Verbandsliga - Anschwitzen, der 14. Spieltag
"Am Ende gewinnt man nur gemeinsam"
Von Nils Uhlig
(16.01.26) Schwache Phase tun weh! Der SC Münster 08 hat vor der Saison einen kompletten Umbruch vollzogen. Viele neue Spieler und auch Trainer Axel Müller stießen zum Team. Trotz der Qualität im Team steht Nullacht aktuell nur bei neun Punkten. Vor dem wichtigen Spiel gegen die HSG Kattenvennerich schwitzten wir den Spieltag mit einem der Neuen, Nico Wagner, an.
"Es sind viele neue Gesichter dazugekommen. Jeder bringt seine eigene Qualität mit", weiß Wagner um die Stärke der einzelnen Akteure. Er weiß aber auch, dass Handball eben nur als Mannschaft funktioniert und macht dies deutlich: "Entscheidend ist am Ende, dass wir diese Stärken als Team gemeinsam auf die Platte bringen." Warum das bisher noch nicht immer funktioniert macht der Linksaußen, der auch als Spielmacher agieren kann, an kleinen Schwächephasen fest. "In vielen Phasen gelingt uns das richrig gut. Trotzdem haben wir immer wieder kurze Momente im Spiel in denen wir nicht konzentriert genug sind.
Nullacht hat sich gezielt auf Kattenvennerich vorbereitet
Am Ende kosteten diese Momente schon einige Punkte, weswegen Nullacht, statt im gesicherten Mittelfeld zu stehen, noch immer um den Klassenerhalt kämpfen muss. Auch im letzten Spiel vor der Winterpause kam eine solche Phase teuer zu stehen. Nach einer super Anfangsviertelstunde und einer 8:3-Führung hätte in Recklinghausen wohl niemand gegen den SC getippt. Zu souverän, ballsicher, spielerisch stark und entschlossen traten die Müller-Schützlinge dort auf. Dann aber folgten fünf schwache Minuten und der Vorsprung war verspielt. "Da waren wir nicht mehr richtig bei der Sache und waren danach nicht mehr richtig drin", erinnert sich der 31-Jährige zurück. Er selbst versuchte zwar als Mittelmann mit viel Kampfgeist voranzugehen und sein Team zu führen, scheiterte aber ebenfalls mit einem Gegenstoß in der Crunchtime.
Gegen Kattenvennerich soll das wieder besser werden. Im Hinspiel am ersten Spieltag zeigte Münster zwar auch schwankende Leistungen, drehte einen Rückstand in den Schlussminuten aber doch noch zum knappen Sieg. Den will Wagner mit seinen Nebenleuten am Sonntag gerne wiederholen, weiß aber auch, dass das kein Selbstläufer wird. "Wir haben uns gezielt vorbereitet. Uns erwartet eine körperlich robuste Abwehr", weiß der Maschinenbau Ingenieur. Er ist aber überzeugt, dass sein Team das Spiel für sich entscheiden kann, "wenn wir ihre Hauptakteure in den Griff bekommen und selbst konzentriert bleiben." Wagner wird dabei nicht nur sportlich helfen, sondern auch wieder versuchen sein Team und jeden Einzelnen seiner Mitspieler zu pushen, denn "am Ende gewinnt man nur gemeinsam".
Anschwitzen, der 14. Spieltag
Staffel 2:
Westfalia Herne II - TV Vreden (Samstag, 16.15 Uhr)
Beim Schlusslicht muss der TVV seine Auswärtsschwäche ablegen und endlich wieder in der Ferne punkten. Mit einer normalen Leistung sollte das auch kein Problem sein. Doch zuletzt schwankten Olli Abbing und Co. immer wieder gerade in fremder Halle. Die Westfalia kämpft ums Überleben.
Wagner-Tipp: 15:25. "Vreden ist die stärkere Mannschaft", lässt der Tipp des 31-Jährigen keinen Zweifel an den Kräfteverhältnissen.
HEIMSPIEL-Tipp: 28:35. Auch wir glauben an einen deutlichen Auswärtserfolg der Steinkamp-Sieben.
Eintracht Dolberg - Vorwärts Gronau (Samstag, 19.15 Uhr)
Nach ganz schwachem Saisonstart holte Dolberg ausgerechnet gegen die Heimspiel-Teams Kattenvennerich und Münster 3:1-Punkte. Dennoch steht die Eintracht unten drin und sollte eines der Teams sein, die Gronau auch auswärts bezwingen kann. Dafür muss aber eine deutliche Steigerung zur Partie vor Weihnachten in Vreden her.
Wagner-Tipp: 30:28. "In Dolberg ist immer eine gute Kulisse. Da ist es schwer zu spielen. Und Gronau muss mit Harz spielen", hat der Maschinenbau Ingenieur gleich mehrere Gründe für einen Heimsieg.
HEIMSPIEL-Tipp: 25:25. Vorwärts findet zu seiner Abwehrstärke und holt sich einen Punkt.
SuS Neuenkirchen - TV Brechten (Samstag, 19.15 Uhr)
Der Auswärtserfolg in Herne war für die SuSler enorm wichtig, um sich von der Abstiegszone zu distanzieren. Jetzt wollen Holger Nieters und sein Team nachlegen. Das wird aber gegen den TV Brechten alles andere als leicht, denn der aktuelle Tabellenzweite hat auch schon in Gronau ohne Harz gewonnen und weiß, dass er sich auf die Defensive fokussieren muss.
Wagner-Tipp: 28:26. "Brechten ist Favorit. Harzfrei könnte Neuenkirchen aber die Punkte holen", glaubt Wagner.
HEIMSPIEL-Tipp: 25:26. Der TVB kann harzfrei und holt den Sieg in Neuenkirchen.
SGH Ibbenbüren - VfL Gladbeck II (Samstag, 19.30 Uhr)
Mit zwei Spielen Rückstand ist Ibbenbüren auf Rang drei abgerutscht. Gegen Gladbeck kommt es zum Duell mit dem Vierten. Im Hinspiel am ersten Spieltag holte die SGH einen umkämpften Sieg. Wenn der VfL nochmal oben angreifen will, zählt nur ein Sieg. Ibbenbüren darf sich aber keinen Ausrutscher erlauben, will man den Aufstieg noch in eigener Hand behalten.
Wagner-Tipp: 27:26. "Gladbeck ist nicht zu unterschätzen. Die spielen eine Top-Saison. Von der Qualität her wird Ibbenbüren knapp gewinnen", tippt der Social-Media-Wart von 08 auf die SGH.
HEIMSPIEL-Tipp: 30::27. Mit einer konzentrierten Leistung sollte Ibbenbüren die zwei Punkte in eigener Halle behalten.
SC Münster 08 - HSG Kattenvennerich (Sonntag, 18.30 Uhr)
Wer kann sich Luft verschaffen? Sowohl für Münster 08, als auch für Kattenvennerich geht es in der anstehenden Rückrunde darum, nicht in den Abstiegskampf zu rutschen. Der Vorsprung beträgt aber nur drei bzw. vier Punkte. Da tut natürlich jeder Sieg enorm gut und gibt Sicherheit. Die können beide Mannschaften aktuell gut gebrauchen.
Wagner-Tipp: 30:26. "Wenn wir konzentriert bleiben und unser Spiel spielen, gewinnen wir zu Hause", ist sich Wagner sicher.
HEIMSPIEL-Tipp: 27:27. Genau wie im Hinspiel bleibt es bis zum Ende eng. Dieses Mal gibt es aber keinen Sieger.
Staffel 1:
CVJM Rödinghausen - Warendorfer SU (Sonntag, 15 Uhr)
Am ersten Spieltag holte die Sportunion einen Sieg gegen Rödinghausen und bewies damit, dass man als Aufsteiger auch eine Liga höher mithalten kann. Seitdem kam nur noch ein Sieg und zwei Unentschieden dazu. Zu wenig, um schon vom Klassenerhalt träumen zu dürfen. Nur ein Punkt trennt die WSU vom Schlusslicht und so werden Siege immer wichtiger.
HEIMSPIEL-Tipp: 35:30. Rödinghausen hat in der Vorwoche ein Ausrufezeichen gesetzt und wird auch diese Woche die Oberhand behalten.





































