Verbandsliga - Anschwitzen, der 11. Spieltag
Wer ist bereit für die Oberliga?
Von Nils Uhlig
(11.12.25) 11. Spieltag und elf Tage vor Weihnachten steht das Spitzenspiel der Verbandsliga vor der Tür! Die SGH Ibbenbüren empfängt den punktgleichen Verfolger vom SV Westerholt. Und so langsam kristallisiert sich auch in der Tabelle ein Zweikampf der beiden Topfavoriten auf den Aufstieg heraus. Wo liegen die Stärken und Schwächen der Teams?
Stärken
Der zweitbeste Angriff der Liga ist auf Seiten der Ibbenbürener zu finden. 33,5 Treffer erzielen die König-Jungs pro Spiel. Nur der TV Vreden hat in den ersten zehn Spielen drei Tore mehr erzielt. Auf der anderen Seite ist die zweitbeste Abwehr zu finden. Der SV Westerholt kassiert nämlich im Schnitt nur 24,7 Tore und hat damit hinter Vorwärts Gronau die zweitwenigsten Gegentore hinnehmen müssen. Es wird also spannend zu sehen sein, welches System sich durchsetzt. Denn wir alle kennen schließlich die Weißheit: Angriff gewinnt Spiele, Abwehr gewinnt Meisterschaften! Demnach liegt der Vorteil auf die Saison gesehen beim SVW.
Schwächen
Die auszumachen, ist bei beiden Mannschaften gar nicht so einfach. Denn beide Teams gewannen die meisten Spiele deutlich. Also gucken wir auf die Spiele, in denen die Topteams bisher patzten. Der SVW kam in Brechten mit 27:21 unter die Räder und hatte in diesem einen Spiel zu keiner Zeit eine Chance. Lässt man die Westerholter um den ehemaligen Neuenkirchener Moritz Walden also nicht ins Laufen kommen, ist der Tabellenzweite anfällig. Die SGH patzte bislang zweimal leicht. In Gronau und in Vreden gab es jeweils nur ein Unentschieden. In beiden Partien zeigte die König-Sieben aber auch ihre Nervenstärke und kam jeweils in den Schlusssekunden zum Ausgleich. Hier ist eine Weiterentwicklung zum Vorjahr zu erkennen, als Ibbenbüren noch reihenweise unnötig Punkte verschenkte. Denn dieses Spieljahr bleiben die Jungs um Spielmacher Fabian Winter auch gelassen, wenn es mal nicht nach Plan läuft. Trotzdem fehlt dem Team manchmal der Zugriff in der Abwehr.
Anschwitzen, der 11. Spieltag
Staffel 2:
SGH Ibbenbüren - SV Westerholt (Samstag, 19.30 Uhr)
Bühne frei fürs Spitzenspiel! Es wird sich nicht am kommenden Samstag entscheiden, wer am Ende der Saison ganz oben steht, aber es wäre ein Fingerzeig, wenn sich eine Mannschaft durchsetzt. Da Ibbenbüren zuletzt einen Punkt in Vreden liegen ließ, liegt das Momentum bei den Gästen aus Westerholt. Wenn die SGH ihr Tempospiel durchbringen kann, stehen die Chancen auf Punkte aber gut.
HEIMSPIEL-Tipp: 28:27. In eigener Halle behält die SGH hauchdünn die Oberhand.
STV Bochum-Riemke - TV Vreden (Samstag, 19.30 Uhr)
Gegen das Schlusslicht wäre alles andere als ein TVV-Sieg eine echte Überraschung. Doch unterschätzen sollte man die Bochumer keinesfalls. Die meisten Spiele verlor der SVT nur knapp und im letzten Heimspiel gab es den ersten Saisonsieg. Frank Steinkamp und seine Jungs sind also gewarnt, sollten mit der eigenen zuletzt aufsteigenden Form aber keine Probleme haben.
HEIMSPIEL-Tipp: 27:37. Olli Abbing und Co. lassen nichts anbrennen
Vorwärts Gronau - SuS Neuenkirchen (Samstag, 19.30 Uhr)
12:8 gegen 8:12 Punkte! Der Saisonstart lief für Vorwärts klar besser, doch zuletzt fand Neuenkirchen immer besser in die Spur und gewann die letzten zwei Spiele. Gegen heimstarke Gronauer wird es aber alles andere als leicht, schließliche hat die Fischer-Crew nach der letzten Auswärtspleite etwas gutzumachen.
HEIMSPIEL-Tipp: 34:30. Vorwärts holt sich zuhause neues Selbstvertrauen.
SC Münster 08 - Eintracht Dolberg (Sonntag, 15 Uhr)
4:0-Punkte will Axel Müller aus den letzten beiden Spielen vor Weihnachten holen. Um das zu schaffen muss zunächst einmal Eintracht Dolberg bezwungen werden. Dass das kein Selbstläufer wird, das darf sich Nullacht bei der HSG Kattenvennerich anschauen, die vor zwei Wochen die zweite Halbzeit in Dolberg komplett in den Sand setzten.
HEIMSPIEL-Tipp: 34:27. Nullacht ist das besser besetzte Team und zeigt das auch.
HSG Kattenvennerich - ETG Recklinghausen (Sonntag, 17 Uhr)
Ist der Trainerwechsel verpufft? Nachdem Veit Kämper die HSG übernahm gab es 6:0-Punkte. Seither läuft es aber nicht mehr rund. Zuletzt gab es 0:6-Punkte und die völlig unnötige Niederlage gegen Dolberg. Gegen die Eisenbahner ist Wiedergutmachung angesagt, auch, um nicht wieder in den Keller zu rutschen.
HEIMSPIEL-Tipp: 32:29. Wichtiger Sieg für die HSG, um den Abstand nach unten zu wahren.
Staffel 1:
HSG Petershagen/Lahde - Warendorfer SU (Samstag, 18 Uhr)
Erklärungen gibt es viele! Neben Kevin Wiedeler und Henry Brümmer fehlt mit Steffen Ahlke ordentlich Masse für den Mittelblock. Das zuletzt aber auch Moritz Grothues erstmals in dieser Saison nicht funktionierte, muss den Verantwortlichen zu denken geben. Beim Tabellenführer geht es nur darum das geschundene Selbstvertrauen vor dem wichtigen Heimspiel gegen Senne ein wenig aufzubauen.
HEIMSPIEL-Tipp: 35:28. Die Negativserie der Sportunion lässt sich beim Spitzenreiter nicht aufhalten.

































