellen Saison, der bisher einzige Auftritt des TV Verl, überzeugte das Team mit einem souveränen Auswärtssieg in Altenbögge-Bönen. "Viele talentierte Spieler werden natürlich von anderen Vereinen angesprochen. Und wir werden auch ein bis zwei schmerzhafte Abgänge haben", sagt der Coach, legt seinen Jungs aber auch keine Steine in den Weg. Die Oberliga oder gar dritte Liga könne eben aktuell noch nicht angeboten werden beim TV Verl.

Super Training und Stimmung

Mittelfristig soll es an der Sankt-Anna-Straße aber auch wieder in die Oberliga gehen. "Thomas spielt dabei eine zentrale Rolle, da er wie kaum ein anderer für unser Konzept steht und die jungen Spieler in den Gesprächen von der gemeinsamen Idee überzeugt", sieht Guntermann in seinem Trainer auch ein wichtiges Bindeglied zwischen Verein und Spielern. Und so sieht auch Mittelmann Wiese das Trainerteam als wichtigen Grund, warum er sich in Verl wohlfühle. "Sie haben einen großen Anteil am Aufstieg und der Entwicklung der Mannschaft. Das Training ist super und die Stimmung ebenfalls", sagt Wiese. Und auch seine klare Spielidee, die sein Team immer mehr verinnerlicht, mache es einfach, neue Jugendspieler zu integrieren, da jeder seine Aufgaben genaustens kenne.

Angesprochen auf seine Ziele als Trainer bleibt der Erfolgstrainer bescheiden. Er hege keinerlei Gedanken an höhere Aufgaben, sondern konzentriere sich einzig auf die Entwicklung in Verl und möchte weiter erfolgreich sein. Mit einem Team mit dem Durchschnittsalter von 21 Jahren hat der Architekt auf jeden Fall die Möglichkeit, über Jahre etwas aufzubauen. "Wir wollen schnellen Handball anbieten. Und natürlich wäre es schön, Verl wieder in die Oberliga zu führen. Aber auch andere Vereine leisten sehr gute Arbeit", bleibt Fröbel dennoch bescheiden. Trotzdem sieht er natürlich das riesige Potenzial der jungen Truppe. Wenn der Stamm der Mannschaft gehalten werden könne, dann stehe einer erfolgreichen Zukunft nichts im Weg. Und so wird Fröbel in den nächsten Jahren weiter an seiner Erfolgsgeschichte bauen und nebenbei viel Spaß mit seiner jungen Mannschaft haben.



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